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Holztransporte Zillertalbahn

Rückkehr der Holztransporte auf der Zillertalbahn

Neben dem regen Personenverkehr (Halbstundentakt) wird es ab Mai 2021 wieder regelmäßigen Güterverkehr (Holztransporte) geben, was für ein Eisenbahnunternehmen wie die Zillertalbahn AG betriebswirtschaftlich essentiell ist

Höchst erfreuliches gibt es aus dem Zillertal zu berichten, nämlich die Rückkehr der Holztransporte auf die Schiene. Rückkehr deswegen, weil bis vor knapp mehr als 7 Jahren bereits die Transporte auf der Schiene erfolgt sind, aber dann – aus welchen Gründen auch immer – die Transporte auf den LKW verlagert wurden. Mit negativen Folgen versteht sich – betriebswirtschaftlich für die Zillertalbahn und für die Allgemeinheit in Form von ca. 20.000 LKW-Fahrten per Anno.

Da ja die Transporte auf der Zillertalbahn mit ihrer Schmalspur (Bosnische Spur, 760 mm)  im Bahnhof Jenbach auf das Normalspurnetz der ÖBB übergeben werden müssen, war es hier notwendig, ein effizienteres System als den „Rollschemel“ in der Vergangenheit zu finden. Die steirische Firma Innofreight entwickelte ein innovatives, humanressourcensparendes System, sodass es hinkünftig sicher zu einer win-win-Situation zwischen allen beteiligten Partnern kommen soll.


Die Presseaussendung bzw. der Newsletter (April 2021) der Zillertalbahn vermerken hiezu folgendes:

Für die Zillertalbahn ist der 17. Mai 2021 ein historischer Tag: Nach siebeneinhalb Jahren Pause nimmt die Zillertalbahn den Güterverkehr wieder auf und transportiert Holz vom neuen Verladeterminal in Jenbach zu Binderholz nach Fügen. Die Verlagerung von 20.000 LKW-Fahrten auf die Zillertalbahn ist eine Win-win-Situation für das ganze Tal und war nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich. Als Vorstände der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG bedanken wir uns beim Land Tirol, der Schieneninfrastruktur Dienstleistungs GmbH, der ÖBB Rail Cargo Group, Innofreight Solutions und der Firma Binderholz für die professionelle Zusammenarbeit.

Mitte Mai startet die Zillertalbahn den Holztransport vom neuen Güterterminal in Jenbach zu Binderholz in Fügen. Das Projekt wurde in weniger als einem Jahr auf Schiene gebracht und wird die B 169 Zillertalstraße massiv entlasten.

Das Transportsystem wurde von der Firma Innofreight aus der Steiermark extra für die Schmalspurbahn entwickelt. Es besteht aus speziellen Aufbauten, die auf den Tragwaggons der ZVB AG montiert werden. Bei Vollauslastung transportieren täglich drei Garnituren zu je zehn Waggons Holz zur Weiterverarbeitung nach Fügen. Eine Garnitur kann 400 Tonnen Holz laden.

„Die Lokomotiven haben wir von zwei Partnerbahnen gemietet: den steiermärkischen Landesbahnen und der Pinzgauer Lokalbahn. Wir setzen für den Gütertransport auf unsere bestehenden Mitarbeiter, die wir natürlich entsprechend geschult haben“, betont Helmut Schreiner, technischer Vorstand der Zillertalbahn. Eine zentrale Rolle spielt das neue Güter- und Verladeterminal in Jenbach. „Damit haben wir die Möglichkeit, effizient von der ÖBB auf die Zillertalbahn umzuladen. Das Investitionsvolumen für das Terminal liegt bei einer Million Euro.“

Das neue Anlieferungskonzept entspricht ganz dem Firmenleitbild von Binderholz, wie Geschäftsführer Reinhard Binder erläutert: „Wir entlasten damit dauerhaft den Verkehr auf der Zillertalstraße. Darüber hinaus stärkt die Transportverlagerung auf die Schiene nachhaltig unseren erfolgreichen Sägewerksstandort Fügen.“

Binderholz in Fügen (11. September 2010)

Wichtiger Baustein für Mobilität im Zillertal

Für LHStv Josef Geisler ist die Verlagerung der Holztransporte von der Straße auf die Schiene ein wichtiger Baustein für die Mobilität im Zillertal: „Gemeinsam mit der Umfahrung Fügen und der weiteren Stärkung der Zillertalbahn als Rückgrat der Mobilität im Zillertal bringt diese Initiative gerade im besonders stark frequentierten vorderen Zillertal eine deutliche Entlastung für die Bevölkerung.“

