S-Bahn in Salzburg

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S-Bahnen in Österreich: Teil 2 Die S-Bahn Salzburg

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 30. Juli 2021; Letzte Ergänzung: –

Taurachbahn Lungau

Neu bei DEEF Online

Die Taurachbahn – im Nostalgiezug durch den Lungau

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 28. Juli 2021; Letzte Ergänzung: –

Pro Obus Salzburg

Pro Obus Salzburg – Wertvolle Exponate in Gefahr

Das Flaggschiff von Pro Obus Salzburg, Obus 123: Uerdingen Henschel ÜHIIIs (Soloobus, mit Schaffnersitz) ex. Solingen 40 – Leihgabe, Baujahr 1957. Vom Hanuschplatz kommend überquerte der Obus gerade die Staatsbrücke und wird danach die Haltestelle Makartplatz (vormals Platz Linzergasse) erreichen (25. Juli 2008)

„Ein Unternehmen, das seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft“

Dieser Spruch ist mir vom Hochschullehrgang „General Management“ in Erinnerung geblieben, den ich vor Jahrzehnten an der Universität Salzburg („Summer Session am Attersee“) absolviert hatte.

Schaut man sich erfolgreiche Automobilfirmen an, so merkt man sofort, dass diese diesen Spruch verinnerlicht haben und ihre Unternehmensgeschichte, ihre Marken, hegen und pflegen. In stylischen bis pompösen Automobilmuseen wird die Firmengeschichte zelebriert und möglichst lückenlos alle je produzierten Modelle auf Hochglanz poliert, der Nachwelt präsentiert. BMW in München, Porsche und Daimler in Stuttgart oder Audi in Ingolstadt haben edle Gebäude erschaffen, um ihren historischen Schatz zu beherbergen und zu präsentieren.

Daimler Benz Museum Stuttgart (Februar 2018)

Neben diversen Verkehrsmuseen präsentieren auch zahlreiche Betreiber des Öffentlichen Verkehrs in den Städten und Gemeinden ihre Unternehmensgeschichte, ihre Dienstleistung für die Kommunen in Form von historischen Fahrzeugen wie Straßenbahnen, Autobussen, Obussen oder sonstigen Fahrzeugen und Gerätschaften. Nach dem Grundsatz, dass ein Museum auch möglichst lebendig und authentisch sein soll, kommen diese historisch wertvollen Oldtimer vielerorts auch im Rahmen von Sonderfahrten zum Einsatz, was sich bei jung und alt großer Beliebtheit erfreut.

Salzburg, die Obushauptstadt Europas, hat zwar bis dato kein Museum für die Obusse und Autobusse, aber der im Jahr 2002 gegründete Verein Pro Obus Salzburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, historische Fahrzeuge vor der Schrottpresse zu retten, zu restaurieren und der Nachwelt zu bewahren. Durch engagierte ehrenamtliche Tätigkeit konnte so ein kleiner historischer Fuhrpark entstehen und einige weitere Fahrzeuge sind in Aufarbeitung. Bis dato war der Verein mit seinen historischen Fahrzeugen – wie es auch in anderen Städten üblich ist – örtlich und logistisch bei den kommunalen Verkehrsbetrieben angesiedelt, in Salzburg in der Zentralgarage in der Alpenstraße angesiedelt. Diese sollte ja zum Autobahnknoten Salzburg Mitte übersiedeln, es gab auch schon ein Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs, aber Salzburg wäre nicht Salzburg wenn daraus etwas geworden wäre.

Das prämierte aber nicht umgesetzte Siegerprojekt für die neue Obusgarage Knoten Salzburg Mitte (Foto 7.2.2018)

Und plötzlich kommt im Frühjahr 2021 vom Betreiber des Salzburger Obus, dem Energiekonzern Salzburg AG, bei dem die Verkehrssparte als ungeliebtes Anhängsel mitläuft, die Ansage, man habe für die historischen Fahrzeuge keinen Platz mehr in der Zentralgarage, sie müssen weg.

Das ist offenbar der Dank dafür, dass der rührige Verein Pro Obus Salzburg vor 3 Jahren mit seinen historischen Fahrzeugen dem Obusbetreiber, der Salzburg AG, im Regelbetrieb über Wochen ausgeholfen hat, da durch offensichtliches Missmanagement des Betreibers die Obusflotte nicht mehr voll einsatzfähig war.

