Eisenbahn von oben in Österreich

Rezension „Eisenbahn von oben in Österreich“

Im renommierten Münchner GeraMond Verlag sind unter dem Serien-Titel „Eisenbahn von oben“ bereits mehrere Bände erschienen, die alle Luftbilder von Eisenbahnanlagen (Strecken, Bahnhöfe) präsentieren und welche von Eisenbahn-Experten interpretiert werden. Thematische Luftbild-Atlanten sozusagen.

Bis dato sind erschienen:

  • Eisenbahn von oben im Wirtschaftswunderland – Luftbilder zwischen rauchenden Zechen und verträumter Provinz (2016)
  • Eisenbahn von oben – die Schweiz (2018)
  • Eisenbahn von oben – Luftbilder zwischen Hindenburgdamm und Bodensee (2020)
  • Eisenbahn von oben in Österreich : Luftbilder zwischen Bodensee und Burgenland (2018)

Für den letztgenannten „Thematischen Luftbildatlas von Österreich“ stellte Peter Redl die Luftbilder zur Verfügung, die Beschreibung derselben erfolgt durch den renommierten Eisenbahnfotographen und einschlägigen Buchautor Markus Inderst aus dem Tiroler Außerfern.

Für mich als promovierten Geograph, der im Rahmen seines Studium die Interpretation von Luftbildern erlernte und vom österreichischen Pionier der Satellitenbildfotographie Lothar Beckel im Rahmen eines Praktikums in die selbige eingeführt wurde, war es natürlich eine besondere Freude, dieses innovative Buch zu degustieren.

Die Darstellung und Interpretation der österreichischen Eisenbahnlandschaft erfolgt in 7 Kapitel gegliedert:

  • Eisenbahnknoten Wien
  • Eisenbahn im Gebirge
  • Hauptstrecken
  • Nebenstrecken
  • Eisenbahnknoten der Bundesländer
  • Industrie und Güter
  • Bahn im Wandel

Zusätzlich zu den herrlichen Luftbildern ergänzen einige klassische Eisenbahnfotos aus der „Normalperspektive“ die 191 Seiten des Bildbandes.

Nicht immer findet man sich auf Anhieb auf den teilweise sehr komplexen Darstellungen der Situation zurecht, man würde sich zumindest einen „Nordpfeil“ auf den Fotos wünschen, um eine Einnordung vornehmen zu können.

In Summe eine gelungene innovative Darstellung der Eisenbahnlandschaft eines Landes. Man kann gespannt sein, ob noch weitere Länderbände in dieser Reihe erscheinen werden.


Inderst, Markus (Verfasser), Redl, Peter (Fotograf), 2018: Eisenbahn von oben in Österreich : Luftbilder zwischen Bodensee und Burgenland. ISBN 978-3-95613-035-9. Geramond Verlag München. Preis 45.- Euro.


Link:

Geramond Verlag >>>


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 24. April 2020; Letzte Ergänzung: 

Notvergabe Westbahn ÖBB

Corona-Krise: Notvergabe Verkehr Wien – Salzburg

In für die Staatsbahn ÖBB glorreichen Zeiten – ohne Mitbewerber – wurden ja die Verkehre auf allen Eisenbahnstrecken in Österreich vom Staat im Rahmen der Grundversorgung bestellt und bezahlt. Nach Markteintritt der Westbahn gab es im Fernverkehr auf der Strecke Wien – Salzburg keine staatlichen Bestellungen und Bezahlungen mehr, die Unternehmen Westbahn und ÖBB mussten dort eigenwirtschaftlich fahren – eines der vielen „Hakeln“, welches man seitens des Platzhirschs ÖBB mit Unterstützung des Verkehrsministerium auf den neuen Mitbewerber abschoss.

Nach Verhängung quasi des „Kriegsrechts“ durch die österr. Bundesregierung mit diversen Reisebeschränkungen waren viele Züge als Geisterzüge unterwegs, Einnahmen gab es so gut wie keine bzw. kamen von den diversen Jahreskartenbesitzern, wo man schon vorab fakturiert hatte.

Damit ein halbwegs befriedigendes Angebot weiter aufrecht bleiben kann, hilft nun der Staat aus. Nachfolgend die Pressemeldung der Westbahn GmbH dazu vom 19. April 2020:


Klimaschutzministerium sichert mit Notvergabe an WESTbahn und ÖBB den Stundentakt Wien – Salzburg

Sicherung des Bahnangebots durch beauftragten Taktverkehr und wechselseitige Anerkennung von Tickets mit den ÖBB

Um den öffentlichen Verkehr auf der Schiene verlässlich als Grundversorgung aufrecht zu erhalten und ihn trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie für die kommenden Monate als Rückgrat der Mobilität zu stärken, hat sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) dazu entschieden, eine Notvergabe für die Strecke Wien – Salzburg zu machen. Die Notvergabe umfasst jene wichtige Strecke, die unter normalen Umständen von den Bahnunternehmen eigenwirtschaftlich und somit ohne staatliche Unterstützung befahren wird.

