Salzkammergutbahn Bad Aussee-Obertraun

Die Salzkammergutbahn von Stainach-Irdning nach Attnang-Puchheim

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Teil 3: Durchs Koppental vom steirischen Bad Aussee ins oberösterreichische Obertraun
1144 039 vor dem Massiv des Krippensteins im Bf Obertraun Dachsteinhöhlen (15.2.2014)

Bad Aussee, Hauptort des Ausseer Landes im Steirischen Salzkammergut, wird gerne als die Mitte Österreichs bezeichnet. Oder auch als Hauptstadt des 10. Österreichischen Bundeslandes, des Salzkammergutes.

Bedeutung erlangte Bad Aussee durch den hier seit Jahrhunderten betriebenen Salzbergbau, der auch heute noch am Steinberg in der Gemeinde Altaussee untertags praktiziert wird.

Das Steinberghaus, Zentrum der Besucherbefahrungen des Altausseer Salzbergbaus mit der künstlerischen Gestaltung im Rahmen der Steirischen Landesausstellung „Narren und Visionäre. Mit einer Prise Salz“ im Jahr 2005
In diesem bereits 1319 aufgeschlagenen Steinberg-Stollen starten die geführten Touren. In diesen Stollen lagerten im 2. Weltkrieg Kunstschätze aus ganz Europa

Die dazugehörige Saline, also der Ort, wo die Sole, das flüssige Salz,  in Sudpfannen versotten und somit das Salz gewonnen wird, die lag zuletzt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von Bad Aussee, wurde aber 1982 geschlossen.

Über diese Eisenbrücke ging es in die Saline Bad Aussee. Der Abbruch der Brücke erfolgte 2017/18

Auch die Salinen angelehnt an die anderen Salzabbaustätten in Hallstatt und Bad Ischl wurden geschlossen und so wird heute die Sole durch Leitungen von Bad Aussee via Blaa-Alm und Rettenbachtal in die einzige noch verbliebene Zentralsaline nach Ebensee gepumpt.

Der Weg des Salzes – heute wird alles in der Saline Ebensee verarbeitet
Die Blaa-Alm, Natur und Kulinarik trifft sich hier. Von hier kann man durch das Rettenbachtal nach Bad Ischl wandern

Die Sole von Hallstatt wird über die älteste Pipeline der Welt, die Soleleitung (heute auch ein beliebter Wanderweg) über Goisern und Ischl nach Ebensee gepumpt.

Bad Aussee hat 4.862 Einwohner (2019) und wurde 1994 zur Stadt erhoben, nachdem man schon 1911 den Namenszusatz „Bad“ verlieben bekommen hat. Als „Kammergut“ war Aussee mit weiteren Teilen des heute so bezeichneten Salzkammergutes bereits seit dem 13. Jhd. direktes Eigentum des Kaisers und erst im 15. Jhd. im Gefolge eines Streits um den Salzabbau kam das Ausseerland zur Steiermark. Nach dem Anschluss an das Großdeutsche Reich kam das Ausserland wieder zu Oberösterreich – oder wie es damals hieß „Reichsgau Oberdonau“ – und 1948 zurück an das Bundesland Steiermark.

Heute lebt Bad Aussee vor allem vom Tourismus, wobei der Sommer mit den zahlreichen Wandermöglichkeiten sowie den Seen Altausseer See und Grundlsee, letzterer auch als Steirisches Meer bezeichnet, überwiegt.

Herrlich auch zum Baden ist der Altausseer See, im Hintergrund der Sarstein
Der Grundlsee, das Steirische Meer, mit Blick auf das Tote Gebirge

Marginal sind auch Kultur-, Kur- und Kongresstourismus ausgeprägt.

Trachten und Brauchtum sind in Aussee zu Hause, diverse Trachtenmodengeschäfte verlocken so manchen Urlaubsgast aus der fernen Hauptstadt Wien, sich mit Ausseer Tracht auszustatten, was dann beim abendlichen Bummel oder gar beim Altausseer Kirtag im September eher belustigend denn authentisch wirkt.

Der Fasching wird im Ausseerland groß geschrieben und so kann es durchaus sein, dass in der „5. Jahreszeit“ manche Geschäfte von Donnerstag („unsinniger oder schmutziger Donnerstag“) bis Faschingsdienstag geschlossen halten, damit auch die Angestellten ordentlich abfeiern können. Den Umzug der „Flinserl“ und der „Trommelweiber“ muss man einfach einmal gesehen haben.

