Pöstlingbergbahn Linz

Die Pöstlingbergbahn – steil bergan auf den Linzer Hausberg

Pöstlingbergbahn Linz
Pöstlingbergbahn Bergstation Pöstlingberg: Neuer Triebwagen 501 (Baujahr 2009) und daneben historischer Triebwagen XI (Baujahr 1948, umgespurt und modernisiert 2009). Foto am 29.5.2018 Archiv Dr. Michael Populorum

Allgemeines

Die Pöstlingbergbahn ist eine schmalspurige Straßenbahn in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz, die mit einer Maximalsteigung von 116 Promille den Linzer Hausberg erklimmt. Mit diesen 116 Promille Steigung gilt die 1898 eröffnete Pöstlingbergbahn als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. 2008/2009 wurde die Pöstlingbergbahn von 1.000 mm auf 900 mm umgespurt und mit der Verlängerung zum Linzer Hauptplatz mit dem Linzer Straßenbahnsystem verknüpft.


Einige Kennzahlen

Eröffnung: 29.5.1898

Streckenlänge: 2,880 km

Maximale Neigung: 116 Promille

Minimaler Radius: 43 Meter

Spurweite: Ursprünglich Meterspur, seit 2009 900 mm

Traktion: 600 Volt Gleichstrom

Max. Geschwindigkeit: 25 km/h

Betreiber: Linz Linien GmbH (wie Straßenbahn Linz)

Pöstlingbergbahn Linz
Neigungsanzeiger an der Strecke


Geschichte

Schon zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es Überlegungen, den Pöstlingberg als Ziel von Wallfahrern und zunehmend Ausflüglern durch eine Aufstiegshilfe zu erschließen. Josef Urbanski, ein österreichischer Ingenieur, der an vielen Eisenbahnbauten beteiligt war, kann als ursprünglicher Initiator und Planer der Pöstlingbergbahn angesehen werden, auch wenn sein Projekt einer dampfbetriebenen Zahnradbahn nicht verwirklicht wurde und er sich auch aufgrund seiner schlechten Entlohnung für seine Leistungen enttäuscht Linz den Rücken kehrte.

Pöstlingbergbahn Linz
Beklebung 100 Jahre Pöstlingbergbahn

Im Jahr 1897 wurde die Tramway- und Elektrizitäts-Gesellschaft Linz–Urfahr (TEG) gegründet, die ein elektrisches  Kraftwerk und die elektrische Straßenbahn Linz zu betreiben hatte. Vorläufer der TEG war die Linzer Tramway Gesellschaft (gegründet 1880) zum Betrieb der Linzer Pferdeeisenbahn, Nachfolger nach mehreren Umstrukturierungen ist der heutige Betreiber Linz AG mit der Verkehrssparte Linz Linien GmbH. Bereits im gleichen Jahr 1897 erfolgten die Konzessionierung der Pöstlingbergbahn sowie der Baubeginn. Die Eröffnung erfolgte bereits im folgenden Jahr am 29. Mai 1898.

Pöstlingbergbahn Linz
Aufschrift auf einem historischen Triebwagen

Bis zum Umbau 2008/2009 erfolgte der Betrieb auf Meterspurgleisen. Anfangs nur mit offenen Sommerwagen ausgestattet, wurde in Folge auch geschlossene Triebwagen für den Ganzjahresbetrieb beschafft. Der Umbau 2008/2009 ermöglicht es den neu beschafften Triebwagen (Bombardier) sowie adaptierten Altfahrzeugen als Linie 50 das Linzer Straßenbahnnetz bis zum Hauptplatz zu befahren – eine deutlich bessere Anbindung als vorher.

Pöstlingbergbahn Linz
Historische Triebwagen in Doppeltraktion am Endhalt der Linie 50 am Linzer Hauptbahnhof (4.5.2013)

Der ursprüngliche Laufweg der Pöstlingbergbahn als Linie 50 beträgt nun inkl. des Straßenbahnstücks von der Landgutstraße bis zum Stadtplatz 4,140 km, die Bergstrecke Landgutstraße (Urfahr Bergbahnhof) bis zum Pöstlingberg wie bis dato 2,880 km.

Im alten Bergbahnhof der Pöstlingbergbahn (ursprünglicher Abfahrtsort bis 2008) wurde ein kleines Museum eingerichtet, in der Remise sind auch die adaptierten Altfahrzeuge untergebracht. Das Museum ist am Wochenende geöffnet, wobei am Wochenende auch die historischen Altfahrzeuge zum Einsatz kommen und den Halbstunden-Takt zu einem Viertelstunden-Takt verdichten.

Pöstlingbergbahn Linz
Historische Fahrzeuge (modernisiert) im Pöstlingberg-Bahnhof Talstation (29.5.2018)
Pöstlingbergbahn Linz
Historische Fahrzeuge (modernisiert) im Pöstlingberg-Bahnhof Talstation (29.5.2018)
Pöstlingbergbahn Linz
Gekuppelte Nostalgiefahrzeuge
Pöstlingbergbahn Linz
Wagen VIII und links Wagen I (Sommerwagen, Museumswagen)

Die Stationen der Pöstlingbergbahn

Urfahr Bergbahnhof, km 0,0; 264 m.ü.d.M. (> Weiterfahrt seit 2009 zum Linzer Hauptplatz)

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Pöstlingbergbahnhof in Urfahr, heute Museum und Remise
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Remise der Pöstlingbergbahn
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Alle 4 Museumswagen im Bahnhof der Pöstlingbergbahn in Urfahr (29. Mai 2018)
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Desiro der Mühlkreisbahn fährt am Bahnhof der Pöstlingbergbahn vorbei Richtung Rottenegg

