Die Steinerbahn Laibach – Stein in Krain (slowenisch: Kamnik)

Vorbemerkungen
Die Konzession für die normalspurige Lokalbahn von Laibach (slowenische Ljubljana) nach Stein in Oberkrain (slowenisch Kamnik) erfolgte im Jahre 1889, die Fertigstellung der „Steiner Bahn“ erfolgte bis 1891. Die Strecke wird nach wie vor in Diesel-Traktion betrieben und war ursprünglich 22,5 km lang. Nach 1918 wurde die Strecke vom Bahnhof Kamnik zum heutigen Endpunkt Kamnik Graben verlängert und hat somit eine Länge von 23,6 km. Die Eisenbahn hat auch zum gewerblich-industriellen Aufschwung Kamniks wesentlich beigetragen.

Betrieb
Die Steinerbahn wird im Stundentakt bedient, allerdings – kurioserweise – nur Montag bis Samstag. Am Sonntag erfolgt der Transport der Fahrgäste durch Autobusse, wobei festgestellt werden konnte, dass auch am Sonntag zahlreiche Fahrgäste zwischen Kamnik und Laibach unterwegs sind.
Update: Stand September 2026 verkehrt jeder 2. Regionalzug nicht ab dem Laibacher Hauptbahnhof sondern ab Ljubljana Siska . Und die Züge verkehren nur Montag bis Freitag!

Die Fahrt dauert ca. eine Dreiviertelstunde, eingesetzt werden Dieseltriebzüge aus Deutschland aus den 1980ern, die jedoch dem Fotographen und Eisenbahnreisenden das Privileg ermöglichen, ungehindert Fotos aus dem Zug schießen zu können. Dafür nimmt man auch gerne mal in Kauf, nicht klimagefrostet durch die Lande zu reisen.


Die Stadt Stein in Krein / Kamnik
Stein in Krain (oder wie es heute heißt, Kamnik) ist ein nettes Städtchen mit ca. 30.000 Einwohnern nördlich von Laibach und südlich der Steiner Alpen, einem Teil der Südlichen Kalkalpen im Anschluss an die Karawanken. Zahlreiche Laibacher schlafen in Kamnik bzw. zahlreiche Kamniker arbeiten oder studieren in Laibach – die Steinerbahn hat also ausreichend Fahrgäste zu transportieren, Tendenz steigend. Als eine der ältesten Städte Sloweniens hat Stein bzw. Kamnik einen mittelalterlichen Stadtkern, weiters könnten bei entsprechender Vermarktung auch 2 Burgen, eine Burgruine sowie die Bibliothek des Franziskanerklosters Touristen anlocken.

Die Stationen
Laibach (Ljubljana)
Ljubljana Brinje
Ljubljana Ježica
Ljubljana Črnuče
Trzin ind. cona
Trzin Mlake
Trzin
Domžale
Rodica
Jarše-Mengeš
Homec pri Kamniku
Šmarca
Duplica-Bakovnik
Kamnik
Kamnik mesto
Kamnik Graben
Einige Fotos
Der Triebwagen, der von Kamnik kam, hat ca. 5 Minuten Aufenthalt in Laibach, dann geht es wieder zurück nach Kamnik Graben. Aufgrund der hohen Fahrgastzahlen fahren die Triebwägen in Doppeltraktion. Im Bild Triebwagen 713-115. Die Baureihe 713 ist in Slowenien weit verbreitet und wurde in den 1980er Jahren in Deutschland in Donauwörth von der Firma MBB – Messerschmitt Bölkow Blohm – hergestellt.

















Stärkungsmöglichkeit in einem echten Speisewagen, der früher in Jugoslawien gelaufen ist und vom Besitzer des Bahnhofsbuffets aus Bosnien antransportiert wurde. Der Junior führt das Buffet mit Gastgarten und Innenbewirtschaftung. Ich genoss ein Pivo und dazu eine Lepinja mit Cevapi 🙂 Einkehrschwung lohnt auf alle Fälle! Zum Pivo: Es gibt prinzipiell in fast allen Lokalen zur Auswahl entweder Lasko Pivo (aus Lasko) oder Union (aus Laibach). Meist sind beide vorrätig. Fassbier scheint in Slowenien unbekannt zu sein!







Links
Betreiber Slowenische Eisenbahn SZ >>>
Slowenisches Eisenbahnmuseum Laibach >>>
Wocheinerbahn und Karstbahn (Teil 0 Intro) >>>
Hauptstadtverbindung (1): Laibach – Zagreb via Dobova >>>
Hauptstadtverbindung (2): Laibach – Zagreb via Metlika >>>
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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF
Erstmals Online publiziert: / page first published 7. Juli 2016; Seiten-Relaunch 13.9.2026; Letzte Ergänzung / page last modified 14.9.2026
