Railway & Mobility Research Austria # Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
Flugwerft Schleißheim
Flugwerft Schleißheim – Deutsches Museum
Rockwell-MBB X-31 Experimentierflugzeug, Hersteller der 2 Prototypen: Rockwell International, Messerschmitt-Bölkow-Blohm. Erstflug 1990 (Foto Archiv Dr. Michael Populorum)
Allgemeines
Für die Freunde der Luftfahrt, speziell der Geschichte der Luftfahrt, ist das Museum Flugwerft Schleißheim als eine Außenstelle des Deutschen Museums in München ein Muss. Alleine schon der architektonische Mix aus Alt und Neu ist faszinierend und dann natürlich die zahlreichen Exponate an Flugmaschinen beginnend von den Anfängen aus der Zeit Otto Lilienthals bis zur Jetztzeit mit Exemplaren wie dem Starfighter und dem Eurofighter.
Historisches Plakat aus den Anfangsjahren des Flugplatzes
Selbstverständlich wird auch die Geschichte des Flugplatzes Schleißheim – von den Anfängen mit Gründungsjahr 1912 für die königlich-bayerische Fliegertruppe, über die Jagdfliegerschule Schleißheim in den 1930er und 1940er Jahre, die Okkupierung durch die US Army/Air Force bis zur Deutschen Luftwaffe und die heutige Nutzung als ziviler Flughafen für Privatflieger – ausführlich und mit viel historischem Fotomaterial präsentiert.
Relikt aus der amerikanischen Besatzung
Ab 1992 beherbergt das Geländes des ältesten Flughafens Deutschlands mit der heutigen Bezeichnung „Sonderlandeplatz Oberschleißheim“ (ICAO-Code: EDNX) das Luftfahrtmuseum „Flugwerft Schleißheim“, eine Außenstelle des Deutschen Museums München. Teile der Exponate sind in der alten Werfthalle mit Kommandantur und Turm (gebaut zwischen 1912 und 1918) sowie einer 1992 neu errichteten mehrgliedrigen Halle untergebracht.
Blick vom Außengelände (ehemaliges Rollfeld) auf den historischen Trakt mit Kommandogebäude und TowerIm Übergang zu den neuen lichtdurchfluteten AusstellungshallenBüste eines ganz großen Deutschen Flugzeugpionier – Willi Messerschmitt
Foto-Impressionen vom Luftfahrt-Museum Flugwerft Schleißheim
Insgesamt werden mehrere Dutzend Exponate gezeigt aus den Bereichen
Hängegleiter
Segelflugzeuge
Propellermaschinen
Strahlflugzeuge („Düsenflieger“)
Hubschrauber
Senkrechtstarter
Raketen
Unbemannte Flugmaschinen (Drohnen)
Motoren und Turbinen
MuseumseingangKassenbereich mit ShopErster Blick in die historische Halle nach dem EintrittNachbau eines Propellerfliegers (Libelle) aus der Werkstatt von Hans Grade (1879-1946)Parseval Luftschiffgondel, Berlin 1908Etrich-Rumpler Taube, Berlin 1910. Ignaz „Igo“ Etrich war Österreichischer Flugpionier und ist am Salzburger Kommunalfriedhof begrabenUdet U12 Flamingo, ursprünglich gebaut 1925 in München, flugfähiger Nachbau von 2004Udet U12 Flamingo, ursprünglich gebaut 1925 in München, flugfähiger Nachbau von 2004Flugsimulator von Microsoft steht zur VerfügungEine Sonderausstellung in Wort, Bild und Video war dem im Ukrainekonflikt 2022 demolierten Riesenvogel Antonow An-225 „Mrija“ gewidmetVon den Gleitern der Ära „Otto Lilienthal“ sind einige Exponate zu sehen, teils original meist aber NachbauVon den Gleitern der Ära „Otto Lilienthal“ sind einige Exponate zu sehen, teils original meist aber NachbauKörbe von BallonenZahlreiche Propeller- und Segelflieger sind zu sehen, vorne LF1 ZaunkönigCessna 195, Baujahr USA 1947Flugmotor Junkers Jumo 211 F, Dessau 1941Auch Senkrechtstarter sind zu bewundern wie die Dornier Do 31 E3, das einzig gebaute senkrechtstartende Frachtflugzeug (Baujahr 1967)Motor Daimler Benz DB 610, Baujahr 1942BMW Flugmotor 801 TJ, Baujahr 1944Dornier Do 31 E3, SenkrechtstarterSenkrechtstarter VJ 101 C-X2, Entwicklungsring Süd, München (Bölkow-Entwicklungen KG, Ottobrunn; Ernst Heinkel Flugzeugwerke GmbH, Speyer; Messerschmitt AG, Augsburg), 1965Frontpartie Do 31Strahltriebwerk Pratt & Whitney JT3D-3B, Baujahr 1960, eingebaut u.a. in die Boeing 707 und Douglas DC 