Die Trommelweiber
Die Flinserl  („Nuuuuuussss“)

Im Sommer ist das auch über die Grenzen hinaus bekannte „Narzissenfest“ ein Highlight, das Jahr für Jahr tausende Besucher anlockt.

Um vom steirischen Bad Aussee ins oberösterreichische Salzkammergut zu gelangen, gibt es straßenmäßig zwei Möglichkeiten und immer verbunden mit der Überwindung eines Passes: Die Hauptverkehrsader ist die Salzkammergut Bundesstraße über Lupitsch und den Pötschenpaß nach Bad Goisern.

Die zweite Route führt direkt beim Bahnhof von Bad Aussee hinauf auf den Koppenpaß und hinüber ins oberösterreichische Obertraun. Diese zweite Verbindung ist deutlich „anspruchsvoller“ zu fahren als Route 1 und kann bei entsprechender Witterung sehr anspruchsvoll sein. Im Winter ist der Koppenpass oftmals auch wochenlang wegen Lawinengefahr gesperrt.

Im Sommer wie im Winter kann es aufgrund von Witterungseinflüssen zu Sperren der Landesstraße über den Koppenpass kommen

Der Bahnhof von Bad Aussee (km 29,8; 641 m)

Ein prächtiges Aufnahmsgebäude präsentiert sich den Fahrgästen. Dank der ÖBB Immobilien GmbH leider nur mehr eine Kulisse ohne Leben
Am 21. August 2015 nachmittags zeigen sich auf Gleis 2 1144 081 sowie auf Gleis 3 1142 564-4 jeweils mit CS-Waggons am Hacken

Der Bf liegt etwas außerhalb des Ortszentrums, zu Fuß ca. 20 Minuten, angebunden mit dem ÖBB Postbus (leider nicht einmal Ermäßigung mit der Österreichcard der ÖBB). Da es in Österreich ja keinen integrierten Taktfahrplan gibt und es Wartezeit beim Umstieg vom Bus auf Zug und umgekehrt gibt, nutzen viele Fahrgäste Taxis.

Straßenseitig kann man einen ÖBB Postbus erwischen und damit ins Stadtzentrum fahren. Die Busse fahren meist weiter Richtung Grundlsee
Bei frostigen Temperaturen am 14. Jänner 2015 wartet 2016 912 von Stern & Hafferl auf neue Aufgaben, nachdem sie vorher mit einem Holzzug unterwegs war. Auf Gleis 1 anschließend an das Aufnahmsgebäude findet sich ein Holzverladeplatz. Im Hintergrund der schneebedeckte Sarstein
Das Stellwerkhütterl an der Ausfahrt Richtung Kainisch
Im Winter braucht es alle Hilfsmittel die es gibt, um den großen Schneemengen Herr zu werden

Der Bahnhof hatte bis vor ein paar Jahren ein Bahnhofsbuffet sowie die bestgehendste Trafik von Aussee – beides von der ÖBB Immobilien GmbH geschlossen. Auch der Fahrkartenschalter ist dichtgemacht und die Mieter in den beiden Wohnungen im Obergeschoss gekündigt. O-Ton Fahrdienstleiter: „Wenn sie uns auch noch einsparen und das wird in ein paar Jahren passieren, dann verkommt der Bahnhof und Vandalismus wird Tür und Tor geöffnet“. Dazu nur ein Stichwort von mir: „Bahnhöfe als Dienstleistungszentren für die Fahrgäste und Gemeinde“!

Schild über dem Eingang zur Bahnhofsgaststätte Bad Aussee
Was geschlossen ist verursacht auch keinen Verwaltungsaufwand mehr – das scheint das Credo der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH zu sein
Ebenso ist der Schalter der PV AG geschlossen, bereits seit 2008. Ein gutes Kundenservice sieht anders aus

Das Koppental wird von der „Koppen-Traun“, die aus dem Zusammenfluss der dem Leser schon bekannten Kainisch-Traun mit der „Vereinigten Traun“, die durch Zusammenfluss im Stadtzentrum von Bad Aussee von Altausseer-Traun und Grundlsee-Traun entstanden war, durchflossen. Eingezwängt wird das Tal durch das Sarstein-Massiv im Norden und den Ausseer Zinken im Süden. Beliebt aber auch gefürchtet bei hohem Wasserdurchfluss ist die Koppen-Traun bei Raftern und Wildwasserkanuten.

