Eisenbahnarchäologische Spurensuche rund um Zistersdorf (Weinviertel)
Ehem. Bahnhofsgebäude von Zistersdorf, gleisseitig, in alternativer Nutzung (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum)
Allgemeines
Der Bahnhof von Zistersdorf im Weinviertel war einst ein wichtiger Bahnknotenpunkt im weitläufigen Niederösterreichischen Lokalbahnnetz, denn dort kamen folgende Eisenbahnstrecken zusammen:
Lokalbahn Drösing (an der Nordbahn) – Zistersdorf
Stammersdorfer Lokalbahn (Stammersdorf-) Bad Pirawarth – Zistersdorf – Dobermannsdorf (> Hohenau bzw. Korneuburg sowie Poysdorf)
1: Lokalbahn Drösing-Zistersdorf; 2: Stammersdorfer Lokalbahn nach Dobermannsdorf; 3: Stammersdorfer Lokalbahn nach Bad Pirawarth; 4: Haltestelle Zistersdorf Stadt; 5: Bahnhof Zistersdorf; 6: Altstoffsammelzentrum Zistersdorf; 7: Bahnhof Großinzersdorf; 8: Nordbahn Wien-Lundenburg (heute Breclav). Kartengrundlage openrailwaymaps
Seit 1988 gibt es keine Verbindungen mehr ab Zistersdorf Richtung Dobermannsdorf und Pirawarth und 2001 endete der Personenverkehr auf der Relation Drösing-Zistersdof. Nur mehr Güterverkehr hat es auf der Strecke von Drösing in das Altstoffsammelzentrum Zistersdorf.
Im Jahr 2022 wurden rund um den Bahnhof Zistersdorf sämtliche bis dahin noch vorhandene Gleisreste entfernt. Im Sommer 2024 machte ich mich auf die Suche nach noch vorhandenen Relikten in Zistersdorf und Umgebung. Nachfolgend eine kleine Fotodoku dazu.
Fotodoku Spurensuche rund um den Bahnhof Zistersdorf
Andreaskreuz im Bereich der ehem. Haltestelle Zistersdorf Stadt an der ehem. Bahnstrecke Bad Pirawarth-Dobermannsdorf. 1988 hatte man die Lokalbahnstrecke Drösing-Zistersdorf bis Zistersdorf Stadt verlängertBahnhofsgebäude Bahnhof Zistersdorf straßenseitig, dahinter die einst auch mit Gleisanschluss versehenen Silos des LagerhausesAuch ohne Schienen strahlt der Lokalbahnhof noch Ruhe und Gemütlichkeit ausBlick auf das ehem. Gleisfeld Richtung DrösingBahnhofsensemble, rechts die Silos des Lagerhauses. Die Lampen im ehem. Gleisbereich hat man stehen lassenEnde des Bahnhofsbereichs im Ostern – links zweigte das Gleis Richtung Dobermannsdorf ab, rechts der Buschreihe geht es Richtung DrösingStraßenquerung Richtung DrösingBrücke der ehem. Stammersdorfer Lokalbahn Richtung Dobermanndorf über den Zistersdorfer BachBrücke der ehem. Stammersdorfer Lokalbahn Richtung Dobermanndorf über den Zistersdorfer Bach Blickrichtung DobermannsdorfDie Strecke nach Dobermannsdorf zeigt sich nun als RadwegDer Grund warum die Lokalbahn Drösing – Zistersdorf noch existiert: FCC Austria Abfall Service AG Altstoffsammelzentrum ZistersdorfNach der Straßenquerung hat es noch Schotter im ehem. Gleisbett Richtung DrösingGleisende der ehem. Lokalbahn Drösing-ZistersdorfPrellbock, dahinter zeigt sich die Strecke saniertPrellbock Richtung ZistersdorfGleis Richtung DrösingHektometerstein 10,7 ab Drösing, im Hintergrund Abzweig AB zur AbfallverwertungNichtöffentlicher Eisenbahnübergang – was es doch alles für Schilder gibt …Weichenbereich zur AB. Eine Langsamfahrstelle hat es hier auch mit 20 km/h.Blickrichtung Zistersdorf: Bahnübergang über das Gleis Richtung Zistersdorf und das Gleis der AnschlussbahnWochentags 1x pro Tag verkehrt