Neu bei DEEF Online ist eine Dokumentation von Dr. Michael Populorum über den
Eiger Express Seilbahn Grindelwald
Hier geht es zur detaillierten Dokumentation in Word, Bild und Video >>>
Gondel des Eiger Express an einer der 7 Stützen im mittleren Abschnitt (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum 2023)
Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum.
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Ja zum S-Link Salzburg – Backbone einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur
Vorbemerkungen
Auch wenn es – wie oftmals in dieser Schilda-Stadt Salzburg – einige Berufsprotestierer und Wadlbeisser aus Prinzip gibt, die sich meist befreit von Sachverstand aber auch einem gesunden Hausverstand aufplusternd gegen jede Veränderung und Fortschritt zur Wehr setzen, so sollen sich die vernünftigen Kräfte in der Stadt und auch im Land Salzburg umso mehr vehement für die zeitnahe Errichtung des S-Link (auch bekannt als Regionalstadtbahn Salzburg) einsetzen. Diese Jahrhundert-Chance mit einer Beteiligung von 50% an den Kosten durch den Bund darf nicht leichtfertig vertan werden. Umso mehr, als diejenigen, welche den S-Link verhindern wollen, keinerlei nachhaltige Alternativvorschläge auf den Tisch legen können.
Und alleine schon die Tatsache, dass die Verhinderer laufend von einer „U-Bahn“ sprechen, zeugt von deren kompletter Inkompetenz!
Es geht um die Zukunft – nach 40 Jahren Studien erstellen und reden endlich handeln und S-Link bauen!
Und es gibt zwischenzeitlich zahlreiche höchst erfolgreiche Beispiele von Regionalstadtbahnen in Europa, auch in historischen Städten, ohne dass dort irgendwelche Kathedralen, Burgen oder denkmalgeschützte Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
Nachfolgend eine Presseaussendung zum Thema S-Link mit Beispielen von höchst erfolgreichen Stadt-Regional-Bahnen nach dem Muster des geplanten S-Link für Salzburg.
Pressemitteilung der Salzburger Regionalstadtbahn Projektgesellschaft mbH
Vergleich mit Referenzprojekten in Nachbarländern unterstreicht Nutzen des S-LINK
Salzburg, 30. August 2024. – Eine Regionalstadtbahn, die wie der S-LINK Stadtzentrum und Umland miteinander verbindet – in einer Reihe von Städten unter anderem in Deutschland und der Schweiz wurde dieses Konzept bereits erfolgreich realisiert. Beispiele wie Kassel, Karlsruhe oder Bonn zeigen die positiven Auswirkungen für die Menschen.
Der S-LINK ist nicht die erste Regionalstadtbahn in Mitteleuropa, die als moderne und umweltfreundliche Verkehrslösung Stadtzentren und Umland miteinander verknüpft. Zahlreiche Städte, die beispielsweise hinsichtlich Einwohnerzahl, Topografie oder Infrastruktur mit Salzburg vergleichbar sind, haben ähnliche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt. Von den Fahrgästen wurde das Angebot sehr gut angenommen, die Politik lobt die Vorteile der langfristig wirksamen Investitionen.
„Karlsruher Modell“ ermöglicht schnelles und bequemes Reisen
Eine Verknüpfung von Straßenbahn und Lokalbahn wurde im engeren Sinn erstmals in Karlsruhe im deutschen Bundesland Baden-Württemberg eingesetzt. Das sogenannte „Karlsruher Modell“ findet mittlerweile auch Anwendung in anderen Städten wie Kassel und Bonn. Wie für den S-LINK fahren auf den Strecken auch hier Tram-Train-Fahrzeuge. Die Vorteile liegen dabei in der flexiblen Einsatzmöglichkeit: Die Bahnen können sowohl im Stadtgebiet als auch auf Regionalstrecken fahren. Das erspart Fahrgästen den Umstieg und macht das Reisen bzw. Pendeln bequemer, was auch der Oberbürgermeister der ca. 205.000-Einwohner:innen-Stadt Kassel, Dr. Sven Schoeller (Grüne), als klares Plus sieht: „Mit dem RegioTram-System verknüpfen wir seit den 2000ern das Eisenbahnnetz der Region umsteigefrei mit dem Straßenbahnnetz Kassels. Dadurch sind die Menschen aus Stadt und Region noch enger zusammengerückt.“
Bürger:innen profitieren in einem derartigen System außerdem von der Schnelligkeit, wie Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (SPD) erklärt: „Millionen von Fahrgäste sind jedes Jahr mit den Zweisystem-Stadtbahnfahrzeugen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) unterwegs und gelangen schnell und unkompliziert aus der Region direkt in die Stadt.“ Ähnlich ist die Situation in Bonn, einer der ältesten Städte Deutschlands mit einem großen verkehrsberuhigten Bereich in der Innenstadt, die mit der Bonner Stadtbahn ebenfalls über eine zentrale Verbindung verfügt. Sie führt vom Stadtzentrum in die umliegenden Regionen bis nach Köln. Für die Strecken der Bonner Stadtbahn wurden ehemalige Straßen- und Eisenbahnstrecken entweder oberirdisch für den Stadtbahnbetrieb umgerüstet oder durch Tunnelabschnitte ersetzt.
