Rotair Seilbahn Engelberg Titlis

Neu bei DEEF Online:

Mit der weltweit ersten drehbaren Seilbahn “Rotair” auf den Titlis

Ein weltweites Highlight bei den Pendelbahnen ist die Pendelbahn “Rotair” von Stand auf den Kleinen Titlis in Engelberg, Kanton Obwalden. Diese vom Schweizer Parade-Unternehmen Garaventa 1992 errichtete Pendelbahn ist die erste weltweit mit drehender Kabine, wo die Fahrgäste bei der Fahrt ohne sich selbst bewegen zu müssen ein 360 Grad-Panorama genießen können. 2014 kamen neue Kabinen, … Zum Detail >>>

Titlis Seilbahn Rotair Engelberg Schweiz
Titlis Rotair-Gondel made by CWA am Weg zum Kleinen Titlis. Im Hintergrund der Trübsee

Links

Betreiber Bergbahnen Engelberg-Titlis AG >>>

DEEF-Katalog Seilbahnen der Schweiz >>>


Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 17. Jänner 2023; Letzte Ergänzung: 17.01.2023

Gerschnialpbahn

Neu bei DEEF-Online ist folgende Dokumentation:

Die Gerschnialpbahn in Engelberg – Standseilbahn zur Gerschnialp

Die Standseilbahn von Engelberg hinauf zu den Almmatten der Gerschnialp kann wohl mit Fug und Recht als die graue Eminenz der zahlreichen Aufstiegshilfen rund um Engelberg im Schweizer Kanton Obwalden bezeichnet werden.

Die Gerschnialpbahn ging 1913 in Betrieb und nach Jahren des Reservistendaseins für die parallel geführte 6er-Kabinen-Luftseilbahn Engelberg – Gerschnialp – Trübsee (eröffnet 1984) hat die Gerschnialpbahn >>> hier gehts zur Detail-Doku >>>

Standseilbahn Gerschnialp, Engelberg, Schweiz. Titlis Bergbahnen
Wagen der Gerschnialpbahn, Standseilbahn in Engelberg, Schweiz

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 16. Jänner 2023;  Letzte Ergänzung / page last modified: 16.01.2023

Rosentalbahn Klagenfurt Weizelsdorf elektrifiziert

Rosentalbahn von Klagenfurt nach Weizelsdorf elektrifiziert

Mit Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 ist Weizelsdorf nun wieder auf der Schiene erreichbar, nachdem die Strecke zwecks Elektrifizierung und Modernisierung 1,5 Jahre gesperrt war. Statt der Dieseltriebwägen BR 5022 “Desiro” verkehren nun die elektrischen Triebwägen Talent bzw. CityJet als S3 zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf und nach Einbindung der Jauntalbahn in die neue Koralmbahn werden die ET dann zwischen Wolfsberg und Weizelsdorf unterwegs sein.

Rosentalbahn Weizelsdorf Dieseltriebwagen Desiro BR 5022
Dieseltriebwagen Desiro bei der Einfahrt in den Bahnhof Weizelsdorf vor der Elektrifizierung

Und vielleicht auch einmal wieder weiter auf der Rosentalbahn, bis Feistritz im Rosental oder es wird sogar der Lückenschluss hinüber nach Rosenbach an der Karawankenbahn wieder hergestellt, man weiß ja nie. Man wollte ja vor einigen Jahren den Betrieb bis Feistritz im Rosental aufrecht erhalten, peinlicherweise hat aber die ÖBB Infra im dazu notwendigen Kreuzungsbahnhof Maria Rain die Weichen herausgerissen und so wurde nichts aus dem Plan bis Feistritz zu fahren.

Nach der Demolierung folgte nun nach einigen Jahren wieder die Erneuerung des Bahnhofs Maria Rain zum Kreuzungsbahnhof.


Was passierte in den letzten eineinhalb Jahren auf der 12 km langen Strecke und den Investitionen von ca. 50 Mio Euro?

Elektrifizierung der 12 Kilometer langen Strecke

Adaptierung der Haltestellen Klagenfurt-Süd und Weizelsdorf (inkl. Verlängerung des Bahnsteigs um 60 m auf 160 m)

Neubau der Haltestelle Köttmannsdorf Lambichl inkl. Park&Ride-Anlage (23 PKW-Stellflächen) und Bike&Ride-Anlage (30 Stellplätze)

Umbau des Bahnhofs Maria Rain inkl. Park&Ride-Anlage (30 PKW-Stellflächen) und Bike&Ride-Anlage (30 PKW-Stellplätze)

Umbau und Adaptierung der 167 m langen Draubrücke Hollenburg inkl. Erneuerung Korrosionsschutz

12 Eisenbahnkreuzungen zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf wurden technisch neu gesichert bzw. aufgelassen


Großes Manko

Nach wie vor verkehrt auf der Rosentalbahn kein Zug am Samstag und kein Zug am Sonntag! Warum?? Und wochentags ist die letzte Möglichkeit nach Weizelsdorf zu kommen die S3 um 19.37 Uhr!! Das ist äußerst unbefriedigend und motiviert wohl niemand auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen!