Trotz politischer Interventionen für den Verbleib des historischen Erbes in der Garage Alpenstraße, u.a. durch Verkehrslandesrat Schnöll, bleibt das Management der Salzburg AG (Vorstand ist Leonhard Schitter) bei der Delogierung seiner Unternehmensgeschichte, offenbar koste es was es wolle, dh. auch wenn die Sammlung zerstört werden sollte.

Sollte nicht ein Wunder – sprich ein Ordnungsruf seitens des Eigentümers (Land und Stadt Salzburg) – erfolgen, so ist der Verein ab August/September obdachlos. Wie zu hören ist, gibt es eine Notlösung, wenngleich nicht gerade eine optimale – die Fahrzeuge sollen in eine Halle in Grödig verfrachtet werden, allerdings hat man von dort bis zum nächsten Fahrdraht in der Birkensiedlung ca. 3 km zu überwinden, nicht optimal für spontane Nostalgiefahrten und auch nicht, um ggf. einer wieder mal nicht einsatzklaren Obusflotte zu Hilfe zu eilen. Der verlängerte 5er bis Grödig/St. Leonhard fährt ja ab der Birkensiedlung mit Batterie. Und Kosten von kolportierten 3.000 Euro pro Monat kommen auch auf den Verein zu – dieses Geld, so vorhanden, wäre sicher besser für die Instandhaltung und weitere Aufarbeitung der Fahrzeuge angelegt!


Fazit

Wie so oft in den letzten Jahren ist einmal mehr das Management der Salzburg AG negativ in der Schlagzeilen der Presse. Aber offenbar ist man dort hart im Nehmen und scheint Alles aussitzen zu wollen. Hier ist nun wirklich die Politik gefordert: Die Verkehrssparte muss schleunigst dem Einfluss- und Machtbereich der Salzburg AG entzogen werden, damit nicht noch mehr Schaden für den Öffentlichen Verkehr in der Stadt Salzburg entsteht. Diese Herauslösung vom Energieriesen und Organisierung in einer eigenständigen Gesellschaft war ja auch seitens der Politik angedacht, wurde aber aus welchen Gründen auch immer aktuell abgesagt, sprich auf die in Österreich seit Maria Theresia so berühmt berüchtigte Lange Bank geschoben. Hier gibt es akuten Handlungsbedarf!


Forderung

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Öffentlichen Verkehrs muss schleunigst die Verkehrssparte von der Salzburg AG und deren Management weg in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert werden. Das historische Erbe, sprich die historischen Fahrzeuge samt den ehrenamtlichen Mitarbeitern, müssen im Umfeld des Verkehrsbetrieb angesiedelt sein und dort nicht nur toleriert sondern auch wertgeschätzt werden! Die Fahrzeugsammlung und das Wirken der Leute von Pro Obus Salzburg sollte auf alle Fälle auch aufgewertet werden durch die Etablierung eines Fahrzeugmuseums (ggf. auch gemeinsam mit dem Autobusbetreiber Albus bzw. der Salzburger Lokalbahn). Also lernen wir doch auch im Öffentlichen Verkehr von den Automobilkonzernen und geben wir dem historischen Erbe des Öffentlichen Verkehrs mehr Raum und Stellenwert. „Glück auf“ für  ein öffentlich zugängliches Verkehrsmuseum in der Stadt Salzburg!


Ergänzende Fotos

Folgende historischen Obusse sind betriebsfähig im Besitz des Vereins:

  1. 109: Steyr STS 11 HU (Soloobus), Baujahr 1989
  2. 123: Uerdingen Henschel ÜHIIIs (Soloobus, mit Schaffnersitz) ex. Solingen 40 – Leihgabe, Baujahr 1957
  3. 178: Gräf & Stift GE 110 M16 (Gelenkobus), Baujahr 1985
  4. 220: Gräf & Sitft GE 112 M16 (Gelenkobus, mit Schaffnersitz) ex Kapfenberg MVG 25, Baujahr 1989
Steyr 109 in der Garage Alpenstraße (3.10.2015)
Uerdinger 123 mit Anhänger Nummer 31 (Baujahr 1940) im Salzburger Messezentrum (18.1.2014)
Obus 176 in der Garage Alpenstraße bricht zu einer Sonderfahrt auf (3.10.2015)
Restaurierungsprojekt: Gräf & Stift EO I (Baujahr 1948, Soloobus). An solche Busse kann ich mich noch gut in meiner Kindheit erinnern (Foto 9.3.2015 in der Garage Alpenstraße)