Spazgasse, Haltestelle, km 0,2 (seit 2009); 277 m

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Haltestelle Spazgasse

Bruckneruniversität (vormals Hagen bzw. Merkursiedlung), Bahnhof, km 0,7; 317 m

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Haltestelle Bruckneruniversität
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Das moderne Gebäude der privaten Bruckner-Universität
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Zugkreuzung Haltestelle Bruckneruniversität mit den beiden Triebwägen 501 und 503 (Foto 11.3.2026)

Tiergarten, Haltestelle (seit 1988), km 0,9; 338 m

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Haltestelle Tiergarten

Schableder, Bahnhof, km 1,4; 382 m

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Haltestellenschild Bahnhof Schableder
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ET 501 im Bf Schableder (März 2026)
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Warteraum Bf Schableder
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Bf Schableder

Hoher Damm, Haltestelle, km 1,8; 429 m

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Haltestelle Hoher Damm

Einschnitt, Haltestelle, km 2,0; 445 m

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Haltestelle Einschnitt

Oberschableder, Bahnhof, km 2,2; 461 m

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Haltestellenschild Bf Oberschableder
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ET 503 im Bf Oberschableder (März 2026)
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Wartehütte Bf Oberschableder

Pöstlingbergschlössl (bis 2008 Hotel), km 2,6; 499 m

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Haltestelle Pöstlingbergschlössl

Pöstlingberg, Bahnhof, km 2,880; 519 m

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ET 501 fährt in den Endhalt Pöstlingberg ein (Foto 29. Mai 2018)
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Alt und neu im Bergbahnhof Pöstlingberg – links ET 503, recht Wagen XI

Betrieb

Der Betrieb als Linie 50 erfolgt im Halbstunden-Takt. Im Sommerhalbjahr an Wochenenden sowie Feiertagen wird ein Viertelstunden-Takt angeboten. Dabei kommen zusätzlich zu den Planfahrzeuge „Mountainrunner“ von Bombardier (Niederflurfahrzeuge im Retro-Design, basierend auf dem „Cityrunner“) die 3 adaptierten/modernisierten Altbautriebwagen VIII, X und XI) zum Einsatz, die auch in Doppeltraktion fahren können.

Pöstlingbergbahn Linz
Bombardier Mountainrunner Nummer 504 im Bf Pöstlingberg (Foto 24. Feber 2025)

Die 4 Bombardier „Mountainrunner“ tragen die Fahrzeugnummern 501-504, deren Baujahre sind 2009 (501-503) sowie 2011 (504).

Pöstlingbergbahn Linz
Innenraum des Mountainrunner – oftmals sind die Garnituren leider überfüllt, die Wagen sind sehr kurz 🙁

Die Fahrzeit auf der Linie 50 vom Linzer Hauptplatz auf den Pöstlingberg beträgt 21 Minuten.


Noch einige Fotos von der Pöstlingbergbahn

Pöstlingbergbahn Linz
ET 501 bei der Biegung stadteinwärts (März 2026)
Pöstlingbergbahn Linz
Historisches Doppel am Linzer Hauptplatz (Foto 4. Mai 2013)
Pöstlingbergbahn Linz
Holzklasse im historischen Triebwagen
Pöstlingbergbahn Linz
Im Führerstand des historischen Triebwagens
Pöstlingbergbahn Linz
Blick zurück aus dem historischen Triebwagen auf die Talstation der Pöstlingbergbahn in Urfahr
Pöstlingbergbahn Linz
Historisches Doppel in der Bergstation am Pöstlingberg (Foto 29.5.2018)
Pöstlingbergbahn Linz
Bergbahnhof Pöstlingberg mit historischem Doppel
Pöstlingbergbahn Linz
Historisches Doppel der Pöstlingbergbahn beim Mühlkreisbahnhof der ÖBB
Pöstlingbergbahn Linz
Historisches Doppel der Pöstlingbergbahn beim Mühlkreisbahnhof der ÖBB (4.5.2013)
Pöstlingbergbahn Linz
Landgutstraße – Endhalt der Straßenbahn (hier Garnitur 003 als Linie 3 Richtung Doblerholz) und rehct ET VIII der Pöstlingbergbahn kurz vor dem 1. Anstieg bei der Talstation/Museum
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Wagen I (Sommerwagen) im Talbahnhof der Pöstlingbergbahn in Urfahr. Der Wagen ist im Museumsstand und wurde 1898 bei der Grazer Waggonfabrik gebaut
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ET 503 im Bergbahnhof Pöstlingberg (7. Oktober 2009)
Pöstlingbergbahn Linz
Werbung am Triebwagen „111 Jahre Pöstlingbergbahn“
Pöstlingbergbahn Linz
Von der Bergstation ist man in wenigen Minuten bei der Grottenbahn
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ET 503 ist zur Talfahrt gestartet und wird nach der Biegung sogleich die Station Pöstlingbergschlössl erreichen (7.10.2009)
Pöstlingbergbahn Linz
ET 501 beim Mühlkreisbahnhof auf der Fahrt auf der Linie 50 zum Pöstlingberg (5.10.2009)

Links

Seite des Betreibers der Pöstlingbergbahn Linz Linien AG >>>

DEEF-Dokumentation Linzer Straßenbahn >>>

DEEF-Dokumentation Linzer Obus >>>

DEEF-Kategorie Tram/Straßenbahnen >>>

DEEF-Doku Grottenbahn am Pöstlingberg >>> in Planung


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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: / page first published 22.3.2026;  Letzte Ergänzung / page last modified 23.3.2026