Links

DEEF-Doku Rosentalbahn >>>

DEEF-Doku Karawankenbahn >>>


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 12. Jänner 2023; Letzte Ergänzung: 12.01.2023

S-Link Wirtschaftliche Effekte

S-Link Salzburg – Wirtschaftliche Effekte durch die Errichtung des S-Link

Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur bescheren im Regelfall der jeweiligen Region positive Effekte – die sogenannte Umwegsrentabilität wirkt sich durch Induzierung regionaler Nutzenströme in Form von Einkommens- und Beschäftigungseffekte regional aber auch überregional positiv aus. Zusätzliche Wertschöpfung kann durch Multiplikator-Effekte generiert werden.


Nachfolgend eine Presseinfo von S-Link, die unsere Redaktion erreichte:

S-LINK: Studie zeigt starke regionale Impulse für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Salzburg

Die Vorteile gelten für alle geplanten Bauvorhaben

Einer aktuellen Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge wird sich bereits der Bau des ersten Vorhabens des S-LINK vom Salzburger Hauptbahnhof zum Mirabellplatz wirtschaftlich für die Stadt Salzburg und die umliegenden Gemeinden auszahlen. Ein zusätzlich erfreulicher Nebeneffekt zu den offensichtlichen verkehrs- und umwelttechnischen Verbesserungen.

Salzburg, 10. Jänner 2023. Der Infrastrukturausbau der Salzburger Lokalbahn weist neben der äußerst positiven Wirkung auf den Verkehr in und um die Stadt Salzburg sowie einer deutlichen Reduktion an ökologischen Belastungen auch bedeutende ökonomische Vorteile auf. Sowohl die Stadt und das Land Salzburg als auch der Rest Österreichs werden von der Investition im Sinne einer Wertschöpfungssteigerung, zusätzlichen Arbeitsplätzen sowie dem darüber hinaus generierten Steueraufkommen profitieren. Das derzeitige hohe Stauaufkommen im städtischen Bereich zeigt die überlastete Erreichbarkeitssituation des Wirtschaftsstandorts und verursacht zusätzlich erhebliche volkswirtschaftliche Kosten.

Salzburg profitiert vom S-LINK

Schon für das erste S-LINK Bauvorhaben vom Salzburger Hauptbahnhof bis zum Schloss Mirabell, lässt die Economica-Studie äußerst positive volkswirtschaftliche Effekte erkennen, von denen Salzburgs Bürgerinnen und Bürger profitieren werden. Bei einer Modellrechnung mit Kosten von rund 200 Millionen Euro ergibt sich eine voraussichtliche totale Bruttowertschöpfung von 162,7 Millionen Euro für Gesamtösterreich und 116,7 Millionen Euro für das Land Salzburg. Somit entsteht mehr als 70 Prozent der Wertschöpfung im eigenen Land. „Alleine die direkten und indirekten Bruttowertschöpfungseffekte für die Stadt Salzburg summieren sich dabei auf 62,3 Millionen Euro“, so Studienautor Helmut Berrer vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung.

Mehr Wertschöpfung im Land Salzburg

Da eine 50-prozentige Kostenbeteiligung des Bundes zugesichert ist, „rechnet sich“ der S-LINK für die Region bereits in der ersten Bauphase. Für die Stadt Salzburg bedeutet dies, dass insgesamt mehr Wertschöpfung zurückfließt, als aus dem Stadtbudget anteilig ins erste Vorhaben investiert wird: Denn je 1.000 Euro, die Bund, Land und Stadt für den S-LINK gemeinsam in die Hand nehmen, profitiert die Stadt mit 310 Euro und das Land inklusive Stadt Salzburg mit über 580 Euro an Wertschöpfung. Auf Gesamtösterreich bezogen sind es ganze 810 Euro, die an Wertschöpfung generiert werden.

Über 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region

Während die Stadt Salzburg vor allem von direkten ökonomischen Effekten profitiert, fällt ein großer Teil der Wertschöpfung entlang der Lieferkette im Land Salzburg und Restösterreich an. Pro 100 Arbeitsplätzen, die sich durch den Bau direkt ergeben, entstehen weitere 88 neue Arbeitsplätze in Österreich, davon 55 im Bundesland Salzburg. Das Economica Institut für Wirtschaftsforschung hat errechnet, dass bereits durch das erste Teilvorhaben allein in Salzburg eine Gesamtnachfrage nach 2.133 Arbeitskräften entstehen wird, wenn alle Beschäftigungsverhältnisse zusammengezählt werden. Angesichts der sich eintrübenden Konjunktur ist dies ein wichtiger Impuls für die nächsten Jahre!

Vorteile gelten auch für weitere Vorhaben

Die Economica-Studie untermauert die Argumentation für den S-LINK: Die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn wird den Salzburgerinnen und Salzburgern Vorteile hinsichtlich Umwelt, Verkehr, Wirtschafts- und Arbeitswelt bringen – und das bereits mit dem ersten Bauvorhaben sowie anteilig bei jedem weiteren Projektabschnitt bis Hallein.

Als sicherstes Verkehrsmittel für Alltagsmobilität erhöht der S-LINK die Verkehrssicherheit im Land Salzburg, verbessert das Mobilitätsangebot sowie dessen Attraktivität insbesondere für Kinder sowie ältere und mobilitätseingeschränkte Personen. Aufgrund der Verlagerung von motorisiertem Individualverkehr auf die Schiene, der Reduktion des Parkflächenbedarfs sowie der unterirdischen Führung der Bahntrasse unter der Altstadt kann knapper urbaner Raum zurückgewonnen werden und dem nicht-motorisierten Verkehr (Rad, zu Fuß) sowie gestalterischen Maßnahmen, wie Begrünung, mehr Platz gegeben werden.