Links

Webseite Pro Obus Salzburg >>>

DEEF-Beitrag über den Salzburger Obus >>>

DEEF-Kategorie Obus in Europa >>>


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Erstmals Online publiziert: 25. Juli 2021; Letzte Ergänzung: –

Corona Öffentlicher Verkehr ÖBB

Corona und der Öffentliche Verkehr

Seit nunmehr eineinhalb Jahren dominiert das Thema Corona, ein eigentlich harmloses influenzaähnliches Virus, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und auch den Verkehr.

Eine Bestandsaufnahme dazu habe ich bereits im August 2020 verfasst (siehe >>>), an dieser Stelle sei nun kurz aufgelistet, wie die Lage knapp 1 Jahr danach aussieht:

Anm.: Der Beitrag stellt die persönliche Einschätzung des Autors aufgrund seiner Lagebeurteilung dar!

Lage Juli 2021

  • Nach wie vor wird seitens der Politik eher Angst und Panik verbreitet, obwohl die Krankenhäuser und vor allem die Intensivbetten frei von Corona-Kranken sind
  • Die Politik vieler Staaten – vor allem auch hier in Österreich und im angrenzenden Deutschland und der Schweiz – sowie einige Interessenvertretungen und Profiteure der Krise propagieren ein „Testen ohne Ende“ (von gesunden Menschen) und seit Zulassung diverser „Impfstoffe“ auch das „Impfen, Impfen, Impfen“ als das Gelbe vom Ei, als der Weisheit letzter Schluss.
  • Wirksame Medikamente, von denen es zahlreiche gibt, werden nicht beworben, die Forschung an neuen Medikamenten nicht wirklich gefördert
  • Dabei ist keiner der Impfstoffe auf Langzeitfolgen getestet worden und es wird von einer nicht unerheblichen Anzahl an Impfopfern (inkl. Toten) berichtet und das ist auch bei offiziellen Stellen wie der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) mit Sitz in Amsterdam nachlesbar
  • Obwohl die vulnerablen Gruppen (Ältere Menschen, kranke und geschwächte Personen) großteils geimpft wurden und – wenn die Impfung das hält was versprochen wird – somit keine Gefahr mehr für diese Gruppen besteht, wird die Gesellschaft, die Wirtschaft und somit auch der Öffentliche Verkehr bzw. die Nutzer des ÖPNV nach wie vor mit nicht evidenzbasierten Maßnahmen und verfassungs- und gesetzwidrigen Schikanen eingeschüchtert und in der Lebensqualität eingeschränkt
  • So mussten Fahrgäste in Öffis – so wie auch Konsumenten beim Einkaufen – statt einem Mund-Nasen-Schutz monatelang eine dafür völlig ungeeignete FFP2-Maske tragen – wenig Nutzen dafür aber hohes gesundheitliches Gefahrenpotential
  • Aber nicht nur im Fahrzeug musste diese FFP2-Maske getragen werden, sondern auch im Bahnhofsbereich, ja sogar auf offenen Bahnsteigen irgendwo in der Pampa. Sollte die Maske nicht getragen werden so kostet das 40.- Euro Strafe – so zumindest wird man in den ÖBB-Zügen via Bildschirm bedroht