Unterirdische Streckenführung schafft Platz und Sicherheit
Städte wie Lausanne, Karlsruhe und Bielefeld zeigen, welche Entlastung die unterirdische Führung von Regionalstadtbahnen oder ein tiefergelegter Bahnhof für die Infrastruktur an der Oberfläche bringen. Die Verlegung der Streckenführung in den Untergrund sorgt für die zuverlässigere Einhaltung von Fahrplänen und schafft Platz für Geh- und Radwege. In Karlsruhe, wo der Untergrund wie in Salzburg teils sandig ist, hat sich das Bild der Fußgängerzone durch den Wegfall von Schienen und Bahnen sichtbar zum Positiven verändert.
Triebwagen der Lausanne-Echallens-Bercher-Bahn (LEB), franz. Chemin de fer Lausanne–Echallens–Bercher in der unterirdischen Station Flon direkt im Zentrum von Lausanne. So geht moderner Stadt-Umland-Verkehr (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum, 28.3.2018)
Einen unterirdischen Streckenabschnitt, wie er für den S-LINK geplant ist, gibt es auch in Lausanne, einer Stadt in der Schweiz mit historischem Stadtzentrum. Die ca. 144.000 Bürger:innen profitieren vor allem von der erhöhten Sicherheit: Auf der Avenue d‘Echallens kam es immer wieder zu teils schweren Unfällen zwischen der Lausanne-Echallens-Bercher-Bahn (LEB) und anderen Verkehrsteilnehmer:innen. Seit 2022 fährt die Bahn innerstädtisch nun in einem 1,7 km langen Tunnel, was die gesamte Verkehrslage im Zentrum deutlich entspannt. 3,8 Millionen Fahrgäste legen so jährlich sicher ihre Wege zurück.
985 m lang ist der Tunnel de Chauderon im historischen Zentrum von Lausanne, den die Triebwägen der LEB schnell und unfallfrei benutzen, um an die Peripherie der Stadt zu kommen (Foto Archiv DEEF)
In Bielefeld wiederum ermöglichte der Tunnel im Innenstadtbereich eine Taktverdichtung, verkürzte Fahrzeiten sowie den barrierefreien Zugang durch Hochbahnsteige.
Regionalstadtbahn bringt Vorteile für Mensch, Klima und Wirtschaft
Durch eine Regionalstadtbahn wie den S-LINK ergeben sich zahlreiche weitere Vorteile wie etwa die Erhöhung von Lebensqualität für Fahrgäste und Bewohner:innen, der positive Beitrag zum Klimaschutz sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Diese Aspekte hebt auch der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Dr. Frank Mentrup hervor: „Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass unser ‚Karlsruher Modell‘ einen effektiven Beitrag für mehr Klimaschutz und mehr Lebensqualität für alle Bürger leistet. Eine Stadt, die mit einem gut ausgebauten und weit verzweigten Nahverkehrsnetz an die umliegenden Kommunen angebunden ist, profitiert auch in wirtschaftlicher Hinsicht von der Belebung der gesamten Region.“
Wie Kassels Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller bestätigt, wird eine durchgehende Verbindung zwischen Stadt und Region von den Bürger:innen sehr geschätzt und vielfach in Anspruch genommen: „Das RegioTram-System ist ein Qualitätsmerkmal des öffentlichen Nahverkehrs, den jedes Jahr mehr Fahrgäste nutzen. Allein 2023 waren es fast 6,5 Millionen, deutlich mehr als ursprüngliche Prognosen errechnet hatten.“
Fazit
S-Link / Regionalstadtbahn inkl. Messebahn, Stieglbahn und in Folge weiteren Streckenästen in die Region endlich umsetzen. Daher JA bei der Volksbefragung zu diesem Thema am 10. November 2024.
