Corona Öffentlicher Verkehr ÖBB

Corona und der Öffentliche Verkehr

Seit nunmehr eineinhalb Jahren dominiert das Thema Corona, ein eigentlich harmloses influenzaähnliches Virus, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und auch den Verkehr.

Eine Bestandsaufnahme dazu habe ich bereits im August 2020 verfasst (siehe >>>), an dieser Stelle sei nun kurz aufgelistet, wie die Lage knapp 1 Jahr danach aussieht:

Anm.: Der Beitrag stellt die persönliche Einschätzung des Autors aufgrund seiner Lagebeurteilung dar!

Lage Juli 2021

  • Nach wie vor wird seitens der Politik eher Angst und Panik verbreitet, obwohl die Krankenhäuser und vor allem die Intensivbetten frei von Corona-Kranken sind
  • Die Politik vieler Staaten – vor allem auch hier in Österreich und im angrenzenden Deutschland und der Schweiz – sowie einige Interessenvertretungen und Profiteure der Krise propagieren ein „Testen ohne Ende“ (von gesunden Menschen) und seit Zulassung diverser „Impfstoffe“ auch das „Impfen, Impfen, Impfen“ als das Gelbe vom Ei, als der Weisheit letzter Schluss.
  • Wirksame Medikamente, von denen es zahlreiche gibt, werden nicht beworben, die Forschung an neuen Medikamenten nicht wirklich gefördert
  • Dabei ist keiner der Impfstoffe auf Langzeitfolgen getestet worden und es wird von einer nicht unerheblichen Anzahl an Impfopfern (inkl. Toten) berichtet und das ist auch bei offiziellen Stellen wie der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) mit Sitz in Amsterdam nachlesbar
  • Obwohl die vulnerablen Gruppen (Ältere Menschen, kranke und geschwächte Personen) großteils geimpft wurden und – wenn die Impfung das hält was versprochen wird – somit keine Gefahr mehr für diese Gruppen besteht, wird die Gesellschaft, die Wirtschaft und somit auch der Öffentliche Verkehr bzw. die Nutzer des ÖPNV nach wie vor mit nicht evidenzbasierten Maßnahmen und verfassungs- und gesetzwidrigen Schikanen eingeschüchtert und in der Lebensqualität eingeschränkt
  • So mussten Fahrgäste in Öffis – so wie auch Konsumenten beim Einkaufen – statt einem Mund-Nasen-Schutz monatelang eine dafür völlig ungeeignete FFP2-Maske tragen – wenig Nutzen dafür aber hohes gesundheitliches Gefahrenpotential
  • Aber nicht nur im Fahrzeug musste diese FFP2-Maske getragen werden, sondern auch im Bahnhofsbereich, ja sogar auf offenen Bahnsteigen irgendwo in der Pampa. Sollte die Maske nicht getragen werden so kostet das 40.- Euro Strafe – so zumindest wird man in den ÖBB-Zügen via Bildschirm bedroht

