Die Rottalbahn von Passau Hbf über Pocking und Pfarrkirchen nach Neumarkt St. Veit (-Mühldorf Oberbay)

Allgemeines, Geschichte
Mit 97 km Länge ist die Rottalbahn die längste Nebenbahn Bayerns. Sie durchfährt ab Passau ansteigend und kurvenreich den Neuburger Wald, um dann ab Sulzbach am Inn dem Tal des Flusses Rott (Rottal) zu folgen, welches dann ab Neumarkt – St. Veit ins Inntal übergeht. Im Personenverkehr fahren die Regionalbahnen mit der Nummer RB 46 meist auf der Relation Passau Hbf – Mühldorf (Oberbay), die Strecke ist somit an den Linienstern Mühldorf angebunden. Die normalspurige Rottalbahn ist eingleisig, nicht elektrifiziert, hat einen minimalen Radius von 173 m und eine Streckenhöchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Als Zugsicherungssystem hat es die PZB (Punktförmige Zugbeeinflussung).
Die Rottalbahn wurde nach dem Baubeginn 1878 in 2 Etappen eröffnet, nämlich
1. September 1879: Das Teilstück Neumarkt-Sankt Veit–Pocking wird als Sekundärbahn eröffnet; ab 4.10.1883 ging es dann weiter bis Landshut
6. Oktober 1888: Eröffnung des Reststücks Passau-Pocking als Lokalbahn
Nach Stilllegungs-Überlegungen in den 1970er Jahren wurde die Rottalbahn glücklicherweise nicht stillgelegt sondern modernisiert, sodass es heute (2025) im Personenverkehrt einen Stundentakt geben kann.

Die Stationen der Rottalbahn

Passau Hbf, Bahnhof, km 0,0; Seehöhe 303 m (> Passauer Bahn nach Wels; nach Obertraubling-Regensburg; Ilztalbahn nach Freyung; Granitbahn)

Passau-Auerbach, ehem. Haltepunkt (HP), km 2,1
Neustift (b. Passau), HP (ex Bf), km 4,77


Pfenningbach, ehem. Bf, km 9,68
Neukirchen (Inn), HP, km 12,24

Fürstenzell, Bf, km 16,41



Bad Höhenstadt, HP (ex Bf), km 18,95



Engertsham, HP (ex Bf), km 22,8


Sulzbach (Inn), Bf, km 26,1




Ruhstorf, HP (ex Bf), km 30,37


Pocking, Bf, km 34,1 (ehem. nach Simbach am Inn)


















Kurz nach Pocking mündete die ehemalige Verbindungsbahn nach Simbach in die Rottalbahn ein. Eröffnet 1910 wurde diese Nebenbahn sukzessive bis 2003 stillgelegt.
Kühnham, ehem. Bf, km 39,04
Karpfham, HP (ex Bf), km 43,57

Bayerbach, HP (ex Bf), km 47,54
Luderbach, ehem. HP, km 49,74
Bad Birnbach, Bf, km 52,67

Anzenkirchen, HP (ex Bf), km 56,62
Pfarrkirchen, Bf, 63,12












Postmünster, ehem. HP, km 65,82
Kaismühle, ehem. Bf, km 67,78

Hebertsfelden, HP (ex Bf), km 72,22

Gern-Altenburg, ehem. HP, km 75,49
Eggenfelden Mitte, HP, km 76,27

Eggenfelden, Bf, km 77,81

Dietfurt (Rott), Awanst (ehem. Bf), km 83,61
Massing, Bf, km 88,37

Hörbering, ehem. Bf, km 92,82
Neumarkt-St. Veit, Bf, km 97,24 (>Mühldorf bzw. Landshut, ehem. nach Pilsting

Betreiber und Betrieb
Die Infrastruktur der Rottalbahn wird von der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH unter der Marke Südostbayernbahn (SOB) betrieben. Der Personenverkehr erfolgt ebenfalls durch die SOB (Südostbayernbahn), einem Tochterunternehmen der DB.

Fuhren nach Betriebseröffnung 1888 täglich 3 Zugpaare, so hat es seit seit Dezember 2009 einen Stundentakt, welcher mit Dieseltriebwägen der BR 628 bewerkstelligt wird. Die bewährten 628 werden sukzessive durch die BR 642 ersetzt.


Überregionale Züge wie bspw. der IC „Rottaler Land“ (Hamburg Altona-Mühldorf via Passau) vor allem als touristischer Zubringer in´s Bäderdreieck) sind seit Ende 2014 Geschichte. Auch Sonderzüge haben es seit den diversen Rückbauten und dem planmäßigem Stundentakt schwer hier zu fahren.
Die planmäßige Fahrzeit der RB 46 zwischen Mühldorf und Passau beträgt ca. 2 Stunden und 20 Minuten.

Der einst starke Güterverkehr ist Geschichte, es hat (2025) noch ein wenig Güterverkehr von Mühldorf bis Eggenfelden (u.a. Müllzug).
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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF
Erstmals Online publiziert: / page first published 2. Dezember 2025; Letzte Ergänzung / page last modified 24.7.2026