hier ein Zug in das Werksgelände hinein – so heißt es zumindest, vor Ort bin ich keinem Zug begegnetZurück im Bereich der ehem. Haltestelle Zistersdorf StadtReste des Haltestellenschilds Zistersdorf StadtHaltestellengelände, im Hintergrund links das Lagerhaus und rechts der Bahnhof ZistersdorfStraßenquerung der ehem. Lokalbahn nach der Haltestelle Zistersdorf Stadt Richtung Bad Pirawarth (-Groß Schweinbarth)Dem Zistersdorfer Bach entlang führte das Trassee (heute Wander-/Radweg) am Stadtrand Richtung Bad PirawarthBeim Kreisverkehr mit der bunten Erdölpumpe verlieren sich die Spuren der Stammersdorfer LokalbahnMit dem Autobus ging es daher von Zistersdorf Stadt (Streckenkilometer 20,3) nach Groß Inzersdorf, Streckenkilometer 17,5 ab Bad PirawarthDas Areal der ehemaligen Haltestelle Groß InzersdorfEhem. Bahnhofsgebäude Groß Inzersdorf mit neuer NutzungGleisbereich der ehemaligen HaltestelleAlter Leierbrunnen, heute privat, ehemals wohl als Wasserspende für die Fahrgäste dienendEhem. Trasse von der Station Groß Enzersdorf Richtung ZistersdorfEhem. Stationsgebäude straßenseitigHektometerstein 17,4 am steilen Bahndamm nächst der StationFundament der Brücke über die Straße. Rechts dahinter die Station Groß EnzersdorfDie Bahntrasse nach der ehem. Brücke Richtung Bad Pirawarth wurde schon als Radweg adaptiert
Nachfolgend ein kleines Video aus dem Jahr 2022, wo man mit einem Nostalgiezug von Bad Pirawarth bis nach Sulz Museumsdorf (km 8,791) fahren konnte. Leider existiert das Angebot 2023 und 2024 nicht mehr.
Zistersdorf ist primär wegen seiner ehemaligen bedeutenden Erdölvorkommen bekannt geworden. Bedauerlich, dass diese Geschichte vor Ort kaum aufgearbeitet bzw. präsentiert wird
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Neu am DEEF-Server ist ein Beitrag von Dr. Michael Populorum über die
Jungfraubahn Top of Europe
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Jungfraubahn Eisenbahn in der Schweiz. Triebwagen beim Halt in der Station Eigergletscher mit Übergang zur neuen Seilbahn „Eiger Express“ (Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum)
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Ehemalige Ybbstalbahn – Auf Spurensuche in Ybbsitz
Bahnhofsgebäude Ybbsitz unter Denkmalschutz stehend
Allgemeines
Vom einstigen knapp 77 km langen Schmalspurnetz der Ybbstalbahn sind nach mehreren politisch motivierten Stilllegungen planmäßig nur mehr knapp 3 km Strecke als „Citybahn Waidhofen“ in Betrieb. Dazu kommt noch die im touristischen Betrieb geführte 17,5 km lange „Ybbstalbahn Bergstrecke“ von Kienberg-Gaming nach Lunz am See.
An den stillgelegten Streckenabschnitten finden sich noch zahlreiche Relikte an den ehemaligen Bahnbetrieb, so auch auf der knapp 6 km langen Stichstrecke von Gstadt nach Ybbsitz. Im Sommer 2024 machte ich mich auf den Weg nach Ybbsitz, um die aktuelle Situation dort für unsere Leserschaft (und die Nachwelt) zu dokumentieren.
Unter Denkmalschutz stehen folgende 3 Objekte:
Stahlträgerbrücke über die Ybbs
Bahnhofsgebäude Ybbsitz
Remise Ybbsitz
Ybbsitz ist von Waidhofen/Ybbs mit der Buslinie 650 erreichbar, die wochentags im Stundentakt und Samstag/Sonntag im Zweistundentakt von Waidhofen nach Scheibbs verkehrt.