S-Link Regionalstadtbahn Salzburg
Grober Verlauf der Regionalstadtbahn Salzburg S-Link

Der S-LINK wird die Stadt Salzburg mit dem Umland im Norden und im Süden bis Hallein verbinden. Er schenkt Salzburgs Bürgerinnen und Bürgern wertvolle Zeit, die sie nicht im täglichen Stau verbringen müssen. Und er verbessert die Lebensqualität in der Stadt. Der S-LINK wird damit zum Schlüsselprojekt des öffentlichen Verkehrs im Salzburger Zentralraum. Umgesetzt von Stadt, Land und Salzburg AG wird das Projekt S-LINK Salzburg in ein neues Mobilitätszeitalter begleiten.

Beim Economica Institut für Wirtschaftsforschung handelt es sich um ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut, das zum Kreis des Cognion Forschungsverbundes zählt. Der Verbund hat Sitze in Österreich, Deutschland und der Slowakei. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Analyse und Gestaltung des wirtschaftlichen Strukturwandels und der damit verbundenen ökonomischen Phänomene sowie sozialen Prozesse.


Links

Projektseite S-Link >>>

DEEF-Doku Regionalstadtbahn Salzburg >>>

DEEF-Blog 2015: Machbarkeitsstudie Stadtbahn / EuRegio Bahnen Salzburg – Bayern – Oberösterreich >>>

DEEF-Blog 2012: Endlich eine Regional-Stadtbahn für Salzburg?? >>>


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 11. Jänner 2023; Letzte Ergänzung: 11.01.2023

Rezension Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlberg

Rezension: Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlberg. Zur Eisenbahngeschichte der beiden Länder

Eisenbahngeschichte Tirol Vorarlberg
Peter Wegenstein Cover Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlberg

 

Peter Wegenstein, lange Jahre bei den Österreichischen Bundesbahnen beschäftigt, ist einer der bekanntesten Eisenbahn-Autoren Österreichs. Vor allem als Herausgeber der Reihe “Bahn im Bild” machte er sich einen Namen.

In seinem neuesten Eisenbahnbuch “Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlber”, erschienen 2022 in der Edition Winkler-Hermaden, dokumentiert Perter Wegenstein die Eisenbahngeschichte der beiden westlichen Bundesländer Tirol und Vorarlberg in Wort und Bild. Neben eigenem Fotomaterial spenden namhafte Eisenbahnfotographen aus der Region eindrucksvolle Fotos, wobei es löblich ist, auch die Gegenwart wie die neue Unterinntalbahn oder das Projekt Brennerbasistunnel (BBT) mit einzubeziehen.

Eröffnungsfahrt Unterinntalbahn Tunnel
Eröffnungsfahrt Unterinntalbahn (Foto Archiv DEEF)

Nach einer kurzen Einleitung, wo auf die “Eisenbahnwerdung” der beiden Bundesländer hingewiesen wird (Tirol 1858 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Kufstein-Innsbruck, Unterinntalbahn; Vorarlberg 1872 Eröffnung Vorarlbergbahn Bludenz – Lochau/Hörbranz) werden die Eisenbahnstrecken in Wort und Bild wie folgt vorgestellt:

  • Die Hauptbahnen in Tirol (Seite 11 ff)
  • Die Hauptbahn zwischen Tirol und Vorarlberg (Seite 40 ff)
  • Die Hauptbahnen in Vorarlberg (Seite 53 ff)
  • Die Nebenbahnen in Tirol (Seite 66 ff)
  • Die Nebenbahnen in Vorarlberg (Seite 101 ff)
  • Die Straßenbahnen (Innsbruck und Dornbirn-Lustenau) (Seite 113 ff)
Talent S-Bahn Vorarlberg Station Riedenburg
S-Bahn Vorarlberg, ein Erfolgsmodell (Foto Archiv DEEF/Dr. Michael Populorum)

Das Titelcover  zeigt das Wahrzeichen der Arlbergbahn, die Trisannabrücke mit dem Schloss Wiesberg und einem talwärts fahrenden Güterzug, nachgeschoben von der “Berglok” 1020 039.

Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlberg. Zur Eisenbahngeschichte der beiden Länder.  Von Peter Wegenstein. Edition Winkler-Hermaden, Schleinbach 2022. Hardcover, 132 Seiten mit über 100 historischen Abbildungen. ISBN 978-3-9505166-2-3. UVP 24,90.- Euro.

Rezension Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlberg
Peter Wegenstein Cover Wege aus Eisen in Tirol und Vorarlberg

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Der Verlag Edition Winkler-Hermaden >>>

DEEF-Doku Arlbergbahn >>>

DEEF-Doku Vorarlbergbahn >>>

DEEF-Doku Brennerbahn >>>

DEEF-Doku Unterinntalbahn >>>

DEEF-Doku Salzburg-Tiroler Bahn >>>


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Erstmals Online publiziert: 7. Jänner 2023; Letzte Ergänzung: 07.01.2023

