Triebwagen 178 der SNCB auf der Fahrt von Spa Gernonstere nach Verviers im Keilbahnhof Pepinster (Foto Archiv Dr. Michael Populorum)
Die Eisenbahnlinie 44 führt von Pepinster in die Wasserstadt Spa und früher liefen die Gleise weiter nach Stavelot und Richtung Süden nach Luxembourg. Die meisten Züge werden bis in die Stadt Verviers durchgebunden. Der prächtige historische Jugendstilbahnhof von Verviers ist ein sogenannter Reiterbahnhof, der von Pepinster ein Keilbahnhof.
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Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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Rittnerbahn Zugkreuzung in Lichtenstern mit altem und neuen Triebwagen
Heute verkehrt die schmalspurige Rittnerbahn (Meterspur) von Himmelfahrt über Oberbozen nach Klobenstein. Viele Touristen, einheimische wie auswärtige Ausflügler nutzen diese Eisenbahn am Hochplateau des Ritten. Das Hochplateau des Ritten erreicht man in wenigen Minuten mit der neuen Rittner Seilbahn, einer 3S-Bahn, mit schönem Talblick auf den Bozner Talkessel sowie das Gebirgspanorama rundum, darunter die Rebhänge von Magdalena.
Bis 1966 fuhr man mit einer Zahnradbahn von Bozen hinauf nach Himmelfahrt, eine Verlängerung quasi der Bozner Straßenbahn. Relikte von dieser Zahnradbahn lassen sich noch einige finden und werden im Beitrag im Bild präsentiert. Dazu gibt es natürlich viele Fotos von der noch aktiven Bahn, dazu noch einige interessante Videos.
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Die Niederösterreich Bahnen (NÖVOG) feiern das 15 Jahr-Jubiläum im Jahr 2025
Himmelstreppe ET 2 wurde mit dem Jubiläums-Logo „15 Jahre NÖ-Bahnen“ beklebt
Auftakt mit Festakt im Headquarter der NÖVOG in St. Pölten
Im Dezember 2025 jährte sich die Übernahme von
Mariazellerbahn
Citybahn Waidhofen
Wachaubahn
Waldviertelbahn
Reblaus Express
Schneebergbahn
Die Dampflok Mh.6 (Baujahr 1908 in Linz)kam rechtzeitig von der Revision aus dem BW Meiningen zurück und wurde zur Feier des Tages angeheizt
zum bereits 15. Mal. Der Fahrplanwechsel im Dezember 2010 gab den offiziellen Startschuss für die Erfolgsgeschichte der Niederösterreich Bahnen. In diesen 15 Jahren wurden 284 Mio. Euro in die Zukunft der Schienenbahnen investiert und diese im Sinne der Niederösterreicher neu ausgerichtet. Und diese Investitionen haben sich bezahlt gemacht: Seit 2010 haben die sechs Bahnen 15 Mio. Fahrgäste transportiert und dabei 14 Mio. Schienenkilometer zurückgelegt.
Die Werktstätte der NÖ-Bahnen in St. Pölten Kaiserwald mit einigen Triebfahrzeugen der 6 Bahnen vor der Halle aufgestellt
Diese Erfolgsstory sollte natürlich gebührend gefeiert werden und im Festzelt auf dem Firmengelände der NÖVOG nächst der Haltestelle Kaiserwald der Mariazeller Bahn wurde am 23. Jänner 2026 ordentlich gefeiert. Nach Statements der NÖVOG-Geschäftsführer und vom zuständigen LH-Stv. Udo Landbauer konnten die geladenen Gäste bei einem Gewinnspiel interessante Preise wie Führerstandsmitfahrt oder Frühstück im Panoramawagen gewinnen, bevor das Spezialitätenbuffet eröffnet wurde. Dabei konnten regionale Spezialitäten aus den Gebieten der 6 NÖVOG-Bahnen genossen werden.