  • Aktuell (24. Juli 2021) muss „nur mehr“ ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden in den Öffis, von der alten Normalität wie es der „Kindkanzler“ der Republik vor kurzem aber noch verkündet hat, ist man damit aber noch weit entfernt
  • Während anderswo (bspw. einzelne Bundesstaaten in den USA wie Florida oder Texas) es sogar verbieten, dass man beim Betreten von Lokalen oder bei Veranstaltungen nach dem aktuellen Gesundheitsstatus gefragt wird bzw. man Dokumente dazu vorweisen muss, wird in der Alpenrepublik nach einer sogenannten 3-G-Regel verfahren! Gewisse Bereiche des Öffentlichen Lebens wie Lokale oder Veranstaltungen dürfen nur betreten werden, wenn man nachweisen kann, dass von einem nur ein „geringes empidemiologisches Risiko“ ausgeht, dh. man geimpft, genesen oder getestet ist. Warum eigentlich? Die vulnerablen Gruppen sind ja geimpft, der Rest der Bevölkerung – vor allem mit intaktem Immunsystem – hat ja kaum was zu befürchten und es liegt daher wohl im Verantwortungsbereich jedes Einzelnen, wie er die Lage einschätzt und wie er sich daher verhält
  • Der Grund ist wohl naheliegend: Mit der Krise kann man Geld, sehr viel Geld verdienen und zwar nicht nur die Pharmamafia und deren Steigbügelhalter. Und es geht natürlich auch um Macht
  • Aber zurück zu den Öffis und den zahlenden Fahrgästen:  Stundenlang im Zug sitzen und eine den Atem erschwerende Maske zu tragen, die verbrauchte Luft wieder einzuatmen, ist nicht nur nicht gesund sondern einfach auch unbequem und unangenehm. Hier habe ich es vermisst, dass die Verkehrsunternehmen – allen voran der größte Mobilitätsanbieter des Landes, die Staatsbahn ÖBB – im Sinne ihrer Fahrgäste gegen diese nicht-evidenzbasierten Maßnahmen protestiert hätten, sich für ihre Fahrgäste eingesetzt hätten. Stattdessen war man – ähnlich wie in der Gastronomie und Hotellerie – einfach blinder Erfüllungsgehilfe des Staates, verlängerter Arm der staatlichen Willkür.
  • Monatelang war das Angebot auf der Westbahnstrecke Salzburg-Wien eingeschränkt, jeder 2. Railjet fiel aus. Als Ersatz konnte man die Züge der Westbahn benutzen und umgekehrt. So gut ich die Westbahn finde, vor allem deren stärkeres Bemühen um die Fahrgäste durch deutlich mehr Personal an Bord zählt dazu aber auch, dass man im Gegensatz zu den extrem verdreckten Fenstern bei den ÖBB bei der Westbahn durchwegs geputzte Fenster vorfindet und die Landschaft mal wieder ordentlich genießen kann, aber ein Fahrt in der Businessklasse mit ordentlichem Freigetränk kann WestbahnPLUS nicht wirklich aufwiegen. Für diese angebotene Minderleistung seitens der ÖBB gab es natürlich wiederum keine Entschädigung
  • Im Gegenteil: Trotz mehrfacher Ankündigung, die Preise 2021 nicht zu erhöhen, zahle ich jetzt für meine Österreichcard wiederum 10 Euro mehr pro Monat und komme in Summe auf 3.000 Euro pro Jahr und das bei einer deutlichen Minderleistung. Aber Hauptsache die unzähligen „Staatsbahnmanager“ erhalten pünktlich ihre wohldotierte Lohntüte
  • Apropos Minderleistung: Dazu zählt auch die Nutzung der ÖBB-Lounges auf einigen Bahnhöfen in Österreich. Nachdem sie monatelang überhaupt gesperrt waren – warum eigentlich? Es sind ja die Warteräume für die 1. Klasse! – sind die Lounges nun seit einigen Wochen wieder geöffnet, allerdings mit stark eingeschränktem Angebot – warum eigentlich?? Es gibt nun nicht mal mehr ein ordentliches Bier sondern ein alkoholfreies Hopfengeschlader 🙁
  • Und noch gravierender: Man wendet die 3-G-Regel an! Das heißt, ein gesunder Fahrgast ohne überstandener Krankheit, ohne Impfung oder ohne Test, darf nicht in die Lounge hinein! Warum?? Es ist der Wartebereich für die 1. Klasse-Fahrgäste. Man will offenbar auf Kosten der zahlenden Kunden, die aber – was Inhaber der Österreichcard betrifft – sowieso in Massen davongelaufen sind, einsparen. Träge, nicht im Sinne ihrer Fahrgäste agierend, das passt zu dieser Staatsbahn.
  • Nicht nur ich empfinde es ja als Unverschämtheit, wenn man Personal wie Kellner im Wirtshaus oder ÖBBler in der Lounge höchst private und intime Infos über die eigene Gesundheit bzw. Krankheit mitteilen sollte. Außerdem ist das nicht gesetzes – und verfassungskonform.
  • Warum man beim Obus in Salzburg (und auch bei den Autobuslinien der Stadt) die vordere Tür nicht benutzen darf, das Einsteigen vorne aber beim Postbus sogar zwingend erforderlich ist, ist auch eher Willkür wie soviel Anderes auch

  • Warum geimpfte oder natürlich immunisierte Personen auch Maske tragen und Abstand halten sollen, ist auch so ein Mysterium, das nicht logisch erklärt werden kann

Zum Glück waren die Speisewagen sowie das Am-Platz-Service im Railjet die letzten offiziell ohne Einschränkung zugänglichen Bewirtungsmöglichkeiten. Nicht nur einmal fuhr ich mit dem RJ 111 von Salzburg nach Mallnitz-Obervellach, um dort in den EC 112 „Blauer Enzian“ umzusteigen, der nämlich einen der letzten klassischen Speisewagen führt. Bei der Fahrt zurück nach Salzburg ließ ich es mir mehr als einmal richtig gut gehen. Es ist ja nur allzu natürlich, dass man sich als vom Staat Schikanierter wie ein kleines Kind freut, wenn man in bescheidenem Maß den Schikanierern ein Schnippchen schlagen kann