  • Aktuell (24. Juli 2021) muss „nur mehr“ ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden in den Öffis, von der alten Normalität wie es der „Kindkanzler“ der Republik vor kurzem aber noch verkündet hat, ist man damit aber noch weit entfernt
  • Während anderswo (bspw. einzelne Bundesstaaten in den USA wie Florida oder Texas) es sogar verbieten, dass man beim Betreten von Lokalen oder bei Veranstaltungen nach dem aktuellen Gesundheitsstatus gefragt wird bzw. man Dokumente dazu vorweisen muss, wird in der Alpenrepublik nach einer sogenannten 3-G-Regel verfahren! Gewisse Bereiche des Öffentlichen Lebens wie Lokale oder Veranstaltungen dürfen nur betreten werden, wenn man nachweisen kann, dass von einem nur ein „geringes empidemiologisches Risiko“ ausgeht, dh. man geimpft, genesen oder getestet ist. Warum eigentlich? Die vulnerablen Gruppen sind ja geimpft, der Rest der Bevölkerung – vor allem mit intaktem Immunsystem – hat ja kaum was zu befürchten und es liegt daher wohl im Verantwortungsbereich jedes Einzelnen, wie er die Lage einschätzt und wie er sich daher verhält
  • Der Grund ist wohl naheliegend: Mit der Krise kann man Geld, sehr viel Geld verdienen und zwar nicht nur die Pharmamafia und deren Steigbügelhalter. Und es geht natürlich auch um Macht
  • Aber zurück zu den Öffis und den zahlenden Fahrgästen:  Stundenlang im Zug sitzen und eine den Atem erschwerende Maske zu tragen, die verbrauchte Luft wieder einzuatmen, ist nicht nur nicht gesund sondern einfach auch unbequem und unangenehm. Hier habe ich es vermisst, dass die Verkehrsunternehmen – allen voran der größte Mobilitätsanbieter des Landes, die Staatsbahn ÖBB – im Sinne ihrer Fahrgäste gegen diese nicht-evidenzbasierten Maßnahmen protestiert hätten, sich für ihre Fahrgäste eingesetzt hätten. Stattdessen war man – ähnlich wie in der Gastronomie und Hotellerie – einfach blinder Erfüllungsgehilfe des Staates, verlängerter Arm der staatlichen Willkür.
  • Monatelang war das Angebot auf der Westbahnstrecke Salzburg-Wien eingeschränkt, jeder 2. Railjet fiel aus. Als Ersatz konnte man die Züge der Westbahn benutzen und umgekehrt. So gut ich die Westbahn finde, vor allem deren stärkeres Bemühen um die Fahrgäste durch deutlich mehr Personal an Bord zählt dazu aber auch, dass man im Gegensatz zu den extrem verdreckten Fenstern bei den ÖBB bei der Westbahn durchwegs geputzte Fenster vorfindet und die Landschaft mal wieder ordentlich genießen kann, aber ein Fahrt in der Businessklasse mit ordentlichem Freigetränk kann WestbahnPLUS nicht wirklich aufwiegen. Für diese angebotene Minderleistung seitens der ÖBB gab es natürlich wiederum keine Entschädigung
  • Im Gegenteil: Trotz mehrfacher Ankündigung, die Preise 2021 nicht zu erhöhen, zahle ich jetzt für meine Österreichcard wiederum 10 Euro mehr pro Monat und komme in Summe auf 3.000 Euro pro Jahr und das bei einer deutlichen Minderleistung. Aber Hauptsache die unzähligen „Staatsbahnmanager“ erhalten pünktlich ihre wohldotierte Lohntüte
  • Apropos Minderleistung: Dazu zählt auch die Nutzung der ÖBB-Lounges auf einigen Bahnhöfen in Österreich. Nachdem sie monatelang überhaupt gesperrt waren – warum eigentlich? Es sind ja die Warteräume für die 1. Klasse! – sind die Lounges nun seit einigen Wochen wieder geöffnet, allerdings mit stark eingeschränktem Angebot – warum eigentlich?? Es gibt nun nicht mal mehr ein ordentliches Bier sondern ein alkoholfreies Hopfengeschlader 🙁
  • Und noch gravierender: Man wendet die 3-G-Regel an! Das heißt, ein gesunder Fahrgast ohne überstandener Krankheit, ohne Impfung oder ohne Test, darf nicht in die Lounge hinein! Warum?? Es ist der Wartebereich für die 1. Klasse-Fahrgäste. Man will offenbar auf Kosten der zahlenden Kunden, die aber – was Inhaber der Österreichcard betrifft – sowieso in Massen davongelaufen sind, einsparen. Träge, nicht im Sinne ihrer Fahrgäste agierend, das passt zu dieser Staatsbahn.
  • Nicht nur ich empfinde es ja als Unverschämtheit, wenn man Personal wie Kellner im Wirtshaus oder ÖBBler in der Lounge höchst private und intime Infos über die eigene Gesundheit bzw. Krankheit mitteilen sollte. Außerdem ist das nicht gesetzes – und verfassungskonform.
  • Warum man beim Obus in Salzburg (und auch bei den Autobuslinien der Stadt) die vordere Tür nicht benutzen darf, das Einsteigen vorne aber beim Postbus sogar zwingend erforderlich ist, ist auch eher Willkür wie soviel Anderes auch