Nachfolger der Ybbstalbahn, der Autobus des VOR, Linie 650 von Waidhofen/Ybbs über Ybbsitz nach Scheibbs
Einige Fotos
Situation 2012 im Bahnhof Gstadt
Abzweig der Stichstrecke von der Talstrecke, die Schienen liegen alle noch.
„Pröllböcke“ nach dem Bahnhof Gstadt. Rechts Gleis nach Lunz am See, links Gleis nach Ybbsitz (Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum)Abgesperrtes Gleis zur denkmalgeschützten Eisenbrücke über die YbbsDie prächtige unter Denkmalschutz stehende Stahlträgerbrücke über die Ybbs
Situation 2024 in Ybbsitz
Denkmalgeschützte Objekte Bahnhof und Remise existieren, konkrete Nutzung nicht ersichtlich. Befinden sich im Eigentum der Gemeinde Ybbsitz. Teilweise liegen noch Schienen, Richtung Gstadt wird die Trasse offenbar zu einem Radweg planiert.
Bahnhofsensemble Ybbsitz Sommer 2024Bahnhofsgebäude Ybbsitz. Ein prächtig blühender Oleander und ein herrlich blühendes Enzianbäumchen zeugen von einer gewissen Plflege und Nutzung des GebäudesSo ein Bahnhof strahlt noch Menschlichkeit und Gemütlichkeit aus, die Holzbank (keine rostige Nirostabank a la ÖBB) lud zum Verweilen ein. Man glaubte, der Bahnhof ist noch in BetriebDer gepflegte ehemalige Warteraum beherbergt ein öffentliches WC, welches sauber und gepflegt warEhem. Dienstraum noch voll möbliert. Würde sich da nicht ein Museum anbieten?Gleise im BahnhofsbereichAbgestellte Personenwaggons. Gehören dem Verein Club 598 und werden zum Teil in das im Aufbau befindliche Museum „Schauwerkstätte“ beim Lokalbahnhof Waidhofen überstellt, zum Teil kommen sie zur BergstreckeAbgestellte Güterwaggons des Vereins Club 598Bahnhofsgelände mit rechts Bahnhofsgebäude, im Hintergrund Remise/Schuppen und links LagerhausDer unter Denkmalschutz stehende Schuppen (Remise/Gütermagazin)Detail GüterschuppenEisenbrücke am Bahnhofsende Blick Richtung Gstadt. Man hat hier die Schienen entfernt und offenbar für einen Radweg planiertTrasse der Ybbstalbahn nach der Eisenbrücke. Im Hintergrund waren Baufahrzeuge dabei die Trasse zu asphaltieren (Radweg?)Güterschuppen, dahinter das in Betrieb befindliche LagerhausEingang Gütermagazin. Darin befindet sich nach Auskunft des Obmanns Club 598 noch ein aufzuarbeitender Waggon (Nr. 3608) sowie Werkzeug des VereinsBahnhofsensemble, im Vordergrund eines der zahlreichen Eisen-Kunst-Objekte. Ybbsitz ist ja bekannt als Ort der (ehem.) Eisenverarbeitung, wovon das örtliche Museum FERRUM (sehenswert!) einen guten Überblick gibtYbbsitz ist auch die Heimat des Kelomats sowie weiterer Küchenutensilien der Firma RIESS KELOmat GmbH
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Der mit einer COOP-Werbung folierte Triebwagen Bhe 4/8 “Pano 141” nach seiner Ankunft von Grindelwald im Bahnhof Kleine Scheidegg (Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum 27.5.2023)
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Neu bei DEEF Online ist eine Dokumentation von Dr. Michael Populorum über den
Eiger Express Seilbahn Grindelwald
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Gondel des Eiger Express an einer der 7 Stützen im mittleren Abschnitt (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum 2023)
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Ja zum S-Link Salzburg – Backbone einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur
Vorbemerkungen
Auch wenn es – wie oftmals in dieser Schilda-Stadt Salzburg – einige Berufsprotestierer und Wadlbeisser aus Prinzip gibt, die sich meist befreit von Sachverstand aber auch einem gesunden Hausverstand aufplusternd gegen jede Veränderung und Fortschritt zur Wehr setzen, so sollen sich die vernünftigen Kräfte in der Stadt und auch im Land Salzburg umso mehr vehement für die zeitnahe Errichtung des S-Link (auch bekannt als Regionalstadtbahn Salzburg) einsetzen. Diese Jahrhundert-Chance mit einer Beteiligung von 50% an den Kosten durch den Bund darf nicht leichtfertig vertan werden. Umso mehr, als diejenigen, welche den S-Link verhindern wollen, keinerlei nachhaltige Alternativvorschläge auf den Tisch legen können.
