SVV Salzburger Verkehrsverbund / Obus Salzburg: Großer Ärger wegen nicht erreichtem Anschluss

Eine Beschwerde über den Salzburger Obus erreichte unsere Redaktion – ein Anschluss zu später Stunde wurde offenbar durch ignorante bzw. unzureichend instruierte Busfahrer verunmöglicht. Aber lassen wir unseren treuen Leser W.A. zu Wort kommen und auch die Antwort von einer Frau G. von „Salzburg Linien“ (vormals Stadtbus) soll hier wiedergegeben werden (beide Namen der Redaktion bekannt):
W.A.: Sehr geehrte Damen und Herren, Fahrt von München nach Salzburg HBF, alles planmäßig.
Dann 23:45 Salzburg HBF – Mozartsteg : Stadtbus 25
Ankunft Mozartsteg, Bus 25 fährt als letzter ein,, Obus 3, 5, 6 und 7 stehen bereits in der Station.
Ich steige aus, beeile mich sehr, renne was es geht, aber alle fahren ab.
Ein schöner Tagesausflug endet mit schwerem Asthmaanfall und Taxifahrt nach Parsch !
mit freundlichen Grüßen,
W.A.
Antwort von Frau G. von Salzburg Linien (Salzburg AG): Sehr geehrter Herr W.A.,vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu Ihrer Fahrt. Wir bedauern, dass der Umstieg auf die gewünschte Anschlusslinie nicht geklappt hat.
Die Albuslinie 25 und die Obuslinien haben unterschiedliche Abfahrtszeiten und müssen daher nicht aufeinander zuwarten. Die Obuslinien haben sich gut abgestimmt und sogar länger zugewartet, bis die um eine halbe Minute verspätete Linie 7 ebenfalls eingetroffen ist.
Der Albus hat laut Fahrplanauskunft seine Planabfahrt um 23:53 h, also eine Minute vor der Planabfahrt der Obuslinien, und es besteht keine Anschlusssicherung mit der Linie 25.
Wir empfehlen Ihnen, ab Hauptbahnhof die Linie 3 zu nehmen. Diese fährt um 23:43 h ab Hauptbahnhof von Steig A ab.
Leider ist letztere Möglichkeit, wie ich festgestellt habe, nicht in jeder Fahrplan-App ersichtlich: Die Linie 25 ist schneller als die Linie 3 und nur die schnellere Verbindung wird angezeigt (außer bei der Monitor-Einstellung für die jeweilige Haltestelle). In der ÖBB-eigenen App werden beide Verbindungen angegeben.
Bitte seien Sie versichert, dass unsere Fahrer bemüht sind, Ihre Aufgabe gewissenhaft zu erfüllen. Wir hoffen, dass Sie das nächste Mal eine erfreulichere Fahrt erleben können, und verbleiben
mit freundlichen Grüßen Frau G.
Antwort von W.A. an Frau G.: Ihre Argumentation oder Erklärung:
„Der Albus hat laut Fahrplanauskunft seine Planabfahrt um 23:53 h, also eine Minute vor der Planabfahrt der Obuslinien, und es besteht keine Anschlusssicherung mit der Linie 25 ….. eine solche Blödheit habe ich noch nirgends gehört oder gelesen.
Allein schon die „fehlende Anschlusssicherung , ist eine Argumentation!? – Nachtstern und der geht nur einmal pro Stunde und es gibt keine Anschlussicherung zwischen Bus und Obus!!!
Dann sollten Sie jedenfalls die Fahrplanauskunft im Internet ändern, die leider von Ihnen auch von der ÖBB so übernommen wurde (siehe unten) und ganz eindeutig einen Anschluss am Mozartsteg ausweist.
Schauen sich zuerst einmal Ihre Fahrplanauskunft an, bevor Sie voreilig versuchen zu argumentieren oder etwas zu rechtfertigen was eben gar nicht funktioniert. Ein Trauerspiel, besser als im Burgtheater !
Ich leite jedenfalls dieses ungewöhnliche Antwortschreiben auf meine leidige Erfahrung auch an den Herrn Bürgermeister Auinger, zuständig auch für Mobilitätsprojekte weiter, und auch an einschlägige Institutionen für Marktfoschung „Mobiliät und Verkehr“, weil das sicher kein Einzelfall ist.
mit freundlichen Grüßen
W.A.
Fazit: Die Nicht-Gewährleistung von Anschlüssen ist immer eine sehr unangenehme Erfahrung, die Fahrgäste erleben müssen. Und das passiert leider in Salzburg laufend, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Ist das während des Tages unangenehm, zusätzlich 10 oder 15 Minuten warten zu müssen, so ist es ein Unding, beim letzten Kurs des Tages spätabends nicht auf Anschlüsse zu warten. Denn dann bleibt nur die Weiterreise auf Schusters Rappen oder man leistet sich ein Taxi.
Oder wie selbst erlebt am Hauptbahnhof Obus Linie 6: Der Fahrer möchte schon 5 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt losfahren. Engagierte Fahrgäste stoppen ihn, weil noch zahlreiche Fahrgäste aus der Bahnhofshalle kommen. Die Antwort des Obus-Fahrers: „Wenn fertig dann fahren“. Wo bleibt denn da die Qualitätssicherung bei den Obus-Verantwortlichen?? Zu früh losfahren geht gar nicht, schon gar nicht abends wenn der Fahrplan ohnedies ausgedünnt ist.
Im Fahrgastbeirat, dem ich von Anfang an bis zum Ende angehört habe, da wurde dieses Thema oftmals angesprochen und seitens der Salzburg AG wurde versichert, dass die Obusfahrer so instruiert werden, dass gerade bei den letzten Fahrten des Tages nicht zu früh losgefahren werden darf und dass auf Anschlüsse zu warten ist. Allerdings den Fahrgastbeirat hat man seitens der Salzburg AG aufgelöst und offenbar kümmert sich dort niemand mehr um diese Thematik. Und last not least: Solche sinnbefreiten Antworten wie die von Frau G. sind entbehrlich – bevor man antwortet sollte man denken, sich schlau machen und dann erst antworten!
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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF
Erstmals Online publiziert: / page first published 28.3.2026; Letzte Ergänzung / page last modified 28.3.2026