Sowohl die WESTbahn, als auch die ÖBB werden in der unbürokratisch und rasch vom Ministerium umgesetzten Vergabe berücksichtigt. Zur Sicherung des Verkehrs zwischen Wien und Salzburg gibt es einen gemeinsamen Fahrplan, in dem jedes der beiden Unternehmen zweistündlich eine Fahrt anbietet. In Summe ergibt sich für die Reisenden daraus zwischen Wien Meidling und Salzburg Hauptbahnhof ein Stundentakt mit Halt in allen Knotenpunkten, zusätzlich verdichtet durch weitere stündliche Verbindungen der ÖBB. Der neue Fahrplan startet am Montag, 20. April 2020 und wird vorläufig für drei Monate gelten. Gleichzeitig gilt für diesen Zeitraum eine wechselseitige Anerkenntnis nicht zuggebundener Tickets von WESTbahn und ÖBB auch in den Fernverkehrszügen des anderen Unternehmens. In der WESTbahn können darüber hinaus neben den Tickets von VOR und OÖVV auch solche des SVV genutzt werden. Aktionstarife werden während der Notvergabe nicht verkauft, da nicht der Anreiz zu Mehrfahrten gegeben werden soll, sondern die Sicherung des Angebotes für notwendige Fahrten im Vordergrund steht.

Die WESTbahn fährt im Rahmen der Notvergabe ab Montag zur regulären Abfahrtszeit (Minute 42) von Wien Westbahnhof über Wien Meidling nach Salzburg. Dabei wird zusätzlich zu den normalen Stationen auch in Tullnerfeld, St. Valentin und Neumarkt-Köstendorf zum Ein- und Aussteigen gehalten, um einen Umstieg zu Anschlüssen des Nah- und Regionalverkehrs zu ermöglichen. Wien Hütteldorf wird nicht bedient. Der ab 20. April geltende Fahrplan ist im Anhang sowie auf www.westbahn.at ersichtlich.
Der Weitblick der Regierung zum Erhalt des öffentlichen Verkehrs in dieser schwierigen Phase der Coronakrise ist in besonderem Maß lobend hervorzuheben. Sie und das umsetzungsstarke Klimaschutzministerium sorgen mit der Notvergabe für Sicherheit und Stabilität – für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Eisenbahnunternehmen ebenso wie für die Reisenden, welche in dieser schwierigen Zeit auf einen verlässlichen und sicheren Öffentlichen Verkehr angewiesen sind.


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Erstmals Online publiziert: 19. April 2020; Letzte Ergänzung: 

Standseilbahn Locarno Madonna del Sasso

Neu bei DEEF Online: Die Standseilbahn in Locarno hinauf nach Orselina und Madonna del Sasso >>>


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Erstmals Online publiziert: 14. April 2020; Letzte Ergänzung: –

Maggiatalbahn Locarno Ponte Brolla Bignasco

Neu bei DEEF Online: Die Maggiatalbahn oder: Die Locarno – Ponte Brolla – Bignasco Bahn (LPB) – Spurensuche im Raum Ponte Brolla >>>


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Erstmals Online publiziert: 12. April 2020; Letzte Ergänzung: –

Centovallibahn Locarno-Domodossola

Neu bei DEEF Online: Eine Doku mit Videos von meiner Bereisung der Centovallibahn >>>


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Erstmals Online publiziert: 10. April 2020; Letzte Ergänzung: –

Seilbahn Bozen – Kohlern

Neu bei DEEF Online: Die Kohlerer Bahn – Pendelbahn von Bozen hinauf ins Bergdorf Kohlern >>>


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Erstmals Online publiziert: 5. April 2020; Letzte Ergänzung: –

Seilbahn Burgstall Vöran

Neu bei Deef Online – Die Seilbahn von Burgstall nach Vöran (Vöranerseilbahn) >>>

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Erstmals Online publiziert: 2. April 2020; Letzte Ergänzung: –

Seilbahn Vilpian-Mölten

Neu bei DEEF Online: Die Seilbahn von Vilpian nach Mölten in Südtirol zwischen Bozen und Meran >>>


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