Die letzten frei zugänglichen Labungsstellen in der Pandemiezeit – die Speisewägen der ÖBB

Oder das Maskentragen – das erinnerte mich an das Bundesheer, als Gefechtsdienst mit Gasmaske angesagt war – widerwillig wurde die Maske aufgesetzt, immer mindestens einen Fingerbreit oben und unten Abstand zum Luftholen – und sobald die Ausbilder wegschauten, war die Maske herunten. Ein Katz- und Mausspiel. Und das habe auch ich in den Zügen – mit Vergnügen – beobachtet, vor allem junge Burschen spielten hier Katz und Maus mit den Schaffnern. Schön brav aufsetzen wenn die Kontrolle nahte und runter mit der Maskerade wenn die Kontrolle vorbei war. Zumindest die Nase frei! Wären da nicht die Denunzianten und Vernaderer gewesen – das erinnerte wahrlich an längst vergangene Zeiten.

Jedenfalls wundern darf man sich nicht, wenn die Fahrgastzahlen seit Beginn dieser „Pandemie“ in den Keller gerasselt sind, nur mehr wer wirklich musste fuhr mit den Öffis, wer konnte blieb zuhause oder stieg auf das Auto oder ein anderes Verkehrsmittel des Individualverkehrs um. Man kann es den Menschen ja wahrlich nicht verdenken

Und trotz Ausrufung des „Klimanotstandes“ wird es wohl eine zeitlang dauern, bis die Öffis wieder die Fahrgastzahlen wie vor der „Pandemie“ erreichen oder gar steigern können. Denn das Vertrauen in den Öffentlichen Verkehr scheint nachhaltig beschädigt worden zu sein. Man hat die Fahrgäste einfach verunsichert und schikaniert – dabei gab es aber wohl kaum Ansteckungen in den Öffis – zumindest wurde von keinen „Clustern“ berichtet! Bleiben wird aber der Eindruck, dass es in den Öffis nicht sicher ist und man sich Zwangsmaßnahmen unterordnen muss! Was Alles beim Auto nicht zutrifft – aber selbst da wurden Autofahrer alleine im Auto mit aufgesetzter Maske gesichtet.


Wie soll es weitergehen?

Eigentlich wie muss es weitergehen, wollen wir nicht weiterhin die Kollateralschäden für Gesellschaft und Wirtschaft aus dem Ruder laufen lassen und den Standort Österreich und Europa nachhaltig für Generationen schädigen. Wie schon lange führende Wissenschafter u.a. der amerikanischen Eliteunis immer und immer wieder sagen, müssen wir zur Normalität zurückkehren und mit dem Virus – das zum Glück nicht aus Ebola sondern aus Wuhan stammt – leben lernen. So wie mit den verwandten Influenzaviren seit Menschengedenken.

Im Sinne der Fahrgäste ist zu fordern

  1. Sofortige Abschaffung der Maskenpflicht in Zügen, Bussen, Schiffen, Seilbahnen et al und den dazu gehörenden Wartebereichen (Bahnhöfe, Haltestellen etc.)
  2. Die Wartebereiche der ÖBB für die Fahrgäste der 1. Klasse (ÖBB-Lounges) sofort ohne Einschränkungen öffnen und wieder mit ordentlichem Angebot bestücken. Man zahlt ja schließlich dafür und das nicht wenig
  3. Nutzung aller verfügbaren Kapazitäten in Zug, Bus, Seilbahn und Schiff – das Freihalten von Sitzen oder das Versperren von Türen macht keinen Sinn mehr – so es überhaupt je einen machte!
  4. Entschuldigung bei den Fahrgästen für die erlittenen Unannehmlichkeiten und freiwillig eine großzügige Entschädigung von Stammkunden, denen Leistungen und Annehmlichkeiten jetzt schon mehr als eineinhalb Jahre vorenthalten wurden. Das sollte man sich speziell bei den ÖBB leisten können, hat man doch -zig Millionen vom Staat als Entschädigung kassiert und gleichzeitig Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt

Links

DEEF Beitrag Corona und Öffis Teil 1 (August 2020) >>>

Literaturempfehlung: Donner, Monika, 2021: Corona-Diktatur. Wissen, Widerstand, Freiheit. Verlag Monithor. (Infos zum Buch auf der Webseite des Verlags >>>)


Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 24. Juli 2021; Letzte Ergänzung: 25.7.2021