  • Warum geimpfte oder natürlich immunisierte Personen auch Maske tragen und Abstand halten sollen, ist auch so ein Mysterium, das nicht logisch erklärt werden kann

Zum Glück waren die Speisewagen sowie das Am-Platz-Service im Railjet die letzten offiziell ohne Einschränkung zugänglichen Bewirtungsmöglichkeiten. Nicht nur einmal fuhr ich mit dem RJ 111 von Salzburg nach Mallnitz-Obervellach, um dort in den EC 112 „Blauer Enzian“ umzusteigen, der nämlich einen der letzten klassischen Speisewagen führt. Bei der Fahrt zurück nach Salzburg ließ ich es mir mehr als einmal richtig gut gehen. Es ist ja nur allzu natürlich, dass man sich als vom Staat Schikanierter wie ein kleines Kind freut, wenn man in bescheidenem Maß den Schikanierern ein Schnippchen schlagen kann

Die letzten frei zugänglichen Labungsstellen in der Pandemiezeit – die Speisewägen der ÖBB

Oder das Maskentragen – das erinnerte mich an das Bundesheer, als Gefechtsdienst mit Gasmaske angesagt war – widerwillig wurde die Maske aufgesetzt, immer mindestens einen Fingerbreit oben und unten Abstand zum Luftholen – und sobald die Ausbilder wegschauten, war die Maske herunten. Ein Katz- und Mausspiel. Und das habe auch ich in den Zügen – mit Vergnügen – beobachtet, vor allem junge Burschen spielten hier Katz und Maus mit den Schaffnern. Schön brav aufsetzen wenn die Kontrolle nahte und runter mit der Maskerade wenn die Kontrolle vorbei war. Zumindest die Nase frei! Wären da nicht die Denunzianten und Vernaderer gewesen – das erinnerte wahrlich an längst vergangene Zeiten.

Jedenfalls wundern darf man sich nicht, wenn die Fahrgastzahlen seit Beginn dieser „Pandemie“ in den Keller gerasselt sind, nur mehr wer wirklich musste fuhr mit den Öffis, wer konnte blieb zuhause oder stieg auf das Auto oder ein anderes Verkehrsmittel des Individualverkehrs um. Man kann es den Menschen ja wahrlich nicht verdenken

Und trotz Ausrufung des „Klimanotstandes“ wird es wohl eine zeitlang dauern, bis die Öffis wieder die Fahrgastzahlen wie vor der „Pandemie“ erreichen oder gar steigern können. Denn das Vertrauen in den Öffentlichen Verkehr scheint nachhaltig beschädigt worden zu sein. Man hat die Fahrgäste einfach verunsichert und schikaniert – dabei gab es aber wohl kaum Ansteckungen in den Öffis – zumindest wurde von keinen „Clustern“ berichtet! Bleiben wird aber der Eindruck, dass es in den Öffis nicht sicher ist und man sich Zwangsmaßnahmen unterordnen muss! Was Alles beim Auto nicht zutrifft – aber selbst da wurden Autofahrer alleine im Auto mit aufgesetzter Maske gesichtet.


Wie soll es weitergehen?

Eigentlich wie muss es weitergehen, wollen wir nicht weiterhin die Kollateralschäden für Gesellschaft und Wirtschaft aus dem Ruder laufen lassen und den Standort Österreich und Europa nachhaltig für Generationen schädigen. Wie schon lange führende Wissenschafter u.a. der amerikanischen Eliteunis immer und immer wieder sagen, müssen wir zur Normalität zurückkehren und mit dem Virus – das zum Glück nicht aus Ebola sondern aus Wuhan stammt – leben lernen. So wie mit den verwandten Influenzaviren seit Menschengedenken.