Herrliche Schmankerl gab es bei der Feier, fest wie flüssigDie aus lauter Mitarbeitern der NÖ-Bahnen bestehende Band „Blinding Lights“ sorgte für guten Sound beim Fest
Zum Abschluss konnten noch die Werkstattanlagen der NÖVOG in St. Pölten mit sachkundiger Führung erkundet werden. In der Werkstatt St. Pölten werden primär die Nostalgiefahrzeuge unterhalten, die neuen Himmelstreppen sind im Betriebszentrum Laubenbachmühle am Beginn der Bergstrecke der Mariazellerbahn stationiert.
Abgestellte Oldtimer vor der Werkstätte
Fazit: Gratulation an die Niederösterreich Bahnen zu diesem Erfolg, der beim alten Betreiber ÖBB nie und nimmer möglich gewesen wäre!
Jubiläums-Triebwagen ET 2
Nachfolgend sei der Pressetext der NÖVOG vom 23.1.2026 wiedergegeben:
„Das Jubiläumsjahr 2025 war das fahrgaststärkste Jahr in der Geschichte unserer Niederösterreich Bahnen. 1,45 Millionen Fahrgäste bedeuten ein Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum kommt nicht von ungefähr. Es ist das Ergebnis von Verlässlichkeit, Qualität und einem Angebot, das sich an den Bedürfnissen unserer Landsleute orientiert“, informiert NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer. Als besonders starkes Beispiel hebt Landbauer die Mariazellerbahn mit über 2.000 Fahrgästen pro Werktag hervor. „Unser 30-Minuten-Takt auch nachmittags nach Kirchberg an der Pielach ist ein voller Erfolg. Das zeigt, welches Potenzial Regionalbahnen haben, wenn Taktung, Infrastruktur und Dienst am Kunden zusammenpassen. Unsere Mariazellerbahn ist längst mehr als eine Bahnlinie, sie ist Alltagsverkehr, Tourismusmagnet und Vorzeigemodell zugleich“, so Landbauer.
NÖ-Verkehrslandesrat Udo Landbauer flankiert von den NÖVOG Geschäftsführern Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl vor der „Jubiläums-Himmelstreppe“ (Foto Archiv Dr. Michael Populorum)
Landbauer sieht im Fahrgastrekord die Bestätigung für den eingeschlagenen Weg: „Die Strahlkraft unserer Niederösterreich Bahnen geht weit über die Landesgrenzen hinaus. Den Erfolg machen unsere Mitarbeiter. Hier wird nicht verwaltet, sondern gestaltet. Probleme werden gelöst, in den Werkstätten genauso wie draußen beim Fahrgast.“
Seit 2010 wurden insgesamt 110 Kilometer Gleis neu verlegt, 24 Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert und 1.270 Masten bei der Mariazellerbahn neu errichtet. „Diese Investitionen und die so erfolgreiche Neuausrichtung der Bahnen wären ohne den starken Rückhalt und die Unterstützung aus den Regionen und Standortgemeinden nicht möglich gewesen“, betonen die NÖVOG Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl anlässlich des Jubiläums. „Die Niederösterreich Bahnen haben sich in nur 15 Jahren zu einer beeindruckenden Erfolgsstory entwickelt. Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren vor der Übernahme der Bahnen in der NÖVOG tätig, heute gestalten 480 Menschen mit viel Herzblut die Mobilität von morgen. Erfolge sind nur gemeinsam möglich – unser Dank gilt daher vor allem unserem großartigen Team“, so Schroll und Hasenöhrl abschließend.
Die NÖVOG wurde 1993 als Verkehrsorganisationsgesellschaft gegründet, um den Pendlerverkehr in die damals noch junge Landeshauptstadt St. Pölten mit der Wieselbusflotte zu organisieren. Mit der Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung zur Übernahme der Regionalbahnen zwischen Land NÖ, Bund und ÖBB im Jänner 2010 erhielt die NÖVOG den Auftrag zur Umsetzung dieser Vereinbarung und wurde in ein operatives Verkehrsunternehmen umgewandelt. Im Dezember 2010 erfolgte schließlich die Übernahme sämtlicher von den ÖBB übertragenen Strecken und damit die langfristige Sicherung der Regionalbahnen.