Auch am 10. November 2024 mit JA stimmen – möge die Vernunft wider ideologischer Engstirnigkeit siegen!
Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum.
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Aigle-Ollon-Monthey-Champéry Bahn Abfahrt Stadler GTW 544 aus dem Bahnhof Val d’Illiez Richtung Aigle (Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum 2023)
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Geburtstagsparty für die Dampflok Orenstein & Koppel 366 – 125 Jahre jung
Das Geburtstagskind, die Orenstein & Koppel 366, Baujahr 1899. Prächtig anzusehen und toll in Schwung die alte Lady
Geburtstagsfeiern und Fahrzeugparade im FIM
Ein Bericht von Chefredaktor Dr. Michael Populorum
Mit einer mehrtägigen Veranstaltung Mitte August 2024 wurde im bekannten Feld- und Industriebahnmuseum Freiland an der Traisen (FIM) der 125. Geburtstag der Feldbahn-Dampflokomotive Orenstein & Koppel 366 gefeiert.
Die prächtig restaurierte Dampflok mit Spurtweite 600 mm, welche 1899 beim renommierten Deutschen Hersteller Orenstein & Koppel (gegr. 1876, benannt nach den Gründern Benno Orenstein und Arthur Koppel) das Licht der Welt erblickte, war ursprünglich auf der Agrarbahn Graf Karoly Imre, Nagymaros, in Ungarn im Einsatz. Danach hat sie über Stationen im Burgenland, Wiener Neustadt und Wien schließlich im Museum in Freiland ihre heutige Heimat gefunden.
Nachdem die alte Lady sogar auf einem Kinderspielplatz in Wien ihr Dasein fristen musste, haben die ehrenamtlichen Feldbahn-Enthusiasten des FIM das heutige Geburtstagskind sukzessive aufgearbeitet – u.a. bekam sie in einem ersten Schritt 1975/76 einen Neubaukessel eingebaut, da der alte völlig hinüber war. Weitere Aufarbeitungen bis hin zur vollständigen Fahrtüchtigkeit folgten.
Neben der O&K 366 kamen am 15. August 2024 auch fast alle betriebsfähigen Lokomotiven zum Einsatz
Eine kleine Sonderausstellung im FIM Freiland zum 125. Jahr-Jubiläum der O&K 366 lässt auf Schautafeln die Geschichte dieses Prachtstücks von Lokomotive Revue passieren.
Am 15. August 2024 organisierte das FIM auch eine Fahrzeugparade, wo nahezu alle betriebsfähigen Lokomotiven des Museum in Bewegung gesehen, fotographiert oder gefilmt werden konnten, solo aber auch mit typischem angehängten Wagenmaterial.
Das Geburtstagskind O&K 366 als Zuglok für einen typischen Lorenzug mit Kipploren
Fazit
Gratulation an den Veranstalter der mehrtägigen Veranstaltung, sie waren dem 125. Geburtstag der O&K 366 jedenfalls sehr angemessen. Das Museum lebte – es dampfte, knattert, dröhnte, rauchte, pfiff und hupte. So soll es sein! Danke dafür!
Links
Webseite Feld- und Industriebahnmuseum Freiland >>>
Neben Sonderveranstaltungen hat das Museum im Sommer fast jeden Sonntag geöffnet
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Neu am Server von DEEF ist eine Reportage über die längste Seilbahn am Balkan, den Dajti Ekspres in Albaniens Hauptstadt Tirana. In Wort, Bild und Video, von Dr. Michael Populorum.
Dajti Elspres Gondelbegegnung Gondelbahn Tirana (Albanien). Foto Archiv DEEF / Dr. Michael Populorum
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Dampfzug gezogen von 699.01 verlässt mit einem Dampfzug den Bahnhof Pöckstein-Zwischenwassern (August 2014)
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Gondel 1 der Schliersbergbahn nächst der Talstation (Foto Juli 2024 Archiv Dr. Michael Populorum)
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Die Granitbahn / Hauzenbergerbahn wieder in Teil-Betrieb
Granitbahn Streckenende Passau-Lindau. Auch der Triebfahrzeugführer der Iltalbahn freut sich schon auf eine Weiterfahrt nach Hauzenberg (Foto Dr. Michael Populorum, Juni 2024)
Im Juli 2024 erstmals wieder Verkehr Passau-Hauzenberg möglich
Wie der Autor dieser Zeilen bereits vor fast 2 Jahrzehnten gehofft, gefordert bzw. erträumt hatte, nämlich eine Revitalisierung der Bahnstrecke von Passau Hbf nach Hauzenberg (Granitbahn bzw. Hauzenbergerbahn) scheint nun erfreulicherweise immer mehr Wirklichkeit zu werden und die Bahnstrecke ist nun endlich aus dem mehr oder minder jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erwacht.