Im Sinne der Fahrgäste ist zu fordern

  1. Sofortige Abschaffung der Maskenpflicht in Zügen, Bussen, Schiffen, Seilbahnen et al und den dazu gehörenden Wartebereichen (Bahnhöfe, Haltestellen etc.)
  2. Die Wartebereiche der ÖBB für die Fahrgäste der 1. Klasse (ÖBB-Lounges) sofort ohne Einschränkungen öffnen und wieder mit ordentlichem Angebot bestücken. Man zahlt ja schließlich dafür und das nicht wenig
  3. Nutzung aller verfügbaren Kapazitäten in Zug, Bus, Seilbahn und Schiff – das Freihalten von Sitzen oder das Versperren von Türen macht keinen Sinn mehr – so es überhaupt je einen machte!
  4. Entschuldigung bei den Fahrgästen für die erlittenen Unannehmlichkeiten und freiwillig eine großzügige Entschädigung von Stammkunden, denen Leistungen und Annehmlichkeiten jetzt schon mehr als eineinhalb Jahre vorenthalten wurden. Das sollte man sich speziell bei den ÖBB leisten können, hat man doch -zig Millionen vom Staat als Entschädigung kassiert und gleichzeitig Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt

Links

DEEF Beitrag Corona und Öffis Teil 1 (August 2020) >>>

Literaturempfehlung: Donner, Monika, 2021: Corona-Diktatur. Wissen, Widerstand, Freiheit. Verlag Monithor. (Infos zum Buch auf der Webseite des Verlags >>>)


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 24. Juli 2021; Letzte Ergänzung: 25.7.2021

Sportgastein Naßfeld Goldbergbau

Neu bei DEEF Online:

Übersicht über die Relikte des ehem. Goldbergbaus im Naßfeld / Sportgastein

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Erstmals Online publiziert: 24. Juli 2021;  Letzte Ergänzung: –

Schenkung Dr. Leo Kronberger

Danksagung an Dr. Leo Kronberger, MSc, Graz für Schenkung an unser Archiv

Als Vorstand von DEEF möchte ich mich recht herzlich bei Dr. Leo Kronberger, MSc (Graz) für eine Schenkung an unser Archiv bedanken. Von Dr. Kronberger bekamen wir ein wunderbares Zeitdokument zum Bau der Wechselbahn (Aspang (NÖ) – Friedberg (Stmk.) in Form eines Luxusalbums, das den Bau der Wechselbahn von Juli 1908 bis September 1910 in Wort und Bild  dokumentiert.

Cover des Albums

Das Zitat: Wechselbahn Aspang-Friedberg. Juli 1908 – September 1910. Gewidmet von Bauunternehmung Jng. Chierici & Jng. Picha, (Los 1 u 4), Bauunternehmung Vereinigte Eisenbahnbau und Betriebsgesellschaft und Dr. Rudolf Mayreder (2 u 3.).

Dieses herrliche Zeitdokument wird einen Ehrenplatz in unserem Archiv einnehmen.

Foto vom Portal des Kehrtunnels in der Endphase der Bautätigkeit

Sollten auch Sie historische Dokumente (Literatur und Fotos) zur Verkehrsgeschichte und insbesondere Eisenbahngeschichte besitzen, so freuen wir uns über eine Schenkung an unser Verkehrsarchiv.

Wir freuen uns auch über Spenden auf unser Konto Volksbank Salzburg, lt. auf Dr. Michael Populorum # IBAN: AT78 4501 0304 0581 0000, Verwendungszweck: „Eisenbahnforschung“ – auch jede noch so kleine Spende unterstützt unsere ehrenamtliche Tätigkeit. Danke schon im Voraus dafür!