Und alleine schon die Tatsache, dass die Verhinderer laufend von einer „U-Bahn“ sprechen, zeugt von deren kompletter Inkompetenz!
Es geht um die Zukunft – nach 40 Jahren Studien erstellen und reden endlich handeln und S-Link bauen!
Und es gibt zwischenzeitlich zahlreiche höchst erfolgreiche Beispiele von Regionalstadtbahnen in Europa, auch in historischen Städten, ohne dass dort irgendwelche Kathedralen, Burgen oder denkmalgeschützte Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
Nachfolgend eine Presseaussendung zum Thema S-Link mit Beispielen von höchst erfolgreichen Stadt-Regional-Bahnen nach dem Muster des geplanten S-Link für Salzburg.
Pressemitteilung der Salzburger Regionalstadtbahn Projektgesellschaft mbH
Vergleich mit Referenzprojekten in Nachbarländern unterstreicht Nutzen des S-LINK
Salzburg, 30. August 2024. – Eine Regionalstadtbahn, die wie der S-LINK Stadtzentrum und Umland miteinander verbindet – in einer Reihe von Städten unter anderem in Deutschland und der Schweiz wurde dieses Konzept bereits erfolgreich realisiert. Beispiele wie Kassel, Karlsruhe oder Bonn zeigen die positiven Auswirkungen für die Menschen.
Der S-LINK ist nicht die erste Regionalstadtbahn in Mitteleuropa, die als moderne und umweltfreundliche Verkehrslösung Stadtzentren und Umland miteinander verknüpft. Zahlreiche Städte, die beispielsweise hinsichtlich Einwohnerzahl, Topografie oder Infrastruktur mit Salzburg vergleichbar sind, haben ähnliche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt. Von den Fahrgästen wurde das Angebot sehr gut angenommen, die Politik lobt die Vorteile der langfristig wirksamen Investitionen.
„Karlsruher Modell“ ermöglicht schnelles und bequemes Reisen
Eine Verknüpfung von Straßenbahn und Lokalbahn wurde im engeren Sinn erstmals in Karlsruhe im deutschen Bundesland Baden-Württemberg eingesetzt. Das sogenannte „Karlsruher Modell“ findet mittlerweile auch Anwendung in anderen Städten wie Kassel und Bonn. Wie für den S-LINK fahren auf den Strecken auch hier Tram-Train-Fahrzeuge. Die Vorteile liegen dabei in der flexiblen Einsatzmöglichkeit: Die Bahnen können sowohl im Stadtgebiet als auch auf Regionalstrecken fahren. Das erspart Fahrgästen den Umstieg und macht das Reisen bzw. Pendeln bequemer, was auch der Oberbürgermeister der ca. 205.000-Einwohner:innen-Stadt Kassel, Dr. Sven Schoeller (Grüne), als klares Plus sieht: „Mit dem RegioTram-System verknüpfen wir seit den 2000ern das Eisenbahnnetz der Region umsteigefrei mit dem Straßenbahnnetz Kassels. Dadurch sind die Menschen aus Stadt und Region noch enger zusammengerückt.“
Bürger:innen profitieren in einem derartigen System außerdem von der Schnelligkeit, wie Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (SPD) erklärt: „Millionen von Fahrgäste sind jedes Jahr mit den Zweisystem-Stadtbahnfahrzeugen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) unterwegs und gelangen schnell und unkompliziert aus der Region direkt in die Stadt.“ Ähnlich ist die Situation in Bonn, einer der ältesten Städte Deutschlands mit einem großen verkehrsberuhigten Bereich in der Innenstadt, die mit der Bonner Stadtbahn ebenfalls über eine zentrale Verbindung verfügt. Sie führt vom Stadtzentrum in die umliegenden Regionen bis nach Köln. Für die Strecken der Bonner Stadtbahn wurden ehemalige Straßen- und Eisenbahnstrecken entweder oberirdisch für den Stadtbahnbetrieb umgerüstet oder durch Tunnelabschnitte ersetzt.