8Dornier Do 128-6 Turbo Skyservant, Forschungsflugzeug, gebaut 1980Nochmals der Eye-Catcher der Halle, die Do 31Do 31 SenkrechtstarterIm Cockpit der Do 31-E3Die LFU 205 zählt zu den ersten Motorflugzeugen in Kunststoffbauweise. Erstflug 1968. Dahinter Forschungsflugzeug VFW-614 ATTASHinein in das Forschungsflugzeug VFW-614 ATTASIm Cockpit des ATTAS – Das ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System) war von 1985 bis 2012 beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig als Forschungsflugzeug in Betrieb.Die Kabine mit der umfangreichen FlugversuchseinrichtungVFW-Fokker VAK 191 B, Senkrechtstarter, Baujahr 1970Hochseetaugliches Flugboot Dornier Do 24 T-3, Baujahr 1944Volocopter VC200, Baujahr 2016Dornier Do 128-6 Turbo Skyservant Rückansicht, davor diverse SchleudersitzeQinetiQ Banshee (Zieldarstellungsdrohne), UK, Baujahr 1983Drohne Air Robot AR 120 (D, 2011), dahinter die britische Zieldarstellungs-Drohne QinetiQ BansheeLockheed C 2 SchleudersitzStrahltrieb-Jäger aus den 1950er Jahren, vorne Lockheed T-33 A (Baujahr 1954)1. Stufe der Europa-Rakete „Blue Streak“, Baujahr 1971. Die Europa-Rakete war der erste europäische Versuch, Anfang der 1970er-Jahre eine eigene dreistufige Trägerrakete für den Transport von Satelliten zu entwickelnMikojan-Gurewitsch MiG-15 UTI, Baujahr 1954Lockheed F-104 G Starfighter, Baujahr ab 1963. Die ausgestellte F-104 stammt aus einer Serie von 210 Flugzeugen, die von einer Arbeitsgemeinschaft der Firmen Messerschmitt, Dornier, Heinkel und SIAT in Lizenz gebaut wurden. Sie war bei dem Jagdbombergeschwader JaboG 33 in Büchel bei Cochem / Mosel im Einsatz.Detail StarfighterEurofighter EF-2000 DA 1, Erstflug 1994Eurofighter von vorneStarfighter mit AußenlastMIG 21 der ehemaligen DDRSud Aviation S.E.3130 Alouette II. Die Alouette II (deutsch Lerche) war der erste, in Großserie gebaute Hubschrauber mit Turbinenantrieb. Baujahr 1961Foto von der oberen Etage der Halle auf die MilitärflugzeugeBlick von der Etage hinunter auf diverse ExponateDiverse militärische StrahlflugzeugeEuropa-Rakete Zweite Stufe „Coralie“Panavia Tornado IDS/Recce. Der Tornado wird von der Deutschen Luftwaffe als Jagdbomber und als Aufklärungsflugzeug eingesetzt.Andere Perspektive auf das mächtige Dornier-FlugbootHeinkel He 111, spanische Version CASA 2.111 B. Ursprünglich als Mehrzweckflugzeug konzipiert, wurde die Heinkel He 111 neben der Junkers Ju 88 der Standardbomber der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Der Onkel des Autors dieser Zeilen Karl Svata wurde als Flugzeugführer in einer He 111 über Coventry abgeschossen und geriet in KriegsgefangenshaftDer Sikorsky S-58 – die militärische Bezeichnung lautet H-34 – ist einer der größten Hubschrauber mit KolbenmotorBell UH-1D, Transport- und Rettungshubschrauber des BundesgrenzschutzesDie MBB Bo 105 C ist untrennbar mit der Geschichte der zivilen Luftrettung in Deutschland verbundenAm Freigelände steht eine Transall C-160 D, Transportflugzeug u.a. der Deutschen LuftwaffeNochmals Heinkel He 111, spanische Version CASA 2.111 B, aus anderem BlickwinkelDouglas DC 3Die gläserne Werkstatt – hier kann man hautnah beim Restaurieren der Flugzeuge zusehen
Anreise und Attraktionen vor Ort
Anreise mit der S-Bahn München bis Oberschleißheim, von dort zu Fuß zum Museum ca. 25 Minuten oder mit Autobus bis zum Schloss OberschleißheimWegweiser führen den Wanderer sicher zu den SehenswürdigkeitenSchild nahe dem MuseumseingangSchloss Oberschleißheim liegt nur wenige Fußminuten vom Flugzeugmuseum entfernt und lohnt einen Besuch und einem Spaziergang durch die ausgedehnten Parkanlagen
Links
Webseite Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim >>>
DEEF-Dokumentation Verkehrszentrum München (Landfahrzeuge) – in Planung
Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum
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