Rezension Eisenbahnen im Weinviertel

Rezension: Eisenbahnen im Weinviertel. Von den 1970er-Jahren bis heute

Das Land Niederösterreich war einst ein mit Nebenbahnen (besser: Regionalbahnen) gesegnetes Land. Vor allem das Weinviertel hatte zahlreiche teils bis auf die Anfangsjahre der Eisenbahn in Österreich zurückreichende Regionalbahnstrecke. Der Konkurrenz durch den aufstrebenden Individualverkehr, der durch die Werbung suggerierten unbegrenzten Freiheit durch das Automobil, begegnete man seitens der Verkehrspolitik und der Staatsbahn ÖBB leider nicht durch eine Modernisierungsoffensive, durch bessere und zeitgemäßere Angebote, sondern man wirtschaftete die Linien sukzessive bis zur Unbefahrbarkeit ab, um sie dann stillzulegen. Und bis heute hat man wenig dazugelernt, erfolgte doch die letzte Strecken-Stilllegung erst im Dezember 2019 und seither die letzten Reste des Schweinbarther Kreuzes durch Autobusse bedient werden.

Jenbacher 5047 Diesel Triebwagen Groß Schweinbarth Weinviertel
Jenbacher-Triebwagen BR 5047 im Weinviertler Eisenbahnknoten Groß Schweinbarth im letzten Jahr des Betriebs (Archiv DEEF)

Die beiden im Weinviertel lebenden Autoren Karl Zellhofer und Martin Zellhofer – Vater und Sohn – lassen in ihrem herrlichen Bildband ergänzt mit historischen Erläuterungen die letzten Jahrzehnte des Eisenbahnbetriebs im Weinviertel bis zum Niedergang nochmals Revue passieren. Dem vorhandenen eigenen Fotomaterial folgend fokussiert man auf die Zeit ab 1970, also primär der Hochblüte der Dieseltraktion auf den Weinviertler Schienen. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort.

Als Gliederung für das Buch hat man nicht den geographischen Ansatz gewählt, also Strecke für Strecke in Wort und Bild dokumentiert, sondern den zeitlichen Ansatz. Nach einem einleitenden Überblick über die Weinviertler Eisenbahngeschichte (“Die ersten 125 Jahre”) ist das Jahr 1962 der erste Zeitstempel, der Betrachtung findet – die Wiener Schnellbahn erreicht unter Strom in den Bahnhöfen Stockerau und Gänserndorf das Weinviertel.

Ende 1976 fuhren im Weinviertel die letzten Dampfloks, danach folgte die Hochzeit der Diesellokomotiven, insbesondere der Reihen 2143 und 2050, und zahlreicher Dieseltriebwagen wie des legendären Blauen Blitz. Der  “Blaue Blitz” mit ET 5145 und Steuerwagen 6645 ziert auch das Frontcover des Buches, wo er im Bahnhof Würnitz-Hetzmannsdorf im Rahmen einer Zugkreuzung auf der Fahrt nach Korneuburg zu sehen ist. Auf diesem im Regelverkehr längst stillgelegtem Abschnitt verkehrt heute der touristische Zug “Nostalgie-Express Leiser Berge”.

Eisenbahnen im Weinviertel. Von den 1970er-Jahren bis heute. Von Karl Zellhofer und Martin Zellhofer. Edition Winkler-Hermaden, Schleinbach 2022. Hardcover, 132 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. ISBN 978-3-9505166-0-9. UVP 24,90.- Euro.


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Der Verlag Edition Winkler-Hermaden >>>

DEEF-Doku Laaer Ostbahn >>>

DEEF-Doku Stammersdorfer Lokalbahn Teil 1 >>>

DEEF-Doku Stammersdorfer Lokalbahn Teil 2 >>>

DEEF-Doku Groß-Schweinbarther Kreuz >>>

DEEF-Doku Lokalbahn Gänserndorf-Mistelbach >>>


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Erstmals Online publiziert: 6. Jänner 2023; Letzte Ergänzung: 06.01.2023

Didis Bahnhofs-Restaurant Zur Schiene

Immer eine Einkehr wert – Didis Bahnhofs-Restaurant “Zur Schiene” in Bleiburg

Eigentlich war es ein eher wehmütiger Anlass, die Jauntalbahn am 9. Dezember 2022 zu besuchen, es war nämlich der vorletzte Betriebstag dieser erst 1962 eröffneten Bahnstrecke. Ab Ende 2023 erfolgt der Verkehr über die Koralmbahn, Bleiburg bleibt mittels der Bleiburger Schleife ans Eisenbahnnetz angebunden, ganz im Unterschied zu St. Paul im Lavanttal, wo man dann von der Stadt mehrere Kilometer mit dem Bus zum neu errichteten Bf Lavanttal an der Koralmbahn anreisen muss.

Bahnhofsrestaurant Didi Zur Schiene Bleiburg Kärnten Eisenbahn
So stellt man sich einen gemütlichen Dorf/Stadt-Treff vor, wo man auch noch gut und günstig essen und trinken kann

Zum Anlass hatte auch das Wetter gepasst, nasskalt und windig. Aber dennoch erfolgreich was Fotos und Videoclips betrifft. Und vor der Heimfahrt nach Salzburg gönnte ich mir noch eine Stunde Aufenhalt im Bahnhof Bleiburg Stadt, denn dort findet man immer noch ein sehr gutes und gut gehendes Bahnhofsresti, Didis Bahnhofsresti “Zur Schiene”.