Waren in einem 1. Schritt der Revitalisierung vorerst seit nur Fahrten bis Passau-Rosenau möglich, so verkehren die vorerst nur an Wochenenden verkehrenden Züge nun seit 2023 über die berühmte Kräutlsteinbrücke aufs andere Ufer der Donau, nach Passau-Lindau.
Und am 25. Juli 2024 erreichte unsere Redaktion die freudige Nachricht, dass im Rahmen der Streckenfreischneidung und Streckensanierung wieder Schienenfahrzeuge den Bahnhof Hauzenberg erreicht haben. Auch wenn es wohl noch eine zeitlang dauern wird, bis wieder planmäßig Personenzüge bis Hauzenberg fahren werden, so ich ein wichtiger Schritt dahin nun erledigt.
Bis dahin verkehren Züge im Personenverkehr bis Passau-Lindau und zwar in Kooperation mit der Ilztalbahn, die einige Züge über den Passauer Hauptbahnhof hinaus bis Passau-Lindau führen.
Nachfolgend einige Eindrücke von meiner Fahrt mit der Granitbahn im Juni 2024 von Passau Hbf bis Passau-Lindau.
Zug nach Passau-Lindau im Hauptbahnhof von Passau auf Gleis 1Gefahren wird im Sommer 2024 meist mit einem Triebwagen der DB BR 628, wo es auch viel Platz für Radler gibt. Hallo Till 🙂Halt in Passau-RosenauPassau Rosenau, ehem. Bahnhof, heute HaltestelleIm FührerstandFrüh übt sich – erfreulich, dass es auch junge ehrenamtliche Mitarbeiter gibt wie diesen jungen Zugchef (Passau-Lindau, Juni 2024)Haltestellenschild Passau-LindauBlick von Passau-Lindau weiter Richtung HauzenbergNoch fährt der Bus regelmäßig, aber wer weiß, vielleicht auch die Hauzenbergerbahn…Berühmter Blick auf Passau, der am Fenster vorbeiziehtSpitzkehre mit Betriebshalt in Passau-VoglauGranitbahn und ICE in Passau Hbf. Der Dieseltriebwagen wird zurückfahren auf die Ilztalbahn Richtung Freyung
Wir wünschen der Granitbahn viel Erfolg
für die Zukunft und Allzeit freie Fahrt!
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Mit dem Zayataler Schienentaxi in die Kellergasse Asparn/Zaya
Komposition des Zayataler Schienentaxis zur Fahrt in die Kellergasse in Asparn an der Zaya im Juli 2024 in der Station Mistelbach Interspar
Das Zayataler Schienentaxi
Seit dem Jahr 2012 bevölkert das Zayataler Schienentaxi in Form von mehreren aneinander gekuppelten Motordraisinen den Abschnitt Mistelbach Interspar über Asparn an der Zaya bis zur Draisinenalm Grafensulz (ehemalige Lokalbahn Korneuburg – Hohenau) vorwiegend an Wochenenden im Sommer. Das Schienentaxi wird bei Einzelreisenden wie Gruppen gut angenommen, kann man doch einige Freizeitaktivitäten mit der Fahrt mit dem Schienentaxi kombinieren.
Jeden 1. Samstag im Monat (im Sommer) kann man mit dem Zayataler Schienentaxi in die Kellergasse in Asparn an der Zaya fahren, um dort an einer Führung durch die Kellergasse teilzunehmen. Im Juli 2024 habe ich mich von Salzburg aus auf den Weg gemacht, um dieses Angebot zu testen.
Herrliches Ambiente um damit durch das Weinviertel zu düsen
Die Kellergasse in Asparn an der Zaya
Kellergasse in Asparn an der Zaya, gesäumt von einer Baumallee. Hier findet die Kellergassenführung statt
Insgesamt ca. 1100 sogenannte Kellergasse gibt die Wikipedia für das Bundesland Niederösterreich an, gelegen in 181 Gemeinden. Unter Kellergasse versteht man eine in Weinbauregionen oftmals als Hohlweg ausgebildete Gasse, an der sich die Presshäuser die in Weinbauregionen oftmals als Hohlweg ausgebildete Gasse, an der sich die Presshäuser und Weinkeller befinden. Viele dieser Kellergassen sind leider nur mehr historisch von Interesse, da viele von ihnen außer Nutzung gefallen sind.
