Das Kroatische Eisenbahnmuseum in Zagreb / Agram

Vorbemerkungen zum Museum
Wenige Tage nachdem ich das Slowenische Eisenbahnmuseum in Laibach visitiert hatte, schaute ich während meines Aufenthalt in Zagreb im Rahmen des EU-Workshops „Projektmanagement“ beim Kroatischen Eisenbahmmuseum vorbei. Die Idee eines Eisenbahnmuseums in Kroatien reicht zurück bis in das Jahr 1966, offiziell gegründet wurde es aber erst am 3. März 1991. Das Museum wird von 3 Damen geleitet und befindet sich am ehem. Produktionsgelände der Kroatischen Waggonfabrik Gredelj, die ja nach wie vor im Geschäft sind.

Wie in Slowenien so ist auch in Kroatien die dortige Staatsbahn (Infrastruktur der HZ) Träger des Museum, wie in Slowenien kämpft man auch hier ums (finanzielle) Überleben. Ich hatte meinen Besuch angekündigt (High Noon) und nach dem Klingeln neben dem Eisentor kam schon meine Führerin durch das Museum, Frau Janka Fucic, die mich dann über 1 Stunde durch das Museumsgelände begleitete und mir sachkundige Informationen in bestem Deutsch nahebrachte.

Während man Laibach die meisten Exponate im Rundhaus (Heizhaus) unterbringen kann, so stehen alle Exponate in Zagreb im Freien – und das, obwohl die meisten angrenzenden Hallen der Firma Gredelj zwischenzeitlich leer stehen und dem Eisenbahnmuseum als Heimstätte für die zahlreichen hochwertigen Exponate zugesichert worden waren. Aber die Stadt Zagreb hat wohl andere Pläne oder möglicherweise gar keine – jedenfalls traurig, dass so hochwertige Exponate Wind und Wetter im Freien ausgesetzt sein müssen.

Einige Fotos vom Museum





















Zu den externen Exponaten des Museums gehört u.a. auch ein Panzerzug aus dem Jugoslawien-Krieg, der zum Zeitpunkt meines Museumsbesuchs in Zagreb am Bahnhof Split-Predgrade hinterstellt ist. Ferner sind 15 Dampflokomotiven auf diversen Bahnhöfen als Denkmalloks ausgestellt.

Fazit
Eine interessante Sammlung zur Geschichte der Kroatischen Eisenbahn, die sich allerdings eine „feste Unterkunft“ verdient hat, denn die edlen Exponate einfach auf der Wiese Wind und Wetter auszusetzen ist ja direkt schändlich, schließlich handelt es sich um das historische Eisenbahn-Erbe Kroatiens und damit muss man behutsamer umgehen. DEEF wünscht dem Museum und den 3 Museumsmitarbeiterinnen der HZ eine erfolgreiche Zukunft und natürlich auch Lokomotiven, die ab und an mit Sonderzügen unterwegs sein werden. Das Areal der ehem. Firma Gredelj sollte unverzüglich von der Stadt Zagreb für das Kroatische Eisenbahnmuseum zur Verfügung gestellt werden!

Links
Zur Webseite des Museums >>>
DEEF-Dokumentation Slowenisches Eisenbahnmuseum Laibach >>>
DEEF-Dokumentation Serbisches Eisenbahnmuseum Belgrad >>>
DEEF-Dokumentation Straßenbahn Zagreb >>>
DEEF-Dokumentation Eisenbahnstrecke Zagreb-Rijeka >>>
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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF
Erstmals Online publiziert: / page first published 4. Mai 2016; Seiten-Relaunch 22.9.2026; Letzte Ergänzung / page last modified 22.9.2026