Das Etablissement, das ich vor einigen Jahren im Sommer besucht hatte, war gut gefüllt, fröhlich zechende und plaudernde Einheimische prägten die Szene. Und Didi hatte noch ein Menü von Mittag über. Es gab Griesbockerlsuppe selbstgemacht und dann ein wirklich exzellentes weichgedünstetes Rindfleisch mit Bratkartoffeln und Semmel- und Apfelkren. Dazu gegen den Durst vorab ein Puntigamer vom Fass, danach ein roter Spritzer. Zum Abschluss gab es noch ein paar Kekse gratis dazu.

Bahnhofsrestaurant Didi Zur Schiene Bleiburg Kärnten Eisenbahn
Man schmeckte es ist selbstgemacht, herrlich das Fleisch und die Beilagen, man wurde mehr als satt und es war günstig

Auch wenn bis Dezember 2023 nun SEV herrscht – die nahe Jauntalbrücke muss erneuert werden – so hat Didis Bahnhofresti “Zur Schiene” weiterhin geöffnet und wird seine wichtige Labungsfunktion für jung und alt bestens erfüllen. Möge es solch wohltuende Orte noch ewig geben!

Bahnhofsrestaurant Didi Zur Schiene Bleiburg Kärnten Eisenbahn
Adventkranz a la Didi bzw. Puntigamer 🙂

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DEEF-Spezial “Bahnhofswirtschaften in Österreich >>>

DEEF-Doku Jauntalbahn >>>


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Erstmals Online publiziert: 31. Dezember 2022; Letzte Ergänzung / page last modified: 31.12.2022

ÖBB Probleme ohne Ende

ÖBB Probleme ohne Ende, Manager auf Tauchstation

Demokratielok Loktaufe CEO Andreas Matthä
Bei einer Loktaufe (hier “Demokratie-Lok”) macht es natürlich Spass im Rampenlicht zu stehen. Wichtig wäre es aber besonders auch dann, wenn es nicht so läuft (ganz links CEO Matthä)

Nachdem wir vor Kurzem die ÖBB-Pressemitteilung zum Fahrplanwechsel 2022/23 publiziert haben, wo ja wie jeder Jahr das Unternehmen und deren Manager in den höchsten Tönen gelobt werden, gilt es nun daran anschließend die tatsächlichen Verhältnisse auf Österreichs Schienen vor allem aus Fahrgastsicht zu betrachten, wodurch sich teilweise ein diametral anderes Resümee über den Zustand der Österreichischen (Bundes-) Bahnen ergibt. Über die zahlreichen und leider immer noch nicht abgestellten Misstände bei den ÖBB haben wir mehrmals berichtet und zuletzt war die Misstände derart unübersehbar, dass sogar zahlreiche Mainstream-Medien (Tagespresse) davon berichtet haben.

Als erstes sei gesagt, dass es uns auch lieber wäre, von positiven Entwicklungen berichten zu können, aber als freier  Journalist und Publizist, der nicht wie viele Kollegen zum Lohnschreiberling abgesunken ist, habe ich die verdammte Pflicht, die Dinge beim Namen zu nennen, das Gute gut und das Schlechte schlecht zu nennen. Denn nur so ist kann Besserung einkehren.

Weiters ist zu betonen, dass überall wo gearbeitet wird Fehler passieren können, aber die Fehler sollten nicht dauernd wiederholt werden und professionelle Leader/Manager müssen die Größe haben, zu den Fehlern zu stehen und sich für die Fehler zu entschuldigen. Das vermisst man bei den ÖBB-Managern total – diese sind “Schönwetter-Manager” und leben in einer eigenen Blase, so sie sich Alles schönreden. Alles ist super und toll, man gibt sich divers, tolerant und natürlich politisch korrekt und am liebsten würde man wohl alle Railjets in Regenbogenfarben anmalen. Aber gleichzeitig schafft man es seit Jahren nicht, die Fenster beim Railjet zu säubern, die sind saudreckig, grindig, direkt abstossend.

ÖBB schmutzig Dreck Fenster Railjet
ÖBB laufend dreckige Fenster

Ja, wir haben zu wenig Railjetgarnituren, keine Reserven an Wagenmaterial, die letzten Intercity-Waggons hat man in der Ära Kern lieber billig verscherbelt als damit eine Reserve zu bilden, wie man eigentlich als Betriebswirtschaftsstudent im 1. Semester lernen würde. Aber – und das ist das Verurteilenswerte – anstatt dass die ÖBB-Manager diese Probleme ansprechen würden und sich bei den Fahrgästen entschuldigen (auch in Form von Gutscheinen), Fehler in der Planung zugeben würden (man hat eindeutig zu spät neues Material bestellt), geht man einfach auf Tauchstation und oftmals wird auch noch der Fahrgast als der Schuldige an den Pranger gestellt, weil er ja nicht reserviert hat. Nur wenn es aufgrund des Wagenmangels nichts zum Reservieren gibt, was dann?? Wenn man reserviert hat aber die komplette Railjet-Garnitur, in der man reserviert hat, einfach nicht kommt weil ausgefallen? Und das passiert immer öfter, immer mehr häufen sich Verspätungen, Ausfälle und in Extremfällen werden auch immer öfter ganze Züge wegen Überfüllung mit polizeilicher Unterstützung  zwangsgeräumt.