Für die Gemeinde Asparn/Zaya werden insgesamt 10 Kellergassen genannt, wobei eine davon, die Kellergasse „Beim Friedhof“, noch gut erhalten und noch teilweise genutzt wird. Die Kellergasse „Beim Friedhof“ ist eine einseitige Einzelkellergasse in Grabenlage. Sie besteht aus 61 Gebäuden und hat eine Länge von 400 Metern. Die älteste Datierung geht auf das Jahr 1819 zurück (Wikipedia).
Unterschiedliche Baustile finden sich hier
Es gibt in der Kellergasse in Asparn an der Zaya 48 Presshäuser und 17 Vorkappeln, wobei die Architektur der Presshäuser, Vorkappeln und Kellerröhren sehr vielfältig ist. Die Kellern besitzen eine Vielzahl an Gewölbearten: von Kreuzgewölbe über Tonnengewölbe und unterbrochene Gewölbe (Faschen oder Gurte) zu Kellerröhren, die nur in Lehm gehauen sind. (Quelle weiviertel.at).
Die Führung durch die Kellergasse Asparn
Am Bahnhof Asparn/Zaya stieg ich aus dem Schienentaxi (ich hatte eine blaue Motordraisine gewählt) und wurde vom Kellergassenführer Franz bereits erwartet. Gemeinsam gingen wir zur nahen Kellergasse (ca. 3 Minuten), wobei er mit erzählte, dass er bereits in Pension sei und er sich leidenschaftlich gerne ehrenamtlich als Kellergassenführer betätige. Wohnhaft ist er in Asparn, beruflich kommt er aus der Textilbranche.
Kellergassenführer Franz mit seiner Frau in seinem für die Freizeitnutzung adaptierten Presshaus
Die Führung dauerte ca. 1,5 Stunden, wobei ich eine Menge über die Geschichte der Kellergasse, die Baustile der einzelnen Presshäuser, Vorkappeln und Keller sowie die Funktion der Objekte erfuhr.
Ein nicht gerade kleiner Schlüssel mit dem Kellergassenführer Franz uns den Weg in den Weinkeller öffnet
Auch ins Innere eines typischen Kellers konnte ich abtauchen, wo dann stilgemäß eine Weinprobe stattfand. Verkostet wurde Wein vom einzigen noch verbliebenen Winzer von Asparn, der auch in der Kellergasse temporär ausschenkt.
Gerätschaften aus einer Zeit, in der das Verarbeiten des Weins noch nicht in sterilen Nirosta-Tanks mit Computersteuerung erfolgt istBereit zum Weinverkosten. Dazu gab es herrliches NussbrotKellergassenwein aus Asparn an der Zaya
Zu guter Letzt kehrten wir noch auf eine zünftige Jause und süffigen Wein (Grüner Veltliner) beim Winzer in der Kellergasse ein.
Abschluss der Kellergassenführung bei der Buschenschank, rechts mit Kappe der Autor dieser Zeilen
Danke an den Kellergassenführer Franz Sarer für seine höchst interessante Führung und die Verkostung in seinem Keller.
Mein Tipp
Das wäre doch was für einen Samstagsausflug im Weinviertel. Anreise mit den ÖBB bis Mistelbach und dann mit dem Zayataler Schienentaxi nach Asparn an der Zaya. Um 15 Uhr startet dann jeden 1. Samstag im Monat (Sommer) die Kellergassenführung mit Franz. Voranmeldung über die Seite des Zayataler Schienentaxis empfehlenswert.
Es gibt Einiges zu sehen in Asparn an der Zaya
Links
DEEF-Doku Zayataler Schienentaxi in Wort, Bild und Video >>>
Ein gelbes Postkastl (ex ÖBB Motordraisine) und einen alter goldgefärbelter Ürdinger Schienenbus kann man u.a. im Bahnhof Asparn an der Zaya bestaunen
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Taurachbahn 2024 – Dampfzugfahrt durch den sommerlichen Lungau
Traurachbahn Herresfeldbahn-Wochenende 2024: Lok 22 bereit zur Rückfahrt von St. Andrä Andlwirt nach Mauterndorf (Foto Dr. Michael Populorum, 21.7.2024)
Über die Taurachbahn
Als Taurachbahn bezeichnet man den westlichen, Salzburgischen 10,6 km langen Abschnitt von Mauterndorf bis Tamsweg der 1894 eröffneten Murtalbahn mit 760 mm Spurweite, wo mangels Fahrgastzahlen 1973 der Personenverkehr eingestellt und 1981 die Strecke stillgelegt wurde.