Der Koppenwanderweg führt vom Bahnhof Bad Aussee hinauf zum Ausseer Ortsteil Sarstein, wo man einen herrlichen Blick über die Blumenwiesen hin zur Trisselwand, dem Hausberg von Altaussee, hat

Ebenso gefürchtet ist das Koppental bei den Eisenbahnern ob der allgegenwärtigen Lawinenbedrohung von den steilen Abstürzen des Sarsteins. Die „Sarsteinlawine“ hat schon mehr als einmal im Winter zu mehrwöchigem Streckenunterbruch geführt. Schon bald nach der Eröffnung der Strecke kämpfte man mit Lawinenabgängen und beim großen Hochwasser 1897 wurden die Schienen im Bereich des Koppensteigs und dem Mühlwerksteintunnel samt dem ganzen Trassee zerstört und weggeschwemmt. Der Wiederaufbau erfolgte daher nicht mehr in gleicher, flussnaher Lage sondern gut 10 Meter höher, dort, wo auch heute die Züge den Koppen passieren.

Hier auf der Talsohle verlief in den Anfangsjahren das Eisenbahntrassee.Heute verläuft es hinter dem rechts sichtbaren über 10 m hohen Damm, wo es dennoch oftmals zur Verschüttung der Gleise kommt und die Mächtigkeit der Lawine größer als 10 m ist

Auf dem alten Trassee verläuft heute der beliebte Koppenwanderweg zwischen Obertraun und Bad Aussee, wo man auch durch den alten, außer Nutzung gefallenen Mühlwerksteintunnel, auch Koppentunnel, durchwandern kann.

Der 60 m lange ehem. Eisenbahntunnel auf der Talsohle. Heute verläuft der Wanderweg durch den Tunnel

In der Mitte des Wanderwegs – man muss mit ca. 2,5 Stunden Wanderzeit rechnen – ist eine Labungsstelle eingerichtet und auch auf Ausseer Seite (Mostschenken) und in Obertraun (Gasthaus Koppenrast) kann man Hunger und Durst stillen.

Die urige Labungsstelle auf ca. der Hälfte Wegstrecke im Koppental

Zahlreiche „Lawinenposten“ zeugen vom Kampf der Eisenbahner gegen die Lawinengefahr und für die Sicherheit der Fahrgäste.

Am 19. August 2010 passiert der Talent 4024 064-0 als REX den Lawinenposten Nummer 5 auf der Fahrt Richtung Attnang-P. Die Stelle ist vom Wanderweg aus gut zu erreichen, der links ein paar Meter tiefer verläuft

Auch heute noch, so wurde mir zumindest gesagt, werden bei Gefahr im Verzug manche Posten noch mit Personal besetzt.

Lawinenposten Nummer 6

Die Koppentraun wird vom Zug mehrmals gequert, nach der letzten Querung nach dem Lawinenposten Nummer 7 verschwindet der Zug im 201 m langen Sarstein-Tunnel.

Der letzte der 7 Lawinenposten direkt vor der Brücke über die Traun und den nachfolgenden Sarsteintunnel
Blick auf das Portal des 201 m langen Sarsteintunnels
Am 19.8.2010 überquert ein Talent als REX die Brücke über die Koppentraun. Links unten im Hintergrund sieht man ein Gerüst – hier wurde in Folge eine Brücke für die Neulage des Koppenwanderwegs errichtet
Im Sarsteintunnel mit Rückblick auf die Traunbrücke und im Hintergrund Lawinenposten Nummer 7
Das Tunnelmaul des Sarsteintunnels von Obertraun aus
Der Intercity aus Wien naht, gezogen von 1044 096 am 25. März 2010
Auch der letzte Waggon ist fast verschlungen vom schwarzen Loch
Rückschuss aus dem IC/REX auf das Portal und Steinschlagdach des Sarsteintunnels. Rechts zwischen Bahndamm und Traun verläuft heute der neue Koppenwanderweg

Danach sind es nur wenige hundert Meter zur ersten Haltestelle im Oberösterreichischen Salzkammergut, nämlich Obertraun-Koppenbrüllerhöhle (km 37,7; 527 m), welche allerdings nur im Sommerhalbjahr bedient wird.

Eingeschneite Haltestelle Obertraun Koppenbrüllerhöhle – sie wird leider im Winter nicht bedient
Hier wieherte mal wieder der Amtsschimmel der Staatsbahn – in den kleinen Unterstand mit Sitzgelegenheit hat man auch die „Raucherinsel“ platziert, was bei allen Anwesenden für Kopfschütteln und Heiterkeit sorgte
1016 040 bei der Ausfahrt von der HS Obertraun Koppenbrüllerhöhle Richtung Stainach -I. mit dem IC/REX am Haken (9.8.2014), die Koppenpass Landesstraße querend

Namensgebend für die Haltestelle ist die Koppenbrüllerhöhle, ein Naturspektakel gut 10 Minuten zu Fuß entfernt am anderen Ufer der Traun flussaufwärts. Diese im Rahmen von Führungen zu begehende Schauhöhle im Dachsteinkalk bekam ihren Namen vom „Brüllen“ der Höhlenbäche, wenn diese nach starken Regenfällen anschwellen.

