Die Schifffahrt am Königssee

Die Schifffahrt auf dem Königssee wird von der Bayerische Seenschifffahrt GmbH betrieben. Dieses zu 100% dem Freistaat Bayern gehörende Verkehrsunternehmen betreibt die Schifffahrt auf folgenden Seen:
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- Königssee
- Tegernsee
- Ammersee
- Starnberger See
Die Königssee-Schifffahrt
Die Schifffahrt auf dem Königssee wird heute nur mit leisen Elektrobooten (Akkumulator-Schiffe) durchgeführt. Die fahrplanmäßige und motorenbetriebene gewerbliche Schifffahrt begann am 15.7.1909 mit dem Schiff „Accumulator“ (ab 1910 ST. Bartholomä I), das die Siemens-Schuckertwerke aus Berlin geliefert hatten. Insgesamt waren bis zum Ende des WK1 12 Schiffe im Einsatz, 6 davon wurden in der Schweiz gebaut. Aber es waren nicht nur Elektroboot wie heute, sondern auch Dampfer mit Naphtha-Antrieb, bspw. Naphthadampfer Tristan (ab 1910 Fischunkel I), Isolde (ab 1910 Funtensee I), das 26-Personen Benzinmotorboot Chriemhilde (ab 1910 Sperber) und die Naphthadampfer Königssee I und Obersee.

Bei einem Großbrand im Juni 1918 werden mehrere Schiffe in Königssee vernichtet.
Beim Beginn des WK2 stehen 13 leise Elektroboote am Königssee im Einsatz.
Seit 1. 4. 1934 betreibt der Staat die Schifffahrt auf dem Königssee in Eigenregie, zuerst als „Staatliche Seenschiffahrt“ und seit seit 1.1.1997 als Bayerische Seenschifffahrt GmbH.
Die Flotte am Königssee besteht mit Stand Sommer 2026 aus insgesamt 19 Booten – 18 davon mit einer Länge von 20-22 m sowie ein kleineres Boot, EMB Ramsau, mit 9,50 m Länge. Das Baualter reicht von 1920 bis 2021, wobei die Boote alle in der betriebseigenen Werft am Königssee gewartet und ab 1983 auch tw. aufgebaut werden. Man spricht bei den älteren Schiffen vor dem WK2 auch vom „Königssee-Typ“. Die zuletzt gebauten EMB Marktschellenberg sowie die EMB Königssee sind die größten Boote mit 22 m Länge, einer Breite von 3,90 Meter und einem maximalen Fassungsvermögen von je 120 Personen. Hatten die Boote bis 1992 alle einen Holzrumpf so ist der Rumpf seither aus Metall.

Die Boote
(in Klammern das Baualter und Werft, die meisten älteren Boote durchliefen 1 oder 2 Sanierungen); nicht alle Boote sind mehr im Einsatz!
EMB Untersberg II (1920, Lürssen-Vegesack)
EMB Watzmann II (1920, Lürssen-Vegesack)
EMB Falkenstein II (1922, Lürssen-Vegesack)
EMB Obersee (1922, Lürssen-Vegesack)
EMB Königssee II (alt, 1926, Werft Rambeck, seit 2023 nicht mehr im Einsatz)
EMB Hochkalter (1929, Werft Rambeck)
EMB Staufen (1935, Werft Rambeck)
EMB Obersalzberg (1936, Werft Rambeck, 2010 abgebrochen)
EMB Berchtesgaden I (1937, Werft Rambeck, 1998 abgewrackt)
EMB Salzburg (1939, Werft Rambeck)
EMB Jenner (1955, Werft Rambeck)
EMB Tauern (1956, Werft Rambeck in Starnberg, 2003 verkauft)
EMB Grünsee (1958, Werft Rambeck Starnberg, verkauft 2000)
EMB Schönau (1960, Werft Rambeck Starnberg)
EMB St. Bartholomä III (1965, Werft Rambeck Starnberg)
EMB Bad Reichenhall (1971, Werft Rambeck Starnberg)
EMB Funtensee III (1984, Eigenbau nach Plänen Werft Rambeck)
EMB Hoher Göll II (1989, Eigenbau nach Plänen Werft Rambeck)
EMB Ramsau (1992, Eigenbau für 25 Personen)
EMB Bischofswiesen (1998, erster Stahlrumpf von der Lux-Werft)
EMB Berchtesgaden II (2003, Stahlrumpf von der Lux-Werft)
EMB Maria Alm (2011, Stahlrumpf von der Lux-Werft)
EMB Marktschellenberg (2017, Stahlrumpf von der Lux-Werft)
EMB Königssee III (2021, Stahlrumpf von der Lux-Werft)
Im Schifffahrtsbetrieb am Königssee sind ca. 80 Personen beschäftigt, wobei der Betrieb auch der umsatzstärkste der 4 Betriebe der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH ist. 4 Anlegestellen werden bedient, nämlich die Seelände am Nordufer des Sees, wo auch die Werft liegt, St. Bartholomä, Saletalm sowie der Bedarfs-Anleger Kessel.

Die Schiffe sind ganzjährig in Betrieb. Touristisches Highlight ist das sogenannte Echoblasen bei der Hinfahrt Richtung St. Bartholomä an der „Echowand“.
Fotos von der Königssee-Schifffahrt
























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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF
Erstmals Online publiziert: / page first published 9. 7. 2026; Letzte Ergänzung / page last modified 16.7.2026