Verkehrsreferentin LHStvin Ingrid Felipe beim Lokalaugenschein in Fügen: „Es ist wichtig, dass wir Angebote schaffen, die auch im Schienengüterverkehr die berühmte letzte Meile abdecken, um damit viele Lkw-Fahrten von der Straße auf die Schiene verlagern.“


Links:

Betreiber Zillertalbahn >>>

DEEF Doku Zillertalbahn >>>

Innofreight >>>

Binderholz >>>


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 27. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Beste Österreichische Sommerbergbahnen

Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen

Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Initiative der Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Seilbahnen, welche die besten Österreichischen Bergbahnen (Seilbahnen) mit einem Gütesiegel auszeichnet.

Spät aber doch – im Vergleich zur Schweiz – dämmerte es den Österreichischen Seilbahnbetreibern und Touristikern, dass es nicht gerade intelligent ist, teure Investitionen wie die Bergbahnen (aber auch Hotels und Gastronomiebetriebe) nur während weniger Monate im Winter zu nutzen und dann den Rest des Jahres brach liegen zu lassen. Langsam aber sicher erkannte man das Potential des Sommertourismus und dass es breite Schichten gibt, welche zwar die Berge und Almen erkunden möchten, aber gleichzeitig nicht bereit oder in der Lage sind, das auf Schusters Rappen schweißtreibend zu bewerkstelligen. Welch´ein Segen dass es Bergbahnen gibt!

Seit 2001 gibt es nun diese Initiative, wo mit einem Gütezeichen die besten Österreichischen Bergbahnen ausgezeichnet werden. Um das Gütezeichen zu bekommen bedarf es diverser Erlebnisangebote seitens der Seilbahnunternehmen sowie einer Überprüfung diverser Qualitätskriterien.

Startete man 2001 mit 7 Mitgliedern so gibt es aktuell österreichweit 67 Mitglieder – von insgesamt über 200 im Sommer geöffneten Bahnen. Diese Initiative zur Stärkung des Bergsommers in Österreich scheint recht erfolgreich zu verlaufen, glaubt man den erhobenen Kennzahlen betreffend Anzahl der Gäste, Aufenthaltsdauer der Gäste, Umsatz und Gewinn.


Links

WKO Sommer-Seilbahnen >>>

DEEF Rubrik Seilbahnen >>>


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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 25. April 2021;  Letzte Ergänzung: 21.8.2025

Standseilbahn Zagreb

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Die Standseilbahn Uspinjača in Zagreb (Agram)

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Erstmals Online publiziert: 25. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Ahornbahn Pendelbahn Mayrhofen

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Die Ahornbahn in Mayrhofen im Zillertal – die größte Pendelbahn Österreichs

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Erstmals Online publiziert: 22. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Penkenbahn Mayrhofen Zillertal

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Die Penkenbahn in Mayrhofen im Zillertal

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Erstmals Online publiziert: 18. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Sonnenbahn Speiereck Lungau

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Die Sonnenbahn aufs Speiereck im Salzburger Lungau

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Erstmals Online publiziert: 16. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Grosseckbahn Seilbahn Mauterndorf

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Die Grosseckbahn Mauterndorf

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Erstmals Online publiziert: 12. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Grünwaldkopfbahn Seilbahn Obertauern

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Die Grünwaldkopfbahn – eine Kombibahn – in Obertauern

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Erstmals Online publiziert: 11. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Zehnerkarbahn Seilbahn Obertauern

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Die Zehnerkarbahn in Obertauern

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Bericht von: Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum, Chefredakteur Railway & Mobility Research Austria / DEEF

Erstmals Online publiziert: 9. April 2021;  Letzte Ergänzung: –

Pinkatalbahn Petition zur Reaktivierung

Rettet die Pinkatalbahn – Petition zur Reaktivierung der internationalen Verbindung

Während die Politik in den letzten Jahren einiges investiert hat, um den Schienenverkehr im Norden des Burgenlandes zu attraktivieren, scheint man gleichzeitig für das „Mezzogiorno des Burgenlandes“ und dessen hochwertige Verkehrsanbindung (lokal, regional, überregional) wenig übrig zu haben. Ja im Gegenteil, im Süden des Burgenlandes droht nun sogar der Verlust einer der letzten Schienenstränge.