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DEEF-Beitrag Wechselbahn >>>


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Erstmals Online publiziert: 19. Juli 2021;  Letzte Ergänzung: –

Dons Speisekarte ÖBB Sommer 2021

Neue Speisekarte DONs Sommer 2021 in den Speisewagen der ÖBB

Das Cover der Speisekarte macht Lust aufs Reisen

Rechtzeitig zum Sommerbeginn 2021 kam auch die neue Speisekarte des ÖBB-Caterers DON´s in die Speisewägen bzw. Bordrestaurant der ÖBB Fernverkehrszüge. In Zeiten von Corona – genauer gesagt den teilweise chaotischen und schikanösen und vor allem nicht evidenzbasierten Maßnahmen der Politik – war ja der Speisewagen bzw. Bordrestaurant sowie das Am-Platz-Service in der 1. Klasse des Railjets ja ein Geheimtip, wo man ohne irgendwelche Tests oder Impfgutachten vorweisen zu müssen, einfach als gesunder Mensch ohne Wenn und Aber eine warme Mahlzeit serviert bekam.

Auch ich nutzte das gelegentlich, fuhr mit dem RJ nach Mallnitz-Obervellach und stieg dort in den Gegenzug, den EC 112, den der hat noch einen klassischen, wertigen Speisewagen. So auch am 19.6.2021, um ein Mittagessen aus der neuen Speisekarte zu probieren.

Einige Speisen in der Karte waren als NEU ausgepriesen, viele Speisen kannte man schon von der letzten Karte oder kamen neuerlich auf die Karte.

Ich wählte das als NEU ausgezeichnete BIO-Paprikahendl mit Hörnchen, eine durchaus gute Wahl wie ich erfreut feststellen konnte. Wobei wie bei den meisten Gerichten die Portionen nicht allzu groß dimensioniert sind, wirklich satt wird man nicht. Aber eine Nachspeise nach meinen Gusto fand ich nicht – da vermisse ich schon sehr den Klassiker früherer Zeiten, die Sachertorte mit Schlag. Der Preis für das Paprikahendl mit 10,90 passt aber dennoch.

Paprikahendl mit Hörnchen, dazu ein grüner Veltliner im klassischen Speisewagen auf der Tauernbahn

Interessant, dass man das Wiener Schnitzel statt wie zuletzt vom Hendl nun wieder vom Schwein anbietet (Preis 11,40). Das Weiße Scherzel um 12,20 wird mit Erdäpfelschmarrn und Blattspinat serviert, auch Bio wieder das Menü verspricht.

Bio, vegetarisch oder vegan liegen bei DONs weiter im Trend, wobei meiner Ansicht nach vegetarische Spaghetti Bolognese (9,10) ein Nonsense sind, denn Spaghetti Bolognese, also Nudeln mit Sauce nach Art von Bologna, ein Fleischsugo, ein Ragu zwingend vorsieht und keine Schwammerl (Kräuterseitlinge), denn sowas macht man in Bologna nicht. Veganer Masala-Okraschoten Eintopf mit Basmati-Reis (10,30) sowie Zitronen-Fenchel-Risotto komplettieren die Hauptspeisen im Sommer 21 in den Restaurants auf Schienen in Österreich.

An Suppen hat es NEU eine Paprika-Kokos Cremesuppe um 4,70 – eigentlich eher was für den Herbst/Winter.

Bei meiner nächsten Railjetfahrt ließ ich mir einen Klassiker in mein Businessklasse-Fauteuil bringen, nämlich einen Backhendlsalat mit Kürbiskernöldressing. Die 9,30 waren gut angelegt, keine Beanstandung.

Am Platz-Service im Railjet – tadelloser Backhendlsalat mit Kürbiskernöldressing, dazu als Businessgetränk ein Weißbier Marke Edelweiss aus Kaltenhausen

Fazit

In Österreichs Zügen (leider nicht mehr in den abgespeckten Intercitys) kann man gut und auch kostengünstig essen und auch trinken. Im Vergleich mit ausländischen Speisewagen ist das Angebot gut, die Speisen schmecken und die Preise sind moderat. Weiter so!


Links

DoN >>>

ÖBB >>>


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Montanmuseum Altböckstein

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Das Montanmuseum in Böckstein

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Kohlebahn Kohlgrub-Wufing-Breitenschützing

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Die Kohlebahn von Breitenschützing über Wufing nach Kohlgrub

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Kohlebrecher Gittmayern Eberschwang

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Die Relikte des ehem. Kohleabbaus in Gittmayern, Gemeinde Eberschwang

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