ÖBB Desorganisation am Wiener Hauptbahnhof

ÖBB Desorganisation am Wiener Hauptbahnhof – Ein Gedächtnis-Protokoll

Mittwoch 26. August 2026: Nach einem kurzen Wien-Besuch  (Tram-Museum „Remise“) Rückfahrt mit dem RJX Planabfahrt um 15.28 nach Salzburg. 10 Minuten vor der Planabfahrt gehe ich von der Lounge (Zug pünktlich angezeigt) zum Bahnsteig 8. Dort wird gerade der verspätete ICE (arschlings) in den Bahnhof eingefahren. Nach langem Abfahrts-Prozedere (warum dauert das bei den ÖBB immer so lange?) fährt der ICE endlich ab, mein RJX wird nun mit 4 Minuten Verspätung angezeigt. Dann passiert ca. eine Viertelstunde nichts.

Dann schiebt eine Hercules einen Hilfswaggon im Schritttempo auf unserem Gleis herein. Es gab nämlich am Nachbargleis eine „Flankenfahrt“, allerdings schon Stunden vorher. Und dieser Hilfszug und die rumpalavernden ÖBBler blockierten von nun an unser Abfahrtsgleis. Verspätung wächst und wächst, Unruhe am Bahnsteig und beim Schaffner und den DoN-Mitarbeitern. Ordentliche Kommunikation Fehlanzeige 🙁

Nichts tut sich nun sein einer halben Stunde, dann plötzlich Bahnsteigänderung auf Nummer 12. Warum erst jetzt?? Die Reisenden und das Personal setzen sich in Bewegung und drüben auf Gleis 12 steht der RJX – allerdings nur der Teil nach Bozen, der nach Bregenz fehlt. Dabei hatte es ja vor über einer halben Stunde geheißen, der Zug fahre pünktlich ab. Und nun fehlt der halbe Zug 🙁

Übrigens wurde auch durchgesagt, dass die Wagen in umgekehrter Reihenfolge verkehren (tatsächlich nicht die Wagen sondern die Garnituren waren vertauscht).

Und wir warten und warten, bis endlich der 2. Teil des RJX hereinschlich (offenbar vom Flughafen kommend). Ein ÖBB-Mitarbeiter, nach eigenen Angaben über 30 Jahre bei dem „Verein“, meinte: Es wird von Tag zu Tag schlimmer…

Dann mit gut 45 Minuten Verspätung fahren wir los, in Salzburg haben wir fast genau 1 Stunde Verspätung. Offenbar nähern sich die ÖBB der Deutschen Bahn an! Sie sollten sich aber eher an der SBB orientieren!!

Die Kompositionen wie gesagt waren verkehrt herum positioniert, die Zugzielanzeige außen funktionierte nicht, die Anzeigen im Wagen funktionierten nicht, die Sitzplatzreservierung funktionierte nicht (zumindest in der Businessclass) und auch 1 Tür im Wagen 27 war defekt. Dass die Garnitur ungewaschen war das versteht sich neuerdings natürlich von selbst.

Fazit: Desorganisation bei der Abwicklung Man fragt sich, welche „Experten“ da wohl in der VLZ sitzen – möglicherweise Computer-Freaks aber wohl mit wenig Sachkenntnisse von System Eisenbahn und offenbar auch mit keinem Hausverstand. Wie auch der ÖBB-Bedienstete am Bahnsteig meinte: Es wäre vor der Einfahrt des Hilfszuges genügend Zeit gewesen, den RJX abzufertigen. Und warum man überhaupt in der Hauptverkehrszeit mit dem Hilfszug das Gleis für die Fernzüge blockiert, sei natürlich auch zu hinterfragen!

Und sinnvolle Kommunikation gab es natürlich auch nicht und Entschuldigung? Naja nicht wirklich dafür, dass man bei Hitze 45 Minuten sinnlos am Bahnsteig rumstehen muss!

Ich meine, ein Bahnhofsvorstand alter Prägung (das waren die mit den roten Kappen) hätte hier wohl etwas besonnener agiert. Und wieder einmal sieht man wie bei den laufenden ultrapeinlichen Fehler der ÖBB aktuell – wo bleibt da eigentlich die Aufsichtsbehörde?? Das Ministerium? Haben die ÖBB Narrenfreiheit ohne Konsequenzen fürchten zu müssen??! So kann es nicht weitergehen, schließlich sind die ÖBB Angestellte der Steuerzahler und somit der meisten Fahrgäste!

PS: Ich betrachtete den Abfahrts-Monitor am Wiener Hbf – von 10 angezeigten Zügen waren 7 verspätet, 2 fielen komplett aus und nur 1 S-Bahn war pünktlich. Das spricht wohl eine deutliche Sprache!!!


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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: / page first published 30 8. 2026; Letzte Ergänzung / page last modified 30.8.2026