Täglicher Güterzug der Pinkatalbahn erreicht den Bahnhof Friedberg (10.9.2020)

Die Pinkatalbahn, also die ehem. internationale Bahnstrecke von Friedberg (an der Thermenbahn Richtung Fehring-Graz bzw. Wechselbahn Richtung Aspang-Wien) über Oberwart, Rechnitz und die Staatsgrenze nach Szombathely (dt. Steinamanger) kann als Opfer zweier Weltkriege und einer bis heute verfehlten Verkehrspolitik gesehen werden. Nach dem 1. WK kam ein Teil der Strecke weg von Ungarn zum neu entstandenen österr. Bundesland Burgenland, nach dem 2. Weltkrieg und der Herrschaft der Kommunisten in Ungarn wurde der Eiserne Vorhang hochgezogen und in Folge 1953 der Grenzübergang geschlossen und der Eisenbahnverkehr eingestellt.

Kartengrundlage openrailwaymap

Sukzessive wurde – wie vielerorts auf Nebenbahnen in Österreich – der Verkehr auf dem verbliebenen österr. Abschnitt ausgedünnt und mit der üblichen Salamitaktik der ÖBB die Strecke schrittweise stillgelegt. Der zuletzt verbliebene Personenverkehr von Friedberg nach Oberwart wurde plötzlich mitten in der Fahrplanperiode am 1.8.2011 eingestellt und nicht – wie vorher kommuniziert – bis Großpetersdorf verlängert!

Auch der beliebte Tourismusverkehr der FrOWOS mit Motordraisinen auf der Zweigstrecke Oberwart – Oberschützen wurde zwischenzeitlich als Folge eines Wechsels in den Besitzverhältnissen der Strecke eingestellt. Ein Teil der Pinkatalbahn wurde vom Land Burgenland übernommen und es findet aktuell (2021) Güterverkehr auf der Schiene zwischen Friedberg und Rotenturm statt. Wäre es nach den ÖBB gegangen, so würde heute der Güterverkehr auf der Straße stattfinden.


Bilaterale Petition zur Reaktivierung der Gesamtstrecke

Es ist ein Armutszeugnis der Politik, dass man es nach mehr als 30 Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs immer noch nicht geschafft hat, die gerade für eine strukturschwache Region mit vielen Pendlern so wichtige hochwertige Verkehrsachse zu reaktivieren.  Im Gegenteil, man hört bereits hinter vorgehaltener Hand, dass es auch der Thermenbahn an den Kragen gehen könnte. Klar, wenn es nach dem Wunsch der Staatsbahn ÖBB geht, dann sicher, man braucht sich nur die von den ÖBB gleich selbst formulierte „strategische Planung“ Zielnetz 2025+ durchlesen. Das ist ein „Wunschkonzert“ der Staatsbahn, nur mehr auf profitablen Hauptstrecken und einiger weniger Regionalbahnstrecken fahren zu wollen. Aber zurück zur Petition!

Da man sich offenbar von Seiten der Politik im Stich gelassen fühlt, nehmen engagierte Menschen im Burgenland sowie jenseits der Grenze in Ungarn die Sache nun selbst in die Hand und beginnen, für ihre Bahn zu kämpfen. Ein höchst unterstützenswertes Projekt meinen wir!

Wir dürfen daher unsere gewogene Leserschaft bitten, die Petition für die Reaktivierung der Eisenbahnstrecke Friedberg – Oberwart – Szombathely (Steinamanger) zu unterzeichen, um damit den offenbar notwendigen Druck auf die Burgenländischen Politiker aufzubauen, die Strecke endlich zu reaktivieren. Hirngespinsten wie einem Radlweg statt der Eisenbahn sind eine Absage zu erteilen – wirklich erfolgreiche und für den Tourismus relevante Radwege sind überall dort zu finden, so es eine Koexistenz Eisenbahn UND Radweg gibt (bspw. Drautalradweg).


Zur Petition ZUKUNFT AUF SCHIENE – A JÖVŐ SÍNEN VAN:

openpetition.eu/!bahn

Nur gemeinsam, liebe Eisenbahnfreunde und Befürworter eines nachhaltigen Verkehrs, ist es möglich, die Politik zum Handeln im Sinne der Bürger zu „motivieren“! Unterstützen wir unsere Freunde im südlichen Burgenland!

Zugkreuzung zweier Desiro in Friedberg – es ist an der Zeit, dass es auch wieder Personenverkehr auf der Pinkatalbahn zu den ungarischen Nachbarn gibt! (Foto 10.9.2020)

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Erstmals Online publiziert: 4. April 2021;  Letzte Ergänzung / page last modified 6.11.2023