Wenn dann immer öfter Beschwerden kommen, selbst die Medien davon berichten, da meldet sich kein ÖBB-Manager zu Wort, da schickt man lieber einen Pressesprecher vor, der dann mittels vorgefertigter Textbausteine die Botschaft verbreitet, es sei ja gar nicht so schlimm und man sei ohnehin das Bahnland Nummer 1 in der EU. Was natürlich auch heißen könnte, die Österreicher sind hart im Nehmen wenn es ums Bahnfahren geht. Wenn allerdings eine Gelegenheit zur Selbstdarstellung und zur Selbstbelobigung möglich ist, dann taucht man wieder auf und dann wird auch schon mal eine Railjetgarnitur trotz eklatantem Wagenmangel im Inland an die Ukrainische Grenze geführt, offenbar nur um ein paar Fotos zu schießen, welche die Gutmenschlichkeit und die political correctness der Manager unterstreichen sollte.


Fazit

Die Misstände bei den ÖBB und damit dem Management sind mehrfach auf diesen Webseiten aber auch anderswo genannt worden, darüber möchte ich mich nicht weiter äußern aber dennoch auch im Neuen Jahr die Probleme bei meiner Fahrten in Form eines Tagebuches dokumentieren. Und man braucht ja weiters nur bspw. auf die ÖBB-Facebookseite zu navigieren um zu sehen, was die Fahrgäste dort massenweise in Wut bis hin zur Verzweiflung bringt im Geschäftsgebaren mit den ÖBB.

Ich wünsche mir allerdings im Namen der zahllosen frustrierten Fahrgäste und unserer Leserschaft für das Neue Jahr 2023 von Euch liebe ÖBB-Manager – angefangen bei der Holding mit CEO Andreas Matthä an der Spitze, bei der Personenverkehrs AG mit den Vorständen Sabine Stock, Heinz Freunschlag und Klaus Garstenauer, der ÖBB Infra mit den Vorständen Silvia Angelo, Judith Engel und Johann Pluy sowie der ÖBB Immobilien GmbH mit den beiden GF Claudia Brey und Erich Pirkl – dass ihr endlich Manns- bzw. Frau genug seid, dass Ihr Euch auch höchstselbst öfter mal vor die Kamera oder das Mikro schwingt, um Euch für die zahllosen Probleme bei den zahlenden Fahrgästen zu entschuldigen. Ich bin mir sicher, das würde gar nicht so schlecht ankommen und auch die Wut vieler Fahrgäste doch etwas dämpfen! In diesem Sinne ein

Prosit 2023 🙂


Links

Webseite ÖBB Konzern >>>

DEEF Kategorie Fahrgastvertretung, Beschwerden, Qualitätssicherung >>>

DEEF-Blog: Brief ans Christkindl – Liebes Christkindl, lass die ÖBB ihre Züge putzen! >>>

DEEF: Eingegangene Beschwerden über die ÖBB an uns (Auszug) >>>


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Erstmals Online publiziert: 30. Dezember 2022; Letzte Ergänzung / page last modified: 30.12.2022

Obus Salzburg Probleme am laufenden Band

Obus Salzburg – und kein Ende der Probleme

Obus Salzburg
Obus Salzburg Wende in Salzburg Süd

Der Salzburger Obus ist in der Stadt seit 1940 – damals wurde der Obus anstelle der Straßenbahn eingeführt – das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs in der Stadt Salzburg und bei seinen Nutzern großteils sehr beliebt. Allerdings läuft schon seit einigen Jahren Vieles nicht mehr rund und die Probleme häufen sich und die zahlende Kundschaft – Fahrgäste genannt – wird immer öfter mit einer suboptimalen Performance konfrontiert und die Geduld auf eine harte Probe gestellt.

Folgende Probleme vermiesen den Fahrgästen die Fahrt mit ihrem Obus:

Statt 5 Obusse pro Stunde und Linie verkehren nur 4, also statt 10 Minuten-Takt ein Viertelstundentakt und das macht sich negativ bemerkbar, indem selbst außerhalb der Hauptverkehrszeit die Fahrzeuge proppenvoll sind und Sitzplätze Mangelware. So kann man keine bisherigen Autofahrer als Neukunden gewinnen.

Da rächt es sich, dass man trotz zweimaligem Probebetrieb, der dann positiv bewertet wurde, keine Doppelgelenk-Obusse angeschafft hat. Da kann man nur neidvoll nach Linz blicken, die haben einmal getestet, evaluiert und die Doppelgelenker (Van Hool) dann gekauft haben. In Salzburg außer Spesen nix gewesen 🙁

Obus Salzburg Doppelgelenker
Doppelgelenker von Hess bei Probefahrten auf der Linie 3 in Salzburg beim Forumkaufhaus am Bahnhof

Man fährt nur alle 15 Minuten statt alle 10 Minuten, weil man Personalprobleme hat. Vor allem Krankenstände sollen es laut Medienberichten sein, die zu einer Ausdünnung des Fahrplans führen. Das führt natürlich zur Frage, warum sind plötzlich so viele Obusfahrer krank? Steht es eventuell schon so schlecht um die Volksgesundheit oder sind viele Busfahrer schon so frustriert von ihrem Arbeitgeber Salzburg AG, dass man beim leichtesten Husten in den Krankenstand flüchtet oder gar einfach blau macht?

Zusätzlich zur Ausdünnung des Fahrplans verkehren auf der Obuslinie 9 nun wieder Dieselbusse anstatt Obusse. Na wenn das nicht peinlich ist!