Gleich am anderen Ufer von der Haltestelle der ÖBB lohnt sich eine Einkehr im Gasthof Koppenrast, die etwas gehobene Küche zu etwas gehobenen Preisen im rustikalen Ambiente anbieten. Das Angebot nutzen zahlreiche Wanderer sowie Rafter und Schlauchbootfahrer, die nach Passieren der Koppenschlucht hier an Land gehen. Und natürlich die Motortouristen, die nach Bewältigung der Landesstraße über den Koppenpaß  mit dem steilen Abstieg nach Obertraun hier einkehren. Leider zeigt ein Blick auf die Öffnungszeiten, dass man sich nach einem neuen Klientel ausgerichtet hat, da nur mehr mittags und abends kurzzeitig geöffnet ist aber nicht mehr vormittags und nachmittags.

GH Koppenrast und Anstieg der Straße zum Koppenpass

Von der Koppenrast ist es nicht mehr weit zu einem landschaftlichen Juwel, dem Koppenwinkel mit seiner Lacke (See) und den Almhütten, wo dann und wann bei Musik und Tanz gefeiert und geschmaust wird.

Winter im Koppenwinkel, eine herrliche Ruhe in einer herrlichen Landschaft. Ein Steig führt von hier auf den Ausseer Zinken

Im Sommer ein Wandergebiet, im Winter ein Langlaufparadies, wobei eine gespurte Loipe von Obertraun (Einstieg gegenüber Bahnhof Obertraun Dachsteinhöhlen) bis ins Koppenwinkel führt und man dann tw. neben der Bahntrasse wieder zurück nach Obertraun gelangt.

Kirchturmdenken in der Verkehrspolitik am Beispiel Obertraun:

Vor gar nicht allzu langer Zeit verkehrten REX und R im Stundentakt zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning. Dann wurde der Nahverkehr (wie immer der zu definieren ist) Ländersache, er wurde „regionalisiert“ und das ist ja grundsätzlich keine schlechte Sache. Dass allerdings dann in Folge jeder zweite Zug in Obertraun kehrt machte und die Steirer überhaupt nur mehr im Zweistundentakt von Stainach nach Aussee fuhren, das kann man doch als echte Chuzpe bezeichnen. Denn auch in dieser Zeit wurde um viele Millionen der Koppenweg ausgebaut und Wanderer von Aussee kommend standen plötzlich an der Haltestelle Obertraun Koppenbrüllerhöhle  und konnten aber nicht direkt nach Aussee zurückfahren, denn die 2-stündlichen REX fuhren in der Station durch. Man musste daher den nur alle 2 Stunden verkehrenden R in die Gegenrichtung zum Bf Obertraun-Dachsteinhöhlen nehmen, dort mindestens eine halbe Stunde warten und dann den REX Richtung Bad Aussee zu nehmen. Dieser Schwachsinn dauerte einige Jahre bis man schließlich zur Einsicht gelangte, den REX in Obertraun Koppenbrüllerhöhle halten zu lassen und dafür den R in Obertraun Dachsteinhöhlen wenden zu lassen.

Am 19. August 2010 hat der Regionalzug aus Attnang-P. die Endhaltestelle Obertraun Koppenbrüllerhöhle erreicht und wird nach wenigen Minuten zurück nach Attnang P. fahren

Besser wäre es natürlich, einen Stundentakt mit Halt in Obertraun Koppenbrüllerhöhle zumindest von/bis Bad Aussee zu führen – ich gebe die Hoffnung nicht auf auf, dass selbst im trägen Österreich das einmal (wieder) kommen wird. Man hört ja so diffus, dass ab 2025 ein Stundentakt in Planung sei, aber das kommt natürlich 20 Jahre zu spät wie immer bei der trägen Staatsbahn, deren Motto ja – ich kann es nicht oft genug sagen – „verwalten statt gestalten“ lautet. Übrigens erfolgte im Rahmen der „Regionalisierung“ bzw. „Verländerung“ und dem damit verbundenen Wenden in Obertraun der Abschied von den jahrzehntelang bewährten Schlierenwagen und die Einführung der Cityshuttle-Waggons (ehem. „Lange Schlieren“) mit Steuerwagen.