Mit den Niederösterreich Bahnen (Mariazellerbahn, Citybahn Waidhofen, Wachaubahn, Waldviertelbahn, Reblaus Express, Schneebergbahn, Gemeindealpe Mitterbach und Schneeberg Sesselbahn), 578 Regionalbuslinien und 14 bedarfsgesteuerten Verkehren ist die NÖVOG Gruppe heute die zentrale Mobilitätsgesellschaft des Landes Niederösterreich. 480 Mitarbeitende arbeiten an elf Standorten in 55 unterschiedlichen Berufsbildern.
Noch einige Fotos von der Werkstatt-Besichtigung
Werkstätte der Niederösterreich Bahnen in St. PöltenWerkstätte der NÖ – Bahnen in St. PöltenWerkstätte der Niederösterreich Bahnen in St. PöltenWerkstätte der NÖ – Bahnen in St. Pölten – E 11 erstrahlt in neuer alter „Jaffa-Lackierung“Werkstätte der Niederösterreich Bahnen in St. PöltenV9 wird meist vor Bauzügen eingesetztWerkstätte der NÖ – Bahnen in St. PöltenTypnschild der Mh.6Werkstätte der Niederösterreich Bahnen in St. Pölten. Hilfszug bestehend aus einem „Goldenen Triebwagen“Und täglich grüßt der Ötscher BärAuch die NÖVOG hat ein „Postkastl“Für die Bergstrecke essentiell zur SchneeräumungNeues Highlight (nach Schweizer Vorbild) ein offener Wagen, der beim Ötscher Bären mitgeführt wirdNochmals Gratulation zum schönsten Platz Österreichs 2025! Obwohl Salzburger habe ich in diesem Fall Werbung für NÖ gemacht 🙂
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Die Nonsbergbahn von Dermulo über Fondo auf die Mendel
Einst Bahnhof der Nonsbergbahn, heute Autobusparkplatz – Bahnhof Fondo
Von Bozen über Kaltern auf die Mendel und von dort hinunter ins Nonstal und mit der Nonstalbahn hinaus nach Trient und von dort wieder zurück nach Bozen. Einst war die ganze Rundreise per Eisenbahn möglich. Heute wird die ehemalige Nonsbergbahn Dermulo-Fondo-Mendel durch einen Autobus der Trentino Trasporti ersetzt. Einige Relikte der alten Nonsbergbahn sind immer noch sichtbar, auch wenn der Großteil der Bahntrasse dem Straßenbau weichen musste:
Hier geht es zur Detail-Dokumentation der Nonsbergbahn >>>
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Neu bei DEEF-Online ist eine Dokumentation der ersten Eisenbahnverbindung von München nach Rosenheim, nämlich der
Mangfalltalbahn Holzkirchen-Rosenheim
Im Bahnhof Kreuzstraße hat es Anschluss an die S-Bahn München
Stündlich verkehren die blauen Stadler-Triebwägen der Bayrischen Regionbahn (BRB, vormals Meridian) zwischen Holzkirchen mit Anschluss an die 3 Äste der BOB über Bad Aibling nach Rosenheim. Der Hauptverkehr läuft schon seit über 100 Jahren von München über Grafing nach Rosenheim, die Strecke dient neben dem wichtigen Regionalverkehr und ein wenig Güterverkehr auch als Umleiterstrecke.
Hier geht es zur Detaildokumentation in Wort, Bild und Video >>>
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Der Filzenexpress – Bahnstrecke von Grafing Bahnhof über Ebersberg nach Wasserburg (Inn) Bahnhof
Diese eingleisige Eisenbahnstrecke ist von Grafing Bahnhof bis zum Kreishauptort Ebersberg elektrifiziert und wird dort auch von der S-Bahn München befahren, vorwiegend von der S6 nach Tutzing am Starnberger See. Die restliche Strecke nach Wasserburg an der Bahnlinie Rosenheim-Mühldorf (Oberbay) wird von Dieseltriebwagen der SOB im Stundentakt bedient. Eine Elektrifizierung ist schon länger angedacht wurde aber immer wieder nach hinten verschoben.
