Mariazellerbahn Bistro Laubenbachmühle

Bistro Laubenbachmühle der NÖVOG – Mariazellerbahn mit gastronomischem Hotspot

Der spacig anmutende Holz-Glas-Kiosk des Buffets im Betriebszentrum Laubenbachmühle

Während vielerorts in Österreich Bahnhofsrestaurants und Buffets vom Aussterben bedroht sind oder schon dicht gemacht wurden, gibt es auch erfreulicheres zu berichten, nämlich dass Bahnhofsgaststätten als Serviceleistung für die Fahrgäste sowie die örtliche Bevölkerung neu geschaffen und diese auch angenommen werden.

Im neuen, 2013 fertiggestellten Betriebszentrum der Mariazellerbahn im Bahnhof Laubenbachmühle (Gemeinde Frankenfels), großzügig geplant und in ansprechender Architektur ausgeführt, gibt es nicht nur Büros, Betriebsführung, Remise und Werkstätten der NÖVOG (Niederösterreich Bahnen) sondern auch ein Bistro, das täglich ohne Ruhetag zu einem Einkehrschwung verleitet. Neben dem Personal der Mariazellerbahn, welches das Bistro als Betriebsgaststätte gerne nutzt, sind es auch Fahrgäste sowie Touristen und Einheimische, die das Bistro zwischenzeitlich zu schätzen wissen.

Der regional verfügbare Baustoff Holz erzeugt eine angenehme Atmosphäre

Denn das freundliche Personal bietet 7 Tage die Woche ein 2-gängiges Menü („Mariazeller Doppelgleis“) zum aktuell wohlfeilen Preis von 7,50 Euro an und das wird frisch zubereitet, also sehr zur Freude der Gäste keine Convenience-Küche aus der Mikrowelle. Nach einer tadellosen Nudelsuppe wurde mir letzten Sonntag gebackenes Gemüse mit Sauce Tartare serviert, dazu ein durstlöschender Pielachtaler Most. Nach einer wirklich auf der Zunge zergehenden leckeren Malakofftorte mit extra Schlag nahm ich zum Abschluss noch eine original Medizin aus dem Pielachtal, einen Dirndlschnaps.

Auf der Karte findet sicher jeder etwas für seinen Geschmack, vom Fleischtiger (Schnitzel mit Fritten unter der Bezeichnung „Nixhöhlenteller“), Veganerin (Karotten-Zucchini-Laibchen, diverse Salate und Sandwiches) bis zu den Kids mit kleinem Schnitzel mit Fritten „Mini-Waggon“ oder „Mini-Gleis“ (Spaghetti Bolognese).

Bis 11 Uhr kann man auch unter verschiedenen Frühstücksvariationen wählen.

Als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen fand ich im Bistro-Shop natürlich auch noch etwas Passendes und zwar eine Dirndl-Marmelade sowie ein Dirndl-Chutney, also die berühmte und hier beheimatete Kornelkirsche in veredelter Form.

Der Innenraum ist loungeartig gestaltet, man sitzt bequem in einer modernen aber dennoch gemütlichen, chilligen Umgebung.

Die Buffet-Lounge

Auch draußen kann man sitzen so es das Wetter zulässt, Sonnenschirme stehen bereit.

Unter den Sonnenschirmen am Bahnsteig hat man besten Blick aufs Betriebsgeschehen

Das Personal ist flink und freundlich und da bei der NÖVOG angestellt auch noch mit Zusatzaufgaben betraut, nämlich der Bewirtung der Züge der Mariazellerbahn, also Speisewagen beim Ötscherbär und 1. Klasse Panoramawaggon, letztgenannte angehängt an die Himmelstreppe bei ausgewählten Kursen.

Panoramawaggon der Niederösterreich Bahnen im Endbahnhof Mariazell, gebaut von den Schweizer Profis von Stadler Rail (Bussnang, Kanton Thurgau)

Fazit: Es ist erfreulich, dass nach dem Massensterben der Bahnhofsgastronomie in Österreich auch wieder da und dort neue gastronomische Hotspots entlang der Schienen zum Leben erweckt werden. Das Bistro in Laubenbachmühle ist allemal einen Einkehrschwung wert und es ist zu wünschen, dass das Gebotene dort auch das Wohlwohlen und die Würdigung durch die  Gäste erfährt!

Immer einen Einkehrschwung wert – das Bistro Laubenbachmühle

Links:

Bistro Laubenbachmühle (mit Speisekarten) >>>

Webseite Mariazellerbahn (Niederösterreich Bahnen) >>>

DEEF-Doku Mariazellerbahn >>>

DEEF-Übersicht Bahnhofsrestaurationen in Österreich >>>


Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 7. September 2020; Letzte Ergänzung: 8.9.2020