Unterirdische Streckenführung schafft Platz und Sicherheit
Städte wie Lausanne, Karlsruhe und Bielefeld zeigen, welche Entlastung die unterirdische Führung von Regionalstadtbahnen oder ein tiefergelegter Bahnhof für die Infrastruktur an der Oberfläche bringen. Die Verlegung der Streckenführung in den Untergrund sorgt für die zuverlässigere Einhaltung von Fahrplänen und schafft Platz für Geh- und Radwege. In Karlsruhe, wo der Untergrund wie in Salzburg teils sandig ist, hat sich das Bild der Fußgängerzone durch den Wegfall von Schienen und Bahnen sichtbar zum Positiven verändert.
Triebwagen der Lausanne-Echallens-Bercher-Bahn (LEB), franz. Chemin de fer Lausanne–Echallens–Bercher in der unterirdischen Station Flon direkt im Zentrum von Lausanne. So geht moderner Stadt-Umland-Verkehr (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum, 28.3.2018)
Einen unterirdischen Streckenabschnitt, wie er für den S-LINK geplant ist, gibt es auch in Lausanne, einer Stadt in der Schweiz mit historischem Stadtzentrum. Die ca. 144.000 Bürger:innen profitieren vor allem von der erhöhten Sicherheit: Auf der Avenue d‘Echallens kam es immer wieder zu teils schweren Unfällen zwischen der Lausanne-Echallens-Bercher-Bahn (LEB) und anderen Verkehrsteilnehmer:innen. Seit 2022 fährt die Bahn innerstädtisch nun in einem 1,7 km langen Tunnel, was die gesamte Verkehrslage im Zentrum deutlich entspannt. 3,8 Millionen Fahrgäste legen so jährlich sicher ihre Wege zurück.
985 m lang ist der Tunnel de Chauderon im historischen Zentrum von Lausanne, den die Triebwägen der LEB schnell und unfallfrei benutzen, um an die Peripherie der Stadt zu kommen (Foto Archiv DEEF)
In Bielefeld wiederum ermöglichte der Tunnel im Innenstadtbereich eine Taktverdichtung, verkürzte Fahrzeiten sowie den barrierefreien Zugang durch Hochbahnsteige.
Regionalstadtbahn bringt Vorteile für Mensch, Klima und Wirtschaft
Durch eine Regionalstadtbahn wie den S-LINK ergeben sich zahlreiche weitere Vorteile wie etwa die Erhöhung von Lebensqualität für Fahrgäste und Bewohner:innen, der positive Beitrag zum Klimaschutz sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Diese Aspekte hebt auch der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Dr. Frank Mentrup hervor: „Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass unser ‚Karlsruher Modell‘ einen effektiven Beitrag für mehr Klimaschutz und mehr Lebensqualität für alle Bürger leistet. Eine Stadt, die mit einem gut ausgebauten und weit verzweigten Nahverkehrsnetz an die umliegenden Kommunen angebunden ist, profitiert auch in wirtschaftlicher Hinsicht von der Belebung der gesamten Region.“
Wie Kassels Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller bestätigt, wird eine durchgehende Verbindung zwischen Stadt und Region von den Bürger:innen sehr geschätzt und vielfach in Anspruch genommen: „Das RegioTram-System ist ein Qualitätsmerkmal des öffentlichen Nahverkehrs, den jedes Jahr mehr Fahrgäste nutzen. Allein 2023 waren es fast 6,5 Millionen, deutlich mehr als ursprüngliche Prognosen errechnet hatten.“
Fazit
S-Link / Regionalstadtbahn inkl. Messebahn, Stieglbahn und in Folge weiteren Streckenästen in die Region endlich umsetzen. Daher JA bei der Volksbefragung zu diesem Thema am 10. November 2024.