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S-Bahn Garnituren der BR 423 im Bahnhof Ebersberg im Jänner 2026. Foto Archiv Dr. Michael Populorum
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Neu bei DEEF-Online ist eine Dokumentation über die
Fleimstalbahn Auer-Cavalese-Predazzo
Cover Fleimstalbahn DEEF Band Nummer 5
In einem 3-teiligen Reader wird die ehemalige Fleimstalbahn von Auer über Cavalese nach Predazzo präsentiert. Im Rahmen einer Exkursion auf der ehemaligen Trasse – heute ein Wanderweg bzw. Radweg – werden die Relikte dieser einst so wichtigen Eisenbahnstrecke präsentiert. In nicht einmal 3 Jahren wurde diese teilweise höchst schwierige Trasse errichtet, eine Sensation, wenn man sich anschaut, wie lange man heute für ein paar Kilometer Eisenbahnbau braucht,
Brücke der Fleimstalbahn kurz vor dem Endbahnhof Predazzo (Archiv Dr. Michael Populorum)
Viele Fotos erwarten den gewogenen Leser. Hier geht es zur detaillierten Dokumentation >>>
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Eisenbahnarchäologischen Wanderung auf der alten Brennerbahn vom Brenner nach Gossensass
Dieser 4-teilige Reader mit vielen Fotos zeigt den Zustand und die Relikte der alten Brennerbahn zwischen dem Brenner und Gossensass. Man kann diesen Abschnitt zu Fuß oder per Fahrrad machen und die Wanderung ist durchaus auch familientauglich. Der Weg ist asphaltiert und die 2 Tunnel (ohne Aster-Tunnel) sind beleuchtet.
Die neue Strecke der Brennerbahn führt ja durch den Pflerschtunnel, ist schneller aber hat keine so tollen Ausblicke auf Natur und Kultur wie die alte Brennerstrecke.
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Die Tegernsee Bahn – Eisenbahnstrecke Schaftlach – Gmund – Tegernsee
2 Integral-Dieseltriebwägen im Bahnhof Gmund am Tegernsee bei der Kreuzung auf der eingleisigen Strecke
Die Tegernseebahn ist eine 12 km lange nicht elektrifizierte Stichbahn, welche von Schaftlach über Gmund nach Tegernsee am gleichnamigen See führt. Bedient wird die Strecke im Stundentakt bzw. Halbstundentakt von den Zügen der Bayerischen Oberland Bahn (BOB bzw. BRB), deren Dieselgarnituren im Münchner Hauptbahnhof abfahren und im Bahnhof Schaftlach vom Zugteil nach Lenggries „geflügelt“ (abgekoppelt) werden.
Die Züge ins Bayerische Oberland sind immer stark frequentiert, nutzen doch viele Städter die Gegend rund um den Tegernsee und den Schliersee als Naherholungsgebiet.
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ÖBB: Neue Zuggattung Interregio (IR) – Richtiger Ansatz, schlechte Umsetzung
Garnitur 4746 635 als IR Salzburg Hbf – Wörgl am 14.12.2025 im Salzburger Hauptbahnhof kurz vor der Abfahrt (Foto Archiv Dr. Michael Populorum)
Nun hat auch Österreich seinen Interregio, nachdem dieser in der Schweiz seit Jahren etabliert ist und von 1988 bis 2006 auch Deutschland diese Zuggattung hatte (Als Nachfolge der „Schnellzüge“). Auch andere Länder haben solche oder ähnlich Zuggattungen oder hatten wie, wie bspw. in Italien, wo diese Züge einst „Interregionale“ hießen.
Im Zuge des Fahrplanwechsels 2025/26 mit Eröffnung der Koralmbahn (wahrlich ein Meilenstein – Danke dem spiritus rector Jörg Haider!) führten die ÖBB nun eine Zuggattung des Fernverkehrs namens „Interregio“ ein primär als schnelle Verbindung zwischen Ballungsräumen und Ländlichem Raum.