Bis zur Auflösung des Fahrgastbeirats beim Obus (Salzburg AG) im Jahr 2022 war der Autor dieser Zeilen über Jahre Mitglied des selbigen und da hört man durch seine Kontakte so das eine oder andere, bspw. um das schlechte Betriebsklima bei der Verkehrssparte der Salzburg AG, Fehlen von Führungspersönlichkeiten, von Leadership, von Kompetenzen und vom mangelnden Herzblut der aktuellen Managerriege.

Ein Unding ist auch, dass die Verkehrssparte offenkundig als lästiges, kostenverursachendes Anhängsel an die sonstigen Cash-Cows der Salzburg AG (Energie, Telekommunikation) gesehen wird, welche den Managern Boni kostet und wenig Prestige bringt. Diesbezüglich gibt es ja auch schon Beschlüsse, die Verkehrssparte aus der Salzburg AG auszugliedern, damit die Eigentümervertreter Stadt und Land Salzburg direkter und fahrgastbezogener auf die Entwicklung und Qualität des Nahverkehrs in Salzburg Einfluss nehmen können.

Ach ja, da wäre noch so ein Unding, ein Relikt aus dem Jahre 1999!! Damals wurde nämlich ein so genannter “Kilometer-Deckel” beschlossen und seither nicht mehr nachjustiert. Dh. während die Stadt und der Speckgürtel drum rum bevölkerungsmäßig deutlich gewachsen sind und neue Linien bzw. Verlängerungen entstanden sind, werden aktuell 2022 in Summe pro Jahr nicht mehr gefahrene Kilometer abgegolten als im Jahr 1999! So kommt es, dass laufend eingespart werden muss, vor allem durch Ausdünnung des Fahrplans am Wochenende und zu Tagesrandzeiten – bspw. am Sonntag nur Halbstundentakt bis 9 Uhr vormittags!

Dazu kommen last not least natürlich die zahlreichen sonstigen Mängel, wie keine oder minderwertige Haltestellengebäude, mangelhafte oder gar fehlende Abfahrtszeiten in Echtzeit an den Haltestellen, kaum vorhandene Fahrkartenautomaten im Bus oder an allen! Haltestellen und von Barrierefreiheit ist dank fehlender “Bahnsteige” überhaupt noch nicht zu reden (siehe dazu: DEEF Blog https://www.dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org/blog/deefblog2014_obus_salzburg_investitionen.htm)

Und was ist eigentlich mit der großzügigeren Remise (Betriebshof) geworden?? Das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs wurde präsentiert um dann wohl nach guter Salzburger Tradition still und heimlich wieder versenkt zu werden 🙁

Obus Salzburg Neue Garage Siegerprojekt
Ja wo ist sie denn geblieben die neue versprochene und auch prämierte Remise??

Die Zeit des Jahreswechsels ist ja meist eine Zeit des Reflektierens und der Vorschau auf das kommende Jahr – reflektiert wurde vorhin, zu wünschen für 2023 und darüber hinaus ist, dass der Obus und auch das Autobussystem hinkünftig professionell im Sinne der Fahrgäste ausgebaut und betrieben wird. Nur so können neue Kunden gewonnen und bestehende gebunden werden!


Links

Salzburg AG Obus / Verkehr >>>

DEEF-Doku Der Salzburger Obus >>>

Defizite beim Salzburger Obus – gebt dem Obus mehr Geld >>>

Salzburg: Erfolgreiche Österreich-Premiere lighTram 3 (Doppelgelenk-Obus) >>>


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 29. Dezember 2022; Letzte Ergänzung / page last modified: 29.12.2022

ÖBB Fahrplan 2023

ÖBB Fahrplanwechsel 2022/2023

Wie jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember wird europaweit der Fahrplan gewechselt, so auch beim größten Mobilitätsanbieter Österreichs, den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Neue Verbindungen kommen, alte (auch bewährte) verschwinden, national wie international, neues Rollmaterial kommt und meist auch neue Preise (die gehen meist nach oben).

Nachfolgend (unkommentiert) die vollständige Presseaussendung der ÖBB, welche unsere Redaktion erreichte.


ÖBB starten ins neue Fahrplanjahr

• Neuer Fahrplan ab 11.12.2022 gültig
• Zusätzliche Verbindungen im Nah- und Fernverkehr
• Start für neue Nightjet-Destinationen

(Wien, 08. Dezember 2022) – Am kommenden Sonntag dem 11. Dezember 2022 tritt europaweit der neue Fahrplan in Kraft. Die ÖBB bieten neue attraktive Destinationen am Tag und in der Nacht – national wie auch international. Im Nah- und Fernverkehr bringen zusätzlichen Verbindungen einen dichteren Takt und verbessern das Angebot für Pendler:innen. Zusätzlich wird das Angebot zu touristischen Zielen ausgebaut.


Neue attraktive Destinationen in Österreich und Europa

Die ÖBB verbinden Europa klimafreundlich über Nacht und bauen dafür auch im neuen Fahrplanjahr das Nachtzugnetz konsequent aus. Ab Fahrplanwechsel geht es mit dem Nightjet von Wien und München aus an die italienische Riviera. NJ 233 und NJ 40295 werden dafür von Mailand aus verlängert und fahren künftig täglich bis nach Genua und weiter nach La Spezia.