1982 wurde der Salzburgische Streckenabschnitt der Murtalbahn, die Taurachbahn Mauterndorf Tamsweg, vom 1969 gegründeten Verein Club 760 von den Steiermärkischen Landesbahnen (heute Steiermarkbahn StB) gepachtet, wieder instand gesetzt und nach Erteilung der notwendigen Bewilligungen durch das Bundesministerium (als Anschlussbahn für Güterverkehr) sowie der Bezirkshauptmannschaft ( Bewilligung touristischer Personenverkehr) wurde die Taurachbahn am 9. Juli 1988 feierlich wiedereröffnet.
Mehrmals pro Jahr führt der Verein Club 760 Sonderfahrten auf der Taurachbahn zwischen Mauterndorf und St. Andrä Andlwirt durch, vorwiegend im Sommer.
Heeresfeldbahn-Wochenende 2024
Am Wochenende vom Freitag 19. Juli bis Sonntag 21. Juli 2024 richtete der Club 760 das sogenannte Heeresfeldbahn-Wochenende aus. Dabei gab es neben den üblichen 2 Zugpaaren pro Tag weitere Fahrten und die historischen Waggons wurden mit ehemaligen Heeresfeldbahn-Lokomotiven (Dampfloks) bespannt. Zum Einsatz kamen die rote 699-01 (Baujahr 1944) und die blaue SKGLB 22 (Baujahr 1939).
Das Wetter am Sonntag 21. Juli war hervorragend, sodass die Züge gut besucht waren. Wie immer in Österreich waren auch viele Kinder und auch Babys mit von der Partie, eher weniger gediegene Eisenbahnliebhaber und Kenner. Erfreulich ist zu beobachten, dass die Bevölkerung vor Ort, also die Lungauer, die Taurachbahn gerne für Ausflüge frequentieren. Und natürlich säumten zahlreiche „Trainspotter“ das Trassee, das sich durch das wunderschöne Hochplateaus des Lungaus zieht.
Einige Fotos vom Heeresfeldbahn-Wochenende 2024 auf der Taurachbahn
Die rote Lok „Lungau“ 699.01 ist die zweite Dampflok an diesem Wochenende, welche am Sonntag 21.7. den zweiten Zug um 11.30 bespannen wirdLok 22 unter Dampf in Mauterndorf – gleich ist Abfahrt nach St. Andrä Andlwirt via MariapfarrLok 22 hat ihren Dampfzug nach St. Andrä Andlwirt gebracht. Die ca. 1 Stunde bis zur Rückfahrt kann man am besten im nahen Wirtshaus Andlwirt verbringenDampfzug nach Rangiervorgang bereit zur Rückfahrt von St. Andrä Andlwirt nach MauterndorfDie guter alte ZeitZugkreuzung in MariapfarrAnkunft MauterndorfLok 22 hat ihren Zug und seine vielen Fahrgäste sicher nach Mauterndorf zurückgebracht
Anreise / Abreise
Allein schon die An- und Abreise von Salzburg Stadt in den Lungau und retour macht Freude, vor allem auch deswegen, weil der Durchschnitts-Salzburger wohl eher selten in den von den Radstädter Tauern abgetrennten südlichen Gau des Landes Salzburg reist. Entgegen diversen Planungen unserer Vorväter ist der Lungau ja bis heute nicht durch die Eisenbahn von Salzburger Seite her erschlossen, nur von der Steiermark her gibt es Anschluss durch die Murtalbahn von Tamsweg nach Unzmarkt.
Ich nutzte 2 unterschiedliche Routen. Anreise mit dem Postbus Linie 270 von Salzburg via Autobahn und Tauerntunnel nach St. Michael und dann Umstieg in den Postbus Linie 280 Richtung Mauterndorf Ledermoos (Bus fährt dann weiter über den Tauern nach Radstadt). Rückreise dann mit der Linie 280 über den Tauern nach Radstadt und dann gleich Anschluss an den EC 216 Richtung Salzburg.
Text / Fotos / Videos copyright DEEF / Dr. Michael Alexander Tiberius Populorum.
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