Auch am 10. November 2024 mit JA stimmen – möge die Vernunft wider ideologischer Engstirnigkeit siegen!
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Aigle-Ollon-Monthey-Champéry Bahn Abfahrt Stadler GTW 544 aus dem Bahnhof Val d’Illiez Richtung Aigle (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum 2023)
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Geburtstagsparty für die Dampflok Orenstein & Koppel 366 – 125 Jahre jung
Das Geburtstagskind, die Orenstein & Koppel 366, Baujahr 1899. Prächtig anzusehen und toll in Schwung die alte Lady
Geburtstagsfeiern und Fahrzeugparade im FIM
Ein Bericht von Chefredaktor Dr. Michael Populorum
Mit einer mehrtägigen Veranstaltung Mitte August 2024 wurde im bekannten Feld- und Industriebahnmuseum Freiland an der Traisen (FIM) der 125. Geburtstag der Feldbahn-Dampflokomotive Orenstein & Koppel 366 gefeiert.
Die prächtig restaurierte Dampflok mit Spurtweite 600 mm, welche 1899 beim renommierten Deutschen Hersteller Orenstein & Koppel (gegr. 1876, benannt nach den Gründern Benno Orenstein und Arthur Koppel) das Licht der Welt erblickte, war ursprünglich auf der Agrarbahn Graf Karoly Imre, Nagymaros, in Ungarn im Einsatz. Danach hat sie über Stationen im Burgenland, Wiener Neustadt und Wien schließlich im Museum in Freiland ihre heutige Heimat gefunden.
Nachdem die alte Lady sogar auf einem Kinderspielplatz in Wien ihr Dasein fristen musste, haben die ehrenamtlichen Feldbahn-Enthusiasten des FIM das heutige Geburtstagskind sukzessive aufgearbeitet – u.a. bekam sie in einem ersten Schritt 1975/76 einen Neubaukessel eingebaut, da der alte völlig hinüber war. Weitere Aufarbeitungen bis hin zur vollständigen Fahrtüchtigkeit folgten.
Neben der O&K 366 kamen am 15. August 2024 auch fast alle betriebsfähigen Lokomotiven zum Einsatz
Eine kleine Sonderausstellung im FIM Freiland zum 125. Jahr-Jubiläum der O&K 366 lässt auf Schautafeln die Geschichte dieses Prachtstücks von Lokomotive Revue passieren.
Am 15. August 2024 organisierte das FIM auch eine Fahrzeugparade, wo nahezu alle betriebsfähigen Lokomotiven des Museum in Bewegung gesehen, fotographiert oder gefilmt werden konnten, solo aber auch mit typischem angehängten Wagenmaterial.
Das Geburtstagskind O&K 366 als Zuglok für einen typischen Lorenzug mit Kipploren
Fazit
Gratulation an den Veranstalter der mehrtägigen Veranstaltung, sie waren dem 125. Geburtstag der O&K 366 jedenfalls sehr angemessen. Das Museum lebte – es dampfte, knattert, dröhnte, rauchte, pfiff und hupte. So soll es sein! Danke dafür!
Links
Webseite Feld- und Industriebahnmuseum Freiland >>>
Neben Sonderveranstaltungen hat das Museum im Sommer fast jeden Sonntag geöffnet
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Neu am Server von DEEF ist eine Reportage über die längste Seilbahn am Balkan, den Dajti Ekspres in Albaniens Hauptstadt Tirana. In Wort, Bild und Video, von Dr. Michael Populorum.
Dajti Elspres Gondelbegegnung Gondelbahn Tirana (Albanien). Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum
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Dampfzug gezogen von 699.01 verlässt mit einem Dampfzug den Bahnhof Pöckstein-Zwischenwassern (August 2014)
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