Stuttgart wird neu ans Nightjet-Netz angebunden: Künftig fährt der NJ 237 von Stuttgart über München nach Venedig. Die EuroNight-Züge von Budapest, Zagreb und Rijeka fahren ab Fahrplanwechsel auch neu verlängert bis nach Baden-Württemberg.

Die beliebte EuroNight Verbindung Wien – Graz – Split wird 2023 ausgeweitet und bringt Urlaubsreisende schon ab Anfang Mai bis in den Oktober an die kroatische Adriaküste – nun sogar dreimal pro Woche.
Auch beim Tagverkehr setzen die ÖBB einen Fokus auf touristische Verbindungen. Die direkte IC-Verbindung (IC 1018/1019) von Wien ins Salzkammergut nach Bad Ischl, Hallstatt und Stainach-Irdning wird künftig täglich angeboten. Am Wochenende gibt es mit dem D 1014/1015 eine neue direkte Zugverbindung Wien – Schladming – Bischofshofen, die über das Gesäuse führt. Auch einige österreichische Landeshauptstädte werden am Wochenende mit neuen Früh- und Spätverbindungen noch besser vernetzt.

Intercity Salzkammergut Bad Aussee
Den täglichen Intercity von Wien und Linz ins Salzkammergut gab es jahrelang. Dann nur mehr am Wochenende im Einsatz fährt dieser so wichtige Zug nun endlich wieder täglich (Foto DEEF/Dr. Michael Populorum, 19.8.2010)

Neu im Fahrplan ist auch eine Direktverbindung vom Wiener Franz-Josefs-Bahnhof über das Waldviertel und Südböhmen direkt und ohne Umstieg nach Prag. Von Montag bis Freitag wird diese Verbindung einmal täglich, an Wochenenden sogar zweimal täglich angeboten.


Verbesserungen im Nah- und Fernverkehr

Auch national wird das Angebot umfassend ausgebaut. Auf der Südstrecke ermöglichen zwei zusätzliche Zugpaare zwischen Wien und Villach einen Stundentakt von/nach Kärnten zur Hauptverkehrszeit. Der Intercitybus Graz – Klagenfurt erhält eine Taktverdichtung zu stark frequentierten Zeiten.

Auf der Strecke Graz – Linz wird mit Fahrplanwechsel ein zusätzliches IC-Zugpaar (IC 501/602) fahren. Auch von Salzburg nach Graz hält der neue Fahrplan mit dem IC 615 eine neue tägliche Abendverbindung bereit.

Neue Früh- und Abendverbindungen erwarten die Reisenden außerdem auf der Weststrecke: Ein neue RJ-Verbindung (RJ 824) bringt beispielsweise um 00:28 Uhr Kulturliebhaber:innen nach dem Konzert- oder Theaterbesuch von Wien retour nach Linz. Verlängerungen von RJ-Verbindungen machen Salzburg und Tirol in der Früh von Oberösterreich aus noch besser erreichbar oder bringen Flugreisende ab Salzburg morgens noch früher zum Flughafen Wien.

Im Nah- und Regionalverkehr können sich die Pendler:innen über weitere Angebotsverbesserungen freuen – insbesondere auf diverse Taktverdichtungen und zusätzliche Verbindungen im Früh- und Abendverkehr. Im neuen Fahrplanjahr ergibt sich für unsere Kund:innen ein Plus von rund 1,3 Millionen Angebotskilometern im Nah- und Regionalverkehr.


Moderne Zugflotte im Einsatz

Im Fahrplanjahr 2022/23 erwartet die Kund:innen nicht nur neue Destinationen und Verbindungen, sondern auch neue moderne Züge. Die ersten Cityjet Desiro ML-Züge für Vorarlberg werden bereits jetzt zum Fahrplanwechsel eingesetzt und in Tirol gehen die ersten neuen Cityjets ab August 2023 auf Schiene.

Aktuell sind zudem die Railjets und Nightjets der neuen Generation in Produktion. Ende Sommer 2023 sollen schon die ersten neuen Nightjets Richtung Italien in Einsatz gehen und im Dezember 2023 werden die ersten Railjets der neuen Generation für noch moderneres Reisen sorgen.

railjet wien hauptbahnhof eisenbahn österreich
Neue Railjet-Garnituren werden dringend benötigt, aktuell hat man zu wenig Garnituren und keine Reserven

Mehrwehrtsteuer für internationale Tickets entfällt für den österreichischen Abschnitt

Mit 1. Jänner 2023 gibt es eine wesentliche Neuerung für Tickets im internationalen Fernverkehr: Die Mehrwehrtsteuer für internationale Tickets fällt für den österreichischen Streckenteil weg. Die Tickets werden in Folge für Kund:innen günstiger.

ÖBB Tickets sind am Smartphone per ÖBB App, im Internet unter tickets.oebb.at, an den ÖBB Ticketautomaten und Ticketschaltern in den Bahnhöfen, beim ÖBB Kund:innenservice unter 05-1717 sowie bei externen Vertriebspartnern, wie etwa ausgewählten Tabaktrafik-Filialen in Österreich, Reisebüros, Tourismusverbänden und sonstigen Partnern der ÖBB im In- und Ausland erhältlich.

Informationen zum neuen Fahrplan und zur Buchung erhalten Reisende außerdem unter oebb.at und beim ÖBB Kund:innenservice unter 05-1717.


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 24. Dezember 2022; Letzte Ergänzung / page last modified: 24.12.2022