Dazu möchte ich das Verkehrministerium (aktueller Name Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) zitieren:
„Der Bund nimmt die umfassenden Änderungen zum Anlass, das Angebot im Fernverkehr auf den inneralpinen Strecken neu zu ordnen. Damit die alpinen Regionen Österreichs im Fernverkehr weiterhin gut erreichbar sind, werden im Dezember 2025 – mit Fahrplanwechsel 2025/26 – mehrere sogenannte „InterRegio“-Linien (Abkürzung: IR-Linien) neu eingeführt werden. Bei InterRegio-Zügen handelt es sich um mittelschnelle Fernverkehrszüge, die täglich von morgens bis abends im 1-Stunden- oder 2-Stunden-Takt verkehren werden. Sie sollen zum einen alpine Regionen erschließen und miteinander verbinden und zum anderen in bestimmten (Knoten-)Bahnhöfen optimierte Anschlüsse zu (inter-)nationalen Fernverkehrszügen herstellen. Auf allen IR-Linien werden von Anfang an planmäßig ausschließlich barrierefreie Neufahrzeuge zum Einsatz kommen.
Durch den deutlichen Angebotsausbau wird sich für viele alpine Regionen ab Dezember 2025 die Anbindung im Fernverkehr auf der Schiene gegenüber dem Status Quo erheblich verbessern. Die Gesamtreisezeiten werden auf fast allen Verbindungen entweder annähernd jenen von heute entsprechen oder sich verkürzen. Auf mehreren Relationen wird es neu regelmäßige Direktverbindungen geben, z.B. zwischen dem Aichfeld und der Landeshauptstadt Graz. Auf keiner inneralpinen Strecke wird es im Zuge der Inbetriebnahme der Koralmbahn zu einer Reduktion des Angebots im Fernverkehr kommen.
Haltemuster des IR Salzburg-Wörgl
Folgende sechs IR-Linien sollen im Dezember 2025 eingeführt werden:
IR-Linie Aichfeld: Graz – Bruck an der Mur – Knittelfeld – Unzmarkt – Klagenfurt
IR-Linie Ennstal: Graz – Bruck an der Mur – Selzthal – Bischofshofen – Zell am See – Wörgl – Innsbruck
IR-Linie Pyhrn: Graz – Leoben – Selzthal – Kirchdorf an der Krems – Linz
IR-Linie Pinzgau: Salzburg – Bischofshofen – Zell am See – Wörgl
IR-Linie Mur-Drau: Graz – Spielfeld-Straß (– Maribor – Slowenien bzw. Kroatien)“ (Quelle Webseite des Ministeriums)
Soweit die Theorie. Die IR haben ihren Betrieb aufgenommen, doch es kam, wie es bei den ÖBB leider oftmals kommen musste. Idee gut, die Umsetzung eine Chuzpe, nämlich
Das Rollmaterial besteht aus notdürftig adaptierten S-Bahn Garnituren, ein No Go im Fernverkehr
Statt Intercitys oder City-Shuttle Garnituren mit 5 Wagen, die bis dato schon gut ausgelastet waren, kommt nun eine 3-teilig S-Bahn Garnitur daher. Man fragt sich schon, welche „Planer“ da bei den ÖBB das Sagen haben. Dem „kleinen Maxi“ in der 2. Klasse Volksschule würde wohl sofort auffallen, dass sich das von der Fahrgastkapazität nie und nimmer ausgehen kann
Die 1. Klasse, die man da in die S-Bahngarnitur hineingeschustert hat, entspricht nicht den Erwartungen, die ein qualitätsbewusster Reisender von einer 1. Klasse erwartet. Die Sitze sind nicht für lange Fahrten geeignet, es hat eine 2+2 Bestuhlung statt 1+2 und diese 12 Plätze sind nicht einmal vom Einstiegsbereich und der 2. Klasse durch eine Tür abgetrennt. Und wirklich wertig oder gemütlich ist der Bereich auch nicht.
