Historama Verkehrsmuseum Ferlach

Historama – Museum für Verkehr und Technik in Ferlach

Mit über 4.700 qm Ausstellungsfläche ist das Historama – Museum für Verkehr und Technik – eines der größten Verkehrsmuseen Österreichs. Gegründet wurde es 1993 auf einer eher bescheidenen Fläche von 300 qm, seit 2007 trägt das Historama das österreichische Museumsgütesiegel.

Die Anreise zum Historama ist auch stilecht mit Zug und Tram bzw. Autobus möglich. Dampfzug auf der Ferlacher Bahn, der von Weizelsdorf nach Ferlach geführt wird

Betreiber des Historama ist der 1990 gegr. Verein „Nostalgiebahnen in Kärnten Museum für Technik und Verkehr“ (NBiK), der neben dem Historama noch diverse andere Aktivitäten primär rund um das Thema „Nostalgie und Eisenbahn“ setzt.

Situiert ist das Historama in den ehemaligen Hallen der KESTAG (Kärntnerische Eisen- und Stahlwerke), welche 1994 in der international erfolgreich agierenden Salzburger Firma ALPEN-MAYKESTAG GmbH aufgegangen ist.

Nach der Ankunft im Bf Ferlach besteht die Möglichkeit, zum ca. 1. km entfernten Historama mit einer Nostalgiestraßenbahn auf der ehem. Anschlussbahn zu fahren oder mit einem der hier pendelnden Nostalgie-Autobusse

Nachfolgend eine kleine Fotodoku von meinem Besuch des Historama im Juli 2014.

Ein österr. Saurer-Autobus sowie ein deutscher Büssing-Oldtimer waren an diesem Julitag 2014 für die Pendelfahrten eingeteilt

Eingang Historama
Alte Straßenbahnwagen sind ein Schwerpunkt des Museums. Bis 1963 hatte ja auch Klagenfurt eine Straßenbahn, die auch zum Wörthersee hinaus fuhr (roter Beiwagen 101)

Trotz der Größe der Halle scheint jeder Millimeter mit Exponaten belegt zu sein – eine Erweiterung mit optimierter Präsentationsmöglichkeit der Exponate wäre sicher ein Wunsch für die Zukunft

Im Jahr 2011 hat die österr. Post einen Teil ihrer historischen Fahrzeuge dem Historama zur Pflege und Präsentation überlassen

Neben dem offiziell bespielten Museumsbereich gibt es noch einen Außenbereich, wo aufzuarbeitende Exponate abgestellt sind sowie eine Halle, die als Werkstatt zum Aufarbeiten genutzt wird. Platz scheint es dort ja genug zu geben, sodaß noch weitere Ausstellungsräumlichkeiten adaptiert werden könnten.

Nach dem Besuch des Historama ging es mit dem herrlichen Büssing-Oldtimer ins Zentrum der über 7.000 Einwohner zählenden Stadtgemeinde Ferlach, der südlichsten Stadt Österreichs und bekannt für die Herstellung von Waffen. Von dort mit dem Linienbus zurück nach Klagenfurt.


Fazit: Ein toller Tag mit vielen Eindrücken und ob der Fülle der Exponate konnte nur ein kleiner Überblick gewonnen werden, der beim nächsten Besuch vertieft werden sollte. Zumindest 2014 traf der Begriff „work in progress“ auf das Historama zu. Die Anreise mit dem Dampfzug, Transport mit Histotram oder Oldtimer-Autobus stimmen richtig auf das Museum ein.

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass die „S-Bahn Kärnten“ (ein hochtrabender Begriff!) nach Weizelsdorf nur von Montag bis Freitag verkehrt und man mit dem Postbus von Klagenfurt anreisen und von Ferlach wieder zurückfahren muss, der, wie vielerorts in Österreich, speziell am Wochenende nicht gerade einen kundenfreundlichen Takt anbietet.


Links:

Nostalgiebahnen in Kärnten (NBiK) mit Links zu den diversen Angeboten >>>

DEEF Beitrag Heizhausfest 2011 St. Veit >>>


Text / Fotos / Videos copyright DEEF/Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 14. März 2020; Letzte Ergänzung: –