Von der ersten Haltestelle in Obertraun bis zum Bahnhof Obertraun-Dachsteinhöhlen sind es nur wenige Minuten Fahrzeit und nach der Enge des Koppentals wirkt die Weite des Obertrauner Beckens richtig angenehm. Wir befinden uns im Bundesland Oberösterreich (Hauptstadt Linz), Politischer Bezirk Gmunden, Gerichtsbezirk Bad Ischl, Region Inneres Salzkammergut, seit 1997 UNESCO-Welterbestätte „Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein / Salzkammergut“.

Der Bahnhof Obertraun-Dachsteinhöhlen (km 40,9; 514 m):

Talent 4024 048-3 ist als Regionalzug aus Attnang-P. eben im Endbahnhof Obertraun-Dachsteinhöhlen angekommen (15.2.2014)
Am 30. Jänner 2013 ist 1142 637-6 eben als R mit CS-Komposition in Obertraun-D. angekommen
Vor dem Massiv des Krippensteins (Dachstein) steht 1144 005 am 20. Juni 2013 bereit zur Rückfahrt nach Attnang-P.
Der Bahnhof Obertraun ist berühmt für seinen Blumenschmuck. In anderen Bf entlang der Strecke schaut es eher schon triste aus diesbezüglich
Bf Obertraun straßenseitig

beheizter Warteraum mit WC und geöffnetem Schalter
Abfahrtsbereiter R im Bf Obertraun Dachsteinhöhlen (15.2.2014), im Hintergrund links der schneebedeckte Berg ist der knapp 2.000 m hohe Plassen
Der Weichen- und Schienenbürstler hat im Winter viel zu tun – die meisten Städter wissen gar nicht, was „viel Schnee“ wirklich bedeutet
Der REX aus Stainach-I. , gezogen von 1142 607-9, braust am 1. Feber 2010 bei viel Pulverschnee kurz vor Obertraun D. durch die winterliche Landschaft

Die Gemeinde Obertraun, bis 1920 ein Ortsteil der Gemeinde Hallstatt, hat 735 Einwohner (2019) und lebt hauptsächlich vom Fremdenverkehr. Dazu hat es im Sommer den Hallstätter See, zahlreiche Wanderwege in der Ebene sowie Möglichkeiten für Bergtouren auf den Dachstein sowie den Sarstein. Auch der Salzberg mit Schaubergwerk in Hallstatt ist nicht weit, Ausflüge nach Bad Ischl, Gmunden und auch Bad Aussee können alle mit der Eisenbahn erfolgen. Nach Hallstatt kann im Sommer das Schiff genommen werden.

Das Dachsteinmassiv ist von Obertraun aus mit einer Seilbahn erschlossen, einer Pendelbahn mit 3 Sektionen, errichtet ab 1951, wobei die beiden ersten Sektionen 2007 erneuert wurden. Zusätzlich verlief eine zwischenzeitlich abgebaute Gruppenpendelbahn des Österreichischen Bundesheeres in 2 Sektionen zum ehem. TÜPL Oberfeld, die nach Maßgabe auch von Privaten genutzt werden konnte.

Sommer am Dachsteinplateau am Rundweg zum Heilbronner Kreuz, wo sich im Jahr 1954 eine Tragödie ereignete – eine Schulklasse aus Heilbronn geriet in einen Schneesturm, 10 Schüler und 3 Lehrer starben

Mit der Seilbahn können die touristischen Highlights von Obertraun erreicht werden, nämlich die Dachstein-Rieseneishöhle und die Dachstein-Mammuthöhle (Sektion 1 der Seilbahn) und dann der Krippenstein, wo man im Sommer wandern kann und im Winter der Start des Skigebiets Freesports Arena („Freeriding“)  ist.


  1. Teil 1 Überblick >>>
  2. Teil 2 Durchs Steirische Salzkammergut von Stainach-Irdning nach Bad Aussee >>>
  3. Teil 3 Durchs Koppental im Steir./OÖ-Grenzland  von Bad Aussee nach Obertraun (dieser Beitrag)
  4. Teil 4 Durchs Innere Salzkammergut von Obertraun bis Ebensee (in Arbeit)
  5. Teil 5 Durchs Äußere Salzkammergut von Ebensee über Gmunden nach Attnang-Puchheim (in Arbeit)

Alle Fotos copyright DEEF/Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 1. Dezember 2019; Letzte Ergänzung: –