Die 1. Klasse, nicht wirklich einladend und die Sitze sind die gleichen wie in der 2. Klasse – nur anderer Bezug aber nicht für stundenlange Fahrt geeignet
Schaut man bspw. in die Schweiz, dann verkehren dort entweder Traverso-Triebwägen mit wirklicher 1. Klasse und deutlich längeren Kompositionen oder Dostos oder ehemals Einheitswagen iV mit wirklich bequemer 1. Klasse so wie vom Intercity her gewohnt. Und die IR damals bei der Deutschen Bahn waren IC-ähnliche Waggons und hatten auch einen Speisewagen dabei (Bord-Bistro).
Der „Speisewagen“ des IR – peinlich
Diese heutigen „Planer“ bei den ÖBB scheinen diese IR in CH und D offenbar nicht zu kennen, offenbar nicht mal vom Hörensagen. Denn sonst hätten sie wohl nicht so einen Pfusch auf die zahlende Kundschaft losgelassen.
Meine 1. Fahrt ging von Hallein nach Salzburg. Gleich mal mit ordentlicher Verspätung
Auch wenn diese adaptierten S-Bahn-Garnituren nur eine Notlösung darstellen und in 1 oder 2? Jahren die eigentlich für diesen Verkehr vorgesehen Mireo-Garnituren kommen sollten (Lieferschwierigkeiten oder wieder mal zu spät bestellt?), so gibt es aktuell immer noch keine Infos darüber, welches Fassungsvermögen und welche Ausstattung diese Mireos dann haben werden.
Als Verbesserung dieser für Fahrgäste wohl eher schlechten Performance wäre eine sofortig Führung in Doppeltraktion! Oder hat man da schon wieder zu wenig Garnituren vorrätig? Zumindest eine normale S-Bahn Garnitur sollte man ja doch wohl anhängen können. Oder hat man dafür wieder keine Schaffner oder zu kurze Bahnsteige?? Anmerkung: Es wurden IR-Garnituren als S-Bahn von Villach nach Hermagor gesichtet – was soll das?
Jedenfalls ein Trauerspiel auf dem Rücken der Fahrgäste! Gleich zu Beginn des Einsatzes entstand auf der Pyhrnstrecke eine Video, das einen völlig überfüllten IR zeigte, wo Menschen am Boden lagen oder vor dem WC hocken mussten. So liebe ÖBB geht man mit zahlenden Fahrgästen nicht um. Das vertreibt die Fahrgäste!
Ach ja, noch so eine Chuzpe beim IR – man kann Sitze zwar reservieren, aber es gibt keine Anzeigen der konkreten Reservierung im Zug. Man kann sich auf Gut Glück wo hinsetzen muss aber aufstehen wenn Jemand mit Reservierung kommt. Das kann doch wohl nur zu Streitigkeiten führen und der arme Zugbegleiter/Schaffner ist wahrlich nicht zu beneiden.
Die Sitzplatz-Reservierung im IR
Warum fährt man nicht mit den Intercity-Garnituren weiter? Es gibt genügend DB-Intercitywagen am freien Markt zum mieten, das wäre doch eine viel bessere Übergangslösung als eine viel zu kurze Schnellbahn-Garnitur, oder etwa nicht?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder Ihre Erfahrungen mit ein Fahrt im IR der ÖBB!
Einstieg in den „S-Bahn Interregio“
Ergänzung: Die IR gehören gar nicht in die Kategorie Fernverkehr, zieht man die Eigendefinition der ÖBB heran: Sowohl was die Mindestabstände der bedienten Halte als auch die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der jeweiligen Relation betrifft, gehört diese Zuggattung IR der ÖBB zum Nahverkehr und nicht zum Fernverkehr!
Die ÖBBler sollten sich mal in der Schweiz schlau machen, was ein IR wirklich sein soll. Nämlich eine Ergänzung und nicht eine kundenferne Alternative zum Intercity!
PS: Warum hält ein angeblicher Fernverkehrszug wie der ÖBB IR in einem „Dorf“ wie Kappel am Krappfeld, wo die gleichnamige größte Ortschaft in der Gemeinde sage und schreibe 405 